17. Juni 2020 / 08:00 Uhr

Kommentar zur Bundesliga-Dominanz der Münchner: Dieser FC Bayern steht erst am Anfang

Kommentar zur Bundesliga-Dominanz der Münchner: Dieser FC Bayern steht erst am Anfang

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Salihamidzic und Kahn als junge Bosse, Gnabry und Goretzka als Hoffnungsträger. Für RND-Sportchef steht der FC Bayern erst noch am Anfang der besten Jahre.
Salihamidzic und Kahn als junge Bosse, Gnabry und Goretzka als Hoffnungsträger. Für RND-Sportchef steht der FC Bayern erst noch am Anfang der besten Jahre. © imago images/Xinhua/Poolfoto/Montage
Anzeige

Beim Blick auf den Kader und die neustrukturierte Führungsetage des FC Bayern ist davon auszugehen, dass die Münchner den deutschen Fußball auch in den kommenden Jahren dominieren werden - meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp.

Anzeige

Der Spruch hat mittlerweile einen Bart: Kinder, die nun in die Schule kommen, kennen keinen anderen deutschen Fußballmeister als den FC Bayern München. Ich habe mir den Spaß erlaubt und mal nachgeschaut: Bis zu meiner Einschulung holten neben den Münchnern immerhin noch der Hamburger SV (dreimal Meister, kein Witz!) und der VfB Stuttgart (aktuell ebenfalls Zweitligist) die Schale. Am Dienstag sicherte sich der FCB die inzwischen achte Meisterschaft in Serie, unfassbar.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Nun kann man sich über diese Dominanz ärgern, die Konkurrenten an die Wand nageln und – auch das gibt es tatsächlich – vom allseits bekannten Dusel faseln. Oder man kann einfach anständig gratulieren, denn auch dieser Erfolg ist mehr als verdient. Bayern gab 2020 genau einen Punkt ab, schlug den BVB in den Direktduellen zweimal ohne Gegentor. Bayern holte nicht nur die meisten Punkte, sondern schoss bislang auch die meisten Treffer und kassierte die wenigsten. Bayern wird mit Robert Lewandowski den Torschützenkönig und mit Thomas Müller den besten Vorbereiter der Liga stellen. Noch Fragen?

Für die Bayern-Konkurrenten geht es nur noch um Platz zwei

Die Herausforderer aus Dortmund, Leipzig, Mönchengladbach oder Leverkusen müssen sich nicht schämen, sondern sollten sich viel mehr mit der Realität befassen: Spielen die Bayern eine einigermaßen solide Saison, geht es nur noch um Platz zwei – für viele traurig, aber nun mal wahr.

Bayern-Trainer Hansi Flick: Die Bilder seiner Karriere

Hansi Flick ist seit Spätherbst 2019 Trainer des FC Bayern München. Der frühere Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. Zur Galerie
Hansi Flick ist seit Spätherbst 2019 Trainer des FC Bayern München. Der frühere Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der SPORTBUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. ©

Die schlimmste Nachricht für alle Nicht-Bayern-Fans ist allerdings noch eine andere: Diese Mannschaft, der aktuelle Klub, steht erst am Anfang einer Ära! Alphonso Davies ist 19 Jahre jung, Joshua Kimmich und Leon Goretzka sind beide 25, Serge Gnabry 24 – genau wie Niklas Süle und der vermeintliche Neuzugang Leroy Sané. Alle sind bereits Nationalspieler mit Führungsqualitäten, aber haben dennoch längst nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Sollte einer von ihnen trotzdem mal den Schlendrian raushängen lassen, werden ihnen die alten Hasen wie Manuel Neuer, Thomas Müller oder Robert Lewandowski schon in den Hintern treten, garantiert sogar.

Bayern kann sich weiterhin nur selbst stoppen

Auch in der Führungsriege hat sich Bayern neu erfunden, neben dem anfangs umstrittenen Sportdirektor Hasan Salihamidzic Oliver Kahn als Vorstand platziert – auch hier hauen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß dazwischen, sollte es mal nicht laufen. Dazu scheint mit Hansi Flick endlich wieder ein Trainer gefunden, dem alle folgen – Spieler wie Fans. Diese Aufstellung auf und neben dem Platz muss der Konkurrenz Angst machen. Auch in den nächsten Jahren kann sich der Rekordmeister - zumindest national – eigentlich nur selbst stoppen.