23. April 2022 / 22:58 Uhr

Party nach der Dauer-Analyse: Wie Trainer Julian Nagelsmann seine erste Saison beim FC Bayern bewertet

Party nach der Dauer-Analyse: Wie Trainer Julian Nagelsmann seine erste Saison beim FC Bayern bewertet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann konnte der obligatorischen Bierdusche nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft nicht entgehen.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann konnte der obligatorischen Bierdusche nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft nicht entgehen. © dpa
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Erst Meisterschaft, dann Bierdusche, anschließend Rückblick auf eine turbulente Saison. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann blickt nach dem Titelgewinn auf die vergangenen Wochen und Monate zurück und zieht eine Bilanz seines ersten Jahres in München.

Julian Nagelsmann sprintete, schlug Haken und bemühte sich, seine "Verfolger" abzuhängen. Dem Unvermeidbaren konnte sich der Trainer des FC Bayern dann aber doch nicht entziehen. Aus überdimensionalen Biergläsern ergossen sich Duschen über dem 34-Jährigen. "Ich habe Klamotten zum Wechseln dabei", sagte Nagelsmann danach und gab Entwarnung - für sich selbst und für seine Tischnachbarn bei den anschließenden Feierlichkeiten. Der Coach ist nun der zweitjüngste Meistertrainer der Bundesliga-Geschichte. Einzig Matthias Sammer war beim Triumph von Borussia Dortmund 2002 noch ein paar Wochen jünger. Durchweg positiv fällt Nagelsmanns Bilanz nach seinem ersten Jahr in München dennoch nicht aus.

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"Das Jahr war nicht ganz so leicht. Daher bin ich sehr froh, dass wir es mit dem Meistertitel gekrönt haben", sagte der Trainer nach dem 3:1 gegen den BVB bei Sky und nannte das Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Borussia Mönchengladbach und das Scheitern im Viertelfinale der Champions League gegen den spanischen Außenseiter FC Villarreal als schwierigste Situationen. Gerade das Ausscheiden aus der Königsklasse schien zuletzt tiefe Spuren im ganzen Klub hinterlassen zu haben. "Das tat schon weh, weil wir uns mehr vorgenommen haben. Danach ist dann schon mal eine Woche extreme Tristesse", gestand Nagelsmann, dessen Mannschaft in der Bundesliga drei Spielrunden vor Saisonende nicht mehr einholbar ist.

"Wenn wir heute nicht gewonnen hätten, wäre das ein unnötiger Dämpfer gewesen", meinte der Trainer hinsichtlich des Duells gegen den Erzrivalen aus Dortmund: "Der Rahmen hat sehr viel vorgegeben. Deshalb haben wir es Gott sei Dank heute gemacht." Neben dem Einblick in seine Erleichterung gab sich Nagelsmann auch bezüglich der vergangenen Wochen offen. "Wir haben in den letzten zwei Wochen sehr viel analysiert und sehr viel aufgearbeitet", sagte er über die Abläufen nach der Schmach gegen Villarreal, wollte am Samstag aber vor allem den Moment genießen: "Das wird jetzt auch noch weitergehen, aber man muss auch mal zwei Tage Fünfe gerade sein lassen."

Doch was bleibt nach all den Höhen und auch Tiefen der vergangenen Monate? Besonders die zweite Saisonhälfte verlief offenbar gar nicht nach dem Geschmack des Meistertrainers. "Wir haben in der Hinrunde herausragenden Fußball gespielt, in der Rückrunde gab es ein paar Schwankungen", meinte Nagelsmann, lobte dann aber doch: "Wenn es darauf ankam, haben die Jungs aber geliefert. In der Meisterschaft haben wir sehr viel richtig gemacht.“

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