21. Juli 2021 / 10:25 Uhr

Bericht: FC Bayern und Leon Goretzka im Vertragspoker weit auseinander - Manchester United legt Angebot vor

Bericht: FC Bayern und Leon Goretzka im Vertragspoker weit auseinander - Manchester United legt Angebot vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manchester United will offenbar Leon Goretzka vom FC Bayern München im Sommer 2022 verpflichten.
Manchester United will offenbar Leon Goretzka vom FC Bayern München im Sommer 2022 verpflichten. © Getty Images (Montage)
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Im Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Leon Goretzka scheint es Parallelen zum Fall von David Alaba zu geben. Der Österreicher wechselte schließlich ablösefrei zu Real Madrid. Bei Goretzka liegt Manchester United offenbar aussichtsreich im Rennen.

Dem FC Bayern könnte nach dem Wechsel von Abwehrspieler David Alaba zu Real Madrid der nächste ablösefreie Abgang eines Top-Stars drohen. Wie die Sport Bild berichtet, liegen die Münchner und Nationalspieler Leon Goretzka im Poker um einen neuen Vertrag in ihren Vorstellungen weit auseinander. Demnach möchte der Mittelfeldantreiber im Falle einer Verlängerung seines bis 2022 datierten Kontraktes bis zu 20 Millionen Euro pro Saison verdienen. Der Klub wolle hingegen eine Grenze zwischen geschätzten zehn bis zwölf Millionen Euro jährlich nicht überschreiten. An ähnlichen Voraussetzungen waren bereits die Gespräche mit Alaba gescheitert.

Oliver Kahn hatte bei seiner Vorstellung als Vorstandsboss des FCB vor rund zwei Wochen gesagt, dass man sich mit Goretzka "in sehr, sehr guten Gesprächen" befinde. Allerdings betonte er auch, dass sich der Verein eine gewisse Gehaltsgrenze gesetzt habe. Man müsse als Verein "eine klare Philosophie haben und Entscheidungen treffen", meinte der frühere DFB-Kapitän und verwies dabei auch auf den Fall Alaba.

Bei dem Österreicher wollten die Münchner mit dem Real-Angebot nicht mithalten – und auch bei Goretzka scheinen sich die ersten Interessenten bereits in Stellung zu bringen. So heißt es in der Sport Bild, dass "Manchester United bereits konkrete Gehaltszahlen für einen Wechsel 2022 vorgelegt haben" soll. Diese Summen seien höher als die von den Bayern hinterlegten Beträge. Auch der FC Barcelona und Real seien mit Blick auf den kommenden Sommer an dem dann ablösefreien Profi interessiert.

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Auch Verhandlungen mit Kimmich und Coman schwierig

Der Poker um Goretzka ist derzeit nicht der einzige Vertragswirbel, der den deutschen Rekordmeister auf Trab hält. Auch mit Joshua Kimmich und Kingsley Coman (beide Vertrag bis 2023), die ähnliche Gehaltsvorstellungen wie Goretzka haben sollen, scheinen die Verhandlungen ins Stocken geraten zu sein. Die Bayern hatten zuletzt darauf verwiesen, dass auch sie von den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie arg gebeutelt seien. So erklärte Präsident Herbert Hainer, dass der Klub einen Umsatzverlust in Höhe von 150 Millionen Euro erlitten habe.