22. April 2021 / 20:43 Uhr

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge glaubt: Umstrittene Super League wird nie existieren

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge glaubt: Umstrittene Super League wird nie existieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge rechnet nicht damit, dass in der umstrittenen Super League eines Tages der Ball rollen wird.
Karl-Heinz Rummenigge rechnet nicht damit, dass in der umstrittenen Super League eines Tages der Ball rollen wird. © IMAGO/Martin Hoffmann
Anzeige

Nach dem krachenden Scheitern der Gründung einer Super League glaubt Karl-Heinz Rummenigge nicht, dass das Projekt eine Zukunft in Form einer zweiten Chance hat. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern erklärte auch, warum sich der deutsche Rekordmeister nicht beteiligte.

Nach dem krachenden Scheitern der umstrittenen Super League in den vergangenen Tagen stellt sich Fußball-Europa die bange Frage: Sind die Pläne, mit denen zwölf europäische Spitzenvereine die UEFA und den gesamten europäischen Fußball erschütterten, lediglich aufgeschoben oder komplett aufgehoben? Karl-Heinz Rummenigge sieht diesbezüglich keinen Anlass zur Sorge. "Nach dem Debakel, das in dieser Woche stattgefunden hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Super League je existieren wird", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern in einem Interview mit der französischen Zeitung L'Equipe.

Anzeige

Der 65-Jährige hatte seinen Klub aus den Planungen der Liga herausgehalten und im Namen des Vereins betont, dass die Münchner nicht teilnehmen würden. Sie waren von den zwölf Vereinen - wie auch Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain - als einer von drei möglichen Nachrückern konkret benannt worden. "Wenn wir 'Nein' zur Super League gesagt haben, dann deshalb, weil wir mit der Champions League voll und ganz zufrieden sind", sagte Rummenigge.

Außerdem haben die Münchner "unserer Verantwortung gegenüber unseren Fans nicht vergessen, die gegen diese Art von Reform sind", betonte Rummenigge, der damit auch auf die Proteste anspielt, die sich nach Bekanntwerden der Gründung der Liga am Sonntagabend vor allem in England geregt hatten. Es war letztlich auch der Druck der Fans, der die sechs englischen Klubs (Liverpool, Manchester City, Manchester United, Chelsea, Arsenal und Tottenham Hotspur) dazu zwangen, sich aus dem Projekt zurückzuziehen - später folgten auch Atlético Madrid, Juventus Turin, AC Mailand und Inter Mailand. Lediglich Real Madrid und der FC Barcelona halten an den Plänen fest.

Das Projekt sei nur "auf Stand-by", sagte Real- und auch Super-League-Boss Florentino Pérez dem spanischen Radiosender Cadena Ser. An die Adresse der zehn Aussteiger sagte der milliardenschwere Bauunternehmer: "Es ist klar im Vertrag, dass du nicht gehen kannst." Und allen Kritikern der Super-League-Pläne hielt er entgegen, es sei "komplett falsch" zu denken, dass dieses Projekt bereits tot sei: "Wir arbeiten daran. Es wird etwas herauskommen, von dem die Welt denkt, dass es das Beste ist."

Rummenigge hofft, dass auch Real Madrid die Pläne aufgeben wird. "Mit Florentino Pérez hatte ich bis dahin immer eine hervorragende Beziehung", so der Ende des Jahres aus seinem Amt scheidende Ex-Profi. "Aleksander Ceferin, der Präsident der UEFA, hat gerade darum gebeten, eine gute wieder aufzubauen Beziehung zwischen allen Vereinen und vorwärts. Dies sind Begriffe, die ich voll und ganz teile und dieses Chaos muss mit Weisheit beantwortet werden."