02. Mai 2022 / 15:25 Uhr

Matthäus erneuert Kritik an Ibiza-Reise des FC Bayern: Hätte es unter Hoeneß und Rummenigge nicht gegeben

Matthäus erneuert Kritik an Ibiza-Reise des FC Bayern: Hätte es unter Hoeneß und Rummenigge nicht gegeben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus (eingeklinkt) äußerte sich erneut zur Ibiza-Reise des FC Bayern. 
Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus (eingeklinkt) äußerte sich erneut zur Ibiza-Reise des FC Bayern.  © IMAGO/Michael Weber/Revierfoto (Montage)
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Nach der Niederlage bei Mainz 05 hat sich ein Teil der Profis des FC Bayern auf eine von den Bossen genehmigte Reise nach Ibiza begeben. Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus übte bereits Kritik an dieser Entscheidung und legte in seiner "Sky"-Kolumne noch mal nach. 

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat bei seiner Kritik an einer Ibiza-Reise eines Großteils der Profis des FC Bayern nach der Bundesliga-Niederlage am Wochenende nachgelegt. "Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hätten die Truppe nach einem 1:3 in Mainz niemals zwei Tage wegfliegen lassen", schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne mit Bezug auf die beiden früheren Münchner Bosse.

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Nach Ansicht des 61-Jährigen hätte die aktuelle Vereinsführung um Oliver Kahn "die sogenannte Teambuilding-Maßnahme (...) einkassieren können oder sogar müssen. Die Spieler hätten den schönen Ausflug problemlos nach dem letzten Spieltag antreten können." Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte von einer mit dem Verein abgesprochenen Team-Aktion gesprochen. Trainer Julian Nagelsmann hatte den Spielern schon vor dem Mainz-Spiel zwei freie Tage angekündigt. Matthäus nahm den 34 Jahre alten Coach in Schutz: "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Julian Nagelsmann diesen Ausflug gerne gestrichen hätte. Aber es wäre für ihn sehr riskant gewesen, hier ein Machtwort zu sprechen, ohne danach einen Großteil der Kabine zu verlieren."

Für Matthäus handelt es sich nicht um eine Teambildung-Maßnahme, "sondern eine Freizeitgestaltung einiger Profis". Allein am Umstand, dass nicht die komplette Mannschaft in Spanien dabei sei und selbst Kapitän Manuel Neuer daheim geblieben sei, könne man erkennen, dass es in Wahrheit nicht um die Mannschaft gehe. "Denn sonst wären sie geschlossen verreist. Und außerdem steht nach dieser Saison fest, dass diese Bayern-Mannschaft einfach kein wirkliches Team ist."

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Wenn es anders wäre, "hätten sie nicht mehrere Spiele gegen Klubs aus der unteren Tabellenhälfte verloren und wären nicht gegen Villarreal und Gladbach aus den Pokal-Wettbewerben sang- und klanglos ausgeschieden", argumentierte Sky-Experte Matthäus: "Eine Teambuilding-Maßnahme hätte es nach der Pleite in Bochum gebraucht, um sich dann nochmal so richtig zusammenzureißen und eine wirklich gute Saison zu spielen. Aber so hat das einen mehr als faden Beigeschmack."