13. Oktober 2019 / 00:19 Uhr

Rummenigge räumt ein: FC Bayern hat BVB beim Transfer von Mario Götze „gar nicht kontaktiert“

Rummenigge räumt ein: FC Bayern hat BVB beim Transfer von Mario Götze „gar nicht kontaktiert“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mario Götze wechselte nach dem Champions-League-Finale 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern München.
Mario Götze wechselte nach dem Champions-League-Finale 2013 von Borussia Dortmund zum FC Bayern München. © imago images/Ulmer
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Der FC Bayern München hat Borussia Dortmund beim Transfer des damaligen BVB-Juwels Mario Götze offenbar gehörig überrumpelt. FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sechs Jahre später einige interessante Details zum vielleicht brisantesten Spieler-Wechsel der vergangenen Bundesliga-Jahre verraten.

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Dieser Transfer sorgt bis heute für hitzige Diskussionen: Im Sommer 2013 wechselte BVB-Juwel Mario Götze für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum Rekordmeister FC Bayern München. Während die Fans der Borussia sich vom einstigen Hoffnungsträger vor den Kopf gestoßen fühlten, feierten die Anhänger der Münchner den Transfer-Coup gegen den großen Verfolger, der in den Vorjahren zweimal Meister wurde und den FCB gerade im Finale der Champions League bis in die Schlussminuten zittern ließ.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat nun interessante Details zum vielleicht brisantesten Spieler-Wechsel des vergangenen Bundesliga-Jahrzehnts publik gemacht. Sechs Jahre nach dem Götze-Transfer offenbarte der 64-Jährige in der Biografie seines BVB-Amtskollegen Hans-Joachim Watzke Empathie für den Ärger der Dortmunder Fans und Verantwortlichen. Er habe „Verständnis, dass sie (...) völlig sauer waren“, erklärte Rummenigge – und nannte Einzelheiten.

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Robert Lewandowski und Mario Götze: Zwei Profis, die in ihrer Karriere schon für den BVB und den FC Bayern aktiv waren. Der SPORTBUZZER zeigt, welche anderen Stars schon als "Doppelagenten" fungierten. ©
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Rummenigge: So hat Mario Götze Jürgen Klopp den letzten K. o. gegeben

Warum verstand Rummenigge den Ärger beim Rivalen? Weil die Münchner beim Wechsel des vielleicht talentiertesten Spielers seiner Generation mit allen (erlaubten) Tricks arbeiteten. Rummenigge: „Wir hatten sie damals schließlich gar nicht kontaktiert, weil das auch der Wunsch von Marios Berater war. Alles sollte schön unter der Decke bleiben. Der ganze Transfer hatte eigentlich bis zum Ende der Saison geheim bleiben sollen.“

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Kurz vor dem Champions-League-Halbfinal-Hinspiel des BVB gegen Real Madrid sickerte die Transfer-Bombe dann aber durch. Die Bild berichtete exklusiv, dass neben Star-Trainer Pep Guardiola auch Götze zum FCB wechselt. Die Reaktionen folgten prompt, die Fans der Dortmunder waren vollkommen geschockt und massiv verärgert. Lange Zeit wurde Götze öffentlich als „Judas“ bezeichnet, erst nach seiner Rückkehr zum BVB 2016 normalisierte sich das Verhältnis.

Götze über Guardiola: „Ich hatte das Gefühl, dass er nur in dem Raster denkt“

Rummenigge erklärt, warum der Wechsel öffentlich wurde: „Mario musste bei seiner Klausel ein Datum berücksichtigen und den BVB auch offiziell informieren (...) Dann hat er Jürgen Klopp auch noch den letzten K. o. gegeben, als er ihm sagte, dass er mit Pep Guardiola arbeiten möchte.“ Die Wunsch-Ehe erwies sich nicht unbedingt als zufriedenstellend – Götze und Guardiola passten nicht wirklich zusammen. „Pep Guardiola war fachlich einer der besten Trainer, eine enorme Bereicherung. Ich hatte aber das Gefühl, dass er nur in dem Raster denkt und den Menschen und das Drumherum außen vor lässt. Die Empathie war nicht so ausgeprägt“, sagte Götze in der DAZN-Dokumentation „Being Mario Götze“.

Das sei nicht leicht für ihn gewesen. „gerade weil ich von Kloppo gekommen bin, der wie ein fußballerischer Vater war. Pep war der komplette Unterschied“, erklärte Götze: „Für einen Weltklasse-Trainer gehört Empathie dazu, jeder Sportler ist auch Mensch und man sollte beides vereinen.“ Nach drei Jahren beim FCB kehrte Götze nach Dortmund zurück, wo er seitdem wieder spielt.

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