08. September 2019 / 10:10 Uhr

Manuel Neuer über Karriereende und den Kampf ums DFB-Tor: "...irgendwann ist es immer vorbei"

Manuel Neuer über Karriereende und den Kampf ums DFB-Tor: "...irgendwann ist es immer vorbei"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Seit vielen Jahren Nummer eins beim FC Bayern - und im DFB-Tor: Weltmeister Manuel Neuer.
Seit vielen Jahren Nummer eins beim FC Bayern - und im DFB-Tor: Weltmeister Manuel Neuer. © Getty
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Manuel Neuer zählt zu den letzten verbliebenen Spielern der Weltmeister-Generation im Kader des DFB. Auch beim FC Bayern bleibt der 33-Jährige unangefochtener Stamm-Torwart. Wie lange noch? Darüber sprach der Ex-Schalker nun in einem Interview.

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Manuel Neuer zählt zu den letzten verbliebenen Weltmeistern von 2014, die auch fünf Jahre später noch gesetzt sind in der deutschen Nationalmannschaft. Auch wenn Barcelona-Star Marc-André ter Stegen mehr als einmal Startelf-Ansprüche untermauert hat: Neuer bleibt unter Bundestrainer Joachim Löw auch mit 33 Jahren noch unangefochtener Stammtorwart. Ebenso verhält es sich beim FC Bayern München, wo Neuer als Kapitän und Leistungsträger unumstritten ist.

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Neuer ist längst eine Institution im deutschen und im internationalen Fußball, hat alles gewonnen. "Ich bin zwar 33 Jahre alt, aber wenn ich auf den Platz gehe, habe ich immer das Gefühl, dass ich noch etwas verbessern kann an meinem Torwartspiel", sagte der Ex-Schalker nun in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Trotz zahlreicher Verletzungen denkt Neuer noch nicht ans Karriereende. Er werde extrem gebraucht, sagte der Keeper.

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Neuer-Vertrag beim FCB endet 2021: "Ich weiß, dass danach noch etwas kommt"

Das gilt für die Nationalmannschaft und den FC Bayern, wo er seit Jahren Stammtorwart ist. Ob er in beiden Rollen auch nach der EM 2020 respektive seinem Vertragsende 2021 noch anzutreffen sein wird, ließ der Routinier offen. "Irgendwann ist es immer vorbei", sagte Neuer über seine Rolle im DFB-Tor. "Das weiß ich. Aber das kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass ich extrem gebraucht werde hier bei der Nationalmannschaft und sich alle freuen, dass ich da bin." Es sei aber klar, dass er seine Leistung.

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Auch beim FCB gab es zuletzt immer wieder Gerüchte, dass Neuer in nicht allzu ferner Zukunft abgelöst werden könnte - etwa von Alexander Nübel, der wie Neuer selbst auf Schalke zum Bundesliga-Keeper reifte und dort wohl keinen neuen Vertrag unterschreibt. Dafür spricht, dass sich Neuer im Hinblick auf eine mögliche Vertragsverlängerung beim FCB sehr defensiv äußert. Er wisse, dass der Vertrag "da endet und dass danach noch etwas kommt", betonte der Schlussmann. "Wo und wie, das kann ich aktuell nicht sagen."

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Ob er wie beispielsweise Juve-Keeper Gianluigi Buffon bis in die 40er Jahre spielen könne, sei "wirklich schwierig zu sagen", erklärte Neuer, der bislang 89 Länderspiele absolvierte und 341 Mal für den FCB zum Einsatz kam - nach 203 Partien für S04. Neuer: "Du musst einen Top-Körper und eine Menge Glück haben. Dann finde ich es wichtig zu wissen, dass du gebraucht wirst. Denn wenn du nicht mehr gebraucht wirst und man dich das spüren lässt, ist es schwierig, sich jeden Tag aufzuraffen und zu motivieren." Dieses Gefühl habe er aktuell gleich doppelt - sowohl beim FC Bayern als auch im DFB-Team.

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Was nach dem Karriereende wartet, weiß Neuer noch nicht. Ihm imponiert aber offensichtlich, was Oliver Kahn nach dem Ende seiner Laufbahn gemacht hat. Nach zehn Jahren als TV-Experte für das ZDF und Unternehmer wird der Vizeweltmeister von 2002, der selbst 14 Jahre das Tor des FCB hütete, ab 1. Januar 2020 Vorstand beim Rekordmeister. Neuer freut es, "dass auch ehemalige Torhüter nach ihrer Karriere beliebt sind bei Top-Klubs". Das habe er schon bei Ajax-Boss Edwin van der Sar registriert. Über Kahn sagte Neuer: "Ich finde gut, was Oliver Kahn in den vergangenen Jahren gemacht hat. Er hatte etwas Abstand vom Fußball und ist dann seinen Weg gegangen, hat sich weiterentwickelt."