23. Juli 2020 / 14:56 Uhr

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Alaba-Poker wenig optimistisch: "Es gibt Berater, die..."  

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Alaba-Poker wenig optimistisch: "Es gibt Berater, die..."  

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Verkauf von David Alaba ist weiterhin nicht vom Tisch.
Ein Verkauf von David Alaba ist weiterhin nicht vom Tisch. © Sportphoto by Laci Perenyi/imago images/Montage
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Bei der Vorstellung von Leroy Sané standen zeitweise vor allem die Personalien von David Alaba und Thiago im Mittelpunkt. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich zum Verhandlungsstand mit dem Duo - und wirkte wenig optimistisch.

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Im Poker um die Zukunft von David Alaba beim FC Bayern deutet sich weiterhin keine Lösung an. "Hasan Salihamidzic ist in Gesprächen mit dem Berater. Bisher wurde keine Lösung gefunden. Sollte das weiterhin nicht gelingen, müssen wir uns mit anderen Optionen auseinandersetzen", sagte Klubchef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag bei der offiziellen Vorstellung von Top-Transfer Leroy Sané und wählte beim Blick auf den Verhandlungsstand nicht gerade optimistische Worte: "Der eine oder andere Verein scheint der Meinung zu sein, dass die Sonne trotz Corona noch sehr hell scheint. Dem ist nicht so. Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, zu einer Kompromisslösung zu kommen."

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In den vergangenen Wochen hatten die Münchner immer wieder betont, dass sie Alaba unbedingt halten wollen. Allerdings soll der 28-Jährige auch beim Guardiola-Klub ManCity, der nach dem CAS-Urteil auch im kommenden Jahr in der Champions League spielen darf, hoch im Kurs stehen. Zuletzt hatte die Bild berichtet, dass Bayerns Abwehrchef in München statt derzeit rund 15 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen künftig mehr als 20 Millionen Euro verdienen will. Dadurch sei eine Situation entstanden, welche die Gespräche zwischen der Spieler-Seite und dem FC Bayern ins Stocken gebracht haben.

Rummenigge wurde deutlich: "Dass für David bei den Verhandlungen um die Finanzen geht ist kein Geheimnis. Wir haben die Karten offen auf den Tisch gelegt." Nun seien Alaba und seine Berater am Zuge. Als Ablöse für Alaba stand zuletzt eine Schmerzgrenze von mindestens 36 Millionen Euro im Raum. Rummenigge betonte, dass er über derzeitige Beträge "schmunzeln" müsse. Er sagte: "Einen Summersale wird es trotz Corona nicht geben." Wenn man sich entscheide, Spieler ziehen zu lassen, werde man sich erst "ab einer gewissen Zahl" mit einem Verkauf beschäftigen.

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Thiago vor dem Absprung

Viele der Äußerungen Rummenigges bezogen sich am Donnerstag auch auf Thiago, der sich in der gleichen Vertragssituation wie Alaba befindet. Allerdings habe der spanische Nationalspieler den Bayern bereits mitgeteilt, dass er den Klub verlassen und "nochmal etwas Neues" machen wolle. Allerdings sei bisher kein anderer Verein an die Bayern herangetreten, um Verhandlungen über einen Wechsel Thiagos aufzunehmen.

Klar ist: Alaba und Thiago werden die Champions-League-Saison bei den Bayern beenden. Eine Freigabe vor Abschluss des Finalturniers im kommenden Monat schloss Rummenigge aus. "Danach sehen wir dann weiter", meinte der FCB-Boss.