05. Oktober 2018 / 07:30 Uhr

Kabinen-Zoff beim FC Bayern: Das steckt hinter dem Wutanfall von James Rodriguez

Kabinen-Zoff beim FC Bayern: Das steckt hinter dem Wutanfall von James Rodriguez

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Verhältnis zwischen Bayern-Trainer Niko Kovac (l.) und Superstar James Rodriguez gielt als angespannt
Das Verhältnis zwischen Bayern-Trainer Niko Kovac (l.) und Superstar James Rodriguez gielt als angespannt © imago/Laci Perenyi/MIS
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Nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge liegen die Nerven beim FC Bayern München offenbar blank. Inzwischen sind sogar Parallelen zur Entlassung von Carlo Ancelotti erkennbar. Was steckt hinter dem Ärger auf Trainer Niko Kovac?

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Ereilt Niko Kovac beim FC Bayern das gleiche Schicksal wie Carlo Ancelotti vor einem Jahr? Klar ist: Die Parallelen sind verblüffend. Nach dem 1:1 gegen Ajax Amsterdam in der Champions League gibt es an der Säbener Straße wieder Zoff um personelle Entscheidungen des Trainers - und offenbar werden aus der Mannschaft gezielt Informationen an die Medien durchgestochen.

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Die Bild berichtet, dass es in der Kabine des Rekordmeisters nach drei sieglosen Spielen in Folge brodeln soll. Superstar James Rodriguez soll fuchsteufelswild sein, weil Kovac, der bis zum Ende der Vorsaison Eintracht Frankfurt trainierte, den Kolumbianer in den vergangenen Wochen fast exklusiv als Joker einsetzte. Stattdessen spielt zumeist Urgestein Thomas Müller. Nach Informationen des Blattes war James in der vergangenen Woche sogar so wütend, dass er in Abwesenheit des Trainers gegenüber Teamkollegen zürnte: "Wir sind hier nicht in Frankfurt!" Nach dem Amsterdam-Spiel, als er erneut nur als Einwechselspieler ran durfte, düste der 27-Jährige zehn Minuten nach Anpfiff aus der Allianz Arena ab.

Thomas Müller spricht beim Bayern-Training lange mit Kovac

Die Ansage von Präsident Uli Hoeneß ("Der Trainer muss den Kopf hinhalten") verdeutlicht, wie ernst die Lage in München ist. Und sie verfehlt ihre Wirkung nicht: Während des Trainings am Donnerstag sprach vor allem Müller lange mit Kovac - über zehn Minuten diskutierte der Weltmeister mit dem 46-jährigen Chefcoach, der vor der Saison aus Frankfurt kam. Offenbar, so die Bild weiter, vermissen die Spieler ein klares taktisches Konzept Kovacs und sind sauer, weil der frühere Bayern-Profi mit Bruder (und Co-Trainer) Robert, Torwart-Trainer Toni Tapalovic und Sportdirektor Hasan Salihamidzic häufig kroatisch redet.

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Auch bei Ancelotti gab es in der Vorsaison Krach, allerdings hatten die Münchner da gerade deutlich bei Paris Saint-Germain verloren. Der Italiener setzte diverse Stars in Paris auf die Bank, sorgte für Ärger und wurde entlassen. Dafür kam Oldie Jupp Heynckes - ob der in diesem Winter erneut Lust hat, den Bayern aus der Patsche zu helfen, darf bezweifelt werden. Klar ist aber auch: Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend (hier im SPORTBUZZER-Ticker) ist das bisher wichtigste in der kurzen Ära von Niko Kovac in München.

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