16. Februar 2020 / 18:15 Uhr

Manuel Neuer trotz Bayern-Sieg in Köln verärgert: "Leben selbst schwer gemacht"

Manuel Neuer trotz Bayern-Sieg in Köln verärgert: "Leben selbst schwer gemacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Neuer zeigte gegen den 1. FC Köln eine starke Leistung.
Manuel Neuer zeigte gegen den 1. FC Köln eine starke Leistung. © Getty
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Schon nach wenigen Minuten war das Gastspiel des FC Bayern beim 1. FC Köln zu Gunsten des Rekordmeisters entschieden. Manuel Neuer haderte trotzdem mit der Leistung - weil die Münchner Köln nach Wiederanpfiff wieder ins schon entschiedene Spiel ließen.

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Der Sieg des FC Bayern München beim 1. FC Köln hatte historische Dimensionen - beim 4:1 in der Domstadt führten die Münchner schon nach zwölf Minuten mit 3:0. So schnell war das dem Rekordmeister in der Bundesliga-Geschichte noch nie gelungen. Dennoch fand Kapitän Manuel Neuer nach Schlusspfiff auch Anlass zur Kritik. Denn so stark die Leistung seiner Vorderleute in den ersten 45 Minuten war, so sehr ließen die FCB-Stars im zweiten Durchgang nach. Neuer selbst musste mehrfach mit Weltklasse-Paraden eingreifen - etwa gegen Jhon Cordoba und Anthony Modeste.

Dass die Bayern in den Schongang schalteten und Köln so ins Spiel kommen ließen, war für den Weltmeister inakzeptabel. "Mich ärgert, dass wir nicht so konstant weitergespielt haben, weil wir uns das Leben damit selber schwer gemacht haben", sagte der 33-Jährige, der den Blick mit diesen Aussagen auf die kommenden Herausforderungen in Bundesliga und Champions League lenkt.

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Gnabry adelt Neuer: "Manu hat weltklasse gehalten"

Auch Doppeltorschütze Serge Gnabry haderte mit dem zweiten Durchgang, als Köln neben dem Anschlusstreffer durch Mark Uth auch noch zwei Abseitstore vorzeigen konnte und einige Top-Chancen liegen ließ. "Köln hatte einige Chancen, Manu hat weltklasse gehalten", sagte der Nationalspieler, der dennoch ein positives Fazit zog: "Wir haben im zweiten Durchgang viele Chancen vergeben. Nichtsdestotrotz haben wir vier Tore geschossen und gewonnen. Also sind wir happy."

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In der Tat war es vor allem Neuer zu verdanken, dass Köln nicht noch stärker ins Spiel fand und es beim immer noch komfortablen Drei-Tore-Vorsprung blieb. Den hatten die Münchner sich im Rekordtempo herausgespielt. Unbeeindruckt von den Siegen der Konkurrenten Leipzig (3:0 gegen Bremen), Dortmund (4:0 gegen Frankfurt) und Mönchengladbach (4:1 in Düsseldorf) legten die Münchner mit dem Selbstverständnis eines Deutschen Meisters mit einer 3:0-Führung nach nur elf Minuten den Grundstein für den Erfolg. "Wir haben die ersten Chancen eiskalt ausgenutzt, das war wirklich gut gespielt", sagte Neuer, der von den Gastgebern "ein bisschen mehr Gegenwehr" erwartet hätte.

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Mit dem Blitzstart raubten die Bayern den in Karnevalstrikots angetretenen Kölnern schnell jede Illusion auf eine Sensation fünf Tage vor Weiberfastnacht. "Wir haben die ersten Minuten komplett verschlafen, das darf uns nicht passieren", sagte Keeper Timo Horn. "Dann ist es brutal schwer gegen so eine Weltklassemannschaft."

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