26. November 2019 / 15:37 Uhr

Bayern-Star Leon Goretzka über "Lethargie" unter Niko Kovac und den Wandel unter Hansi Flick

Bayern-Star Leon Goretzka über "Lethargie" unter Niko Kovac und den Wandel unter Hansi Flick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leon Goretzka kam im Sommer 2018 ablösefrei von Schalke 04 zum FC Bayern
Leon Goretzka kam im Sommer 2018 ablösefrei von Schalke 04 zum FC Bayern © imago images/Jan Huebner
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Bayern-Star Leon Goretzka arbeitet mit Blick auf die Taktik die Zeit unter Niko Kovac auf und erklärt die Probleme zum Ende der Amtszeit des Trainers. Auf Interimscoach Hansi Flick hält er große Stücke.

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Leon Goretzka hat einen Einblick in die Probleme des FC Bayern unter Trainer Niko Kovac gegeben. Dabei zeigt er sich zwar selbstkritisch, deutet aber auch an, dass kurz vor der Trennung von dem Kroaten intern längst nicht alles passte. Auf die Frage, ob bei den Münchnern nach zuletzt drei Siegen unter Interimscoach Hansi Flick der klassische Effekt eines Trainerwechsel zu beobachten sei, antwortete der Nationalspieler bei Sky: "Das kann ich schlecht beurteilen. Ich glaube aber, auch die beste Taktik bringt nichts, wenn sie nicht mit Leidenschaft gefüllt wird. Das war ein bisschen das Problem. Man hat, wenn man sich die letzten Auftritte unter Kovac anschaut, bei uns Spielern eine gewisse Lethargie auf dem Platz feststellen müssen."

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Goretzka weiter: "Da muss man sich als Spieler natürlich auch an die eigene Nase fassen. Natürlich ist es schwer das als Trainer hinzubekommen. Das war in den letzten Spielen deutlich besser. Es gehört einiges dazu so weit vorne anzulaufen. Eine hohe Intensität gegen den Ball und sehr viel Laufbereitschaft gehören dazu. Das sind Dinge, die wir in den letzten Spielen wieder besser gemacht haben.''

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Als bedeutendste taktische Umstellung führte der frühere Schalker aber das veränderte Defensivverhalten unter Flick an. "Der wichtigste Punkte ist da unsere Art und Weise zu verteidigen. Wir wollen deutlich höher angreifen und intensiver anlaufen. Auf diese Art wollen wir Ballgewinne provozieren, die in der gegnerischen Hälfte stattfinden. So hat der Gegner keine Luft zu atmen und so ist auch die extreme Dominanz in den letzten Spielen zu erklären.''

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<b>Giovanni Trapattoni</b> (1996-1998): In seinen zwei Jahren bei den Bayern schrieb der Italiener mit den legendären Sätzen Was erlauben Strunz? und Ich habe fertig im März 1998 Geschichte. In seiner ersten Saison konnte Bayern die deutsche Meisterschaft für sich entscheiden, kurz vor Ende von Trapattonis Amtszeit beim FCB gewannen sie auch den DFB-Pokal. Ab Sommer 1998 trainierte er dann den AC Florenz, wurde später unter anderem noch italienischer Nationaltrainer. Zur Galerie
Giovanni Trapattoni (1996-1998): In seinen zwei Jahren bei den Bayern schrieb der Italiener mit den legendären Sätzen "Was erlauben Strunz?" und "Ich habe fertig" im März 1998 Geschichte. In seiner ersten Saison konnte Bayern die deutsche Meisterschaft für sich entscheiden, kurz vor Ende von Trapattonis Amtszeit beim FCB gewannen sie auch den DFB-Pokal. Ab Sommer 1998 trainierte er dann den AC Florenz, wurde später unter anderem noch italienischer Nationaltrainer. ©

Auf Flick, der nach Angaben der Klubführung "mindestens bis Weihnachten" in der Verantwortung bleiben werde, hält der 24-Jährige große Stücke. "Ich denke, dass jeder Trainer irgendwo seine eigene Art und Weise hat Dinge zu erklären. Hansi macht das sehr akribisch", erklärt Goretzka: "Ich denke, gerade in der kurzen Zeit, die wir hatten, ist auch die menschliche Komponente sehr wichtig gewesen. Er hat mit vielen Spielern das Gespräch gesucht und uns einfach neues Leben eingehaucht und Mut zugesprochen so zu verteidigen, wie er das vorgeschrieben hat. Das hat sehr gut funktioniert.''