24. April 2022 / 06:49 Uhr

Ein Jahrzehnt der Bayern-Dominanz in der Bundesliga: Zehn Titel, zehn Geschichten

Ein Jahrzehnt der Bayern-Dominanz in der Bundesliga: Zehn Titel, zehn Geschichten

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München ist zum zehnten Mal in Folge deutscher Meister. Der SPORTBUZZER blickt auf die Titelgewinne zurück.
Der FC Bayern München ist zum zehnten Mal in Folge deutscher Meister. Der SPORTBUZZER blickt auf die Titelgewinne zurück. © IMAGO/ActionPictures/Getty/dpa/Montage
Anzeige

Mit dem achten Pflichtspiel-Sieg gegen Borussia Dortmund in Serie hat der FC Bayern München am Samstag die zehnte Meisterschaft in Serie klargemacht. Der SPORTBUZZER blickt im Schnelldurchlauf durch die Meisterschaften des letzten Jahrzehnts. 

Durch den 3:1-Erfolg des FC Bayern gegen Borussia Dortmund im Duell Tabellenführer gegen Verfolger ist das Ding durch und die Meisterschale kann frisch aufpoliert werden, um an ihren angestammten Platz zurückzukehren. Kapitän Manuel Neuer & Co. schafften am Samstagabend Klarheit und gegen den BVB den achten Pflichtspiel-Erfolg in Serie (die sieben bisherigen sind bereits die längste Siegesserie in der Historie des deutschen Top-Duells).

Anzeige

Thomas Müller ist nun alleiniger Rekordmeister des Rekordmeisters, darf die Schale zum elften Mal in Empfang nehmen und hat nun einen Titelgewinn mehr verbucht als David Alaba, der letzten Sommer zu Real Madrid gewechselt ist. Für Robert Lewandowski wird es Meisterschaft Nummer zehn, die ersten beiden (2011 und 2012) holte er jedoch im BVB-Trikot. Somit ist neben Müller einzig noch Torhüter Neuer an Bord, der bei allen Titelgewinnen seit 2013 seine Finger mit im Spiel hatte. Ein SPORTBUZZER-Schnelldurchlauf durch die zehn Meisterschaften der vergangenen zehn Jahre.

2012/13: Nachdem die Dortmunder unter Trainer Jürgen Klopp 2012 das Double gewonnen hatten, kehrte Bayern nach der Vizemeisterschaft und zwei verlorenen Finals (Pokal und Champions League) im Jahr darauf unter Chefcoach Jupp Heynckes glamourös zurück. Man gewann nicht weniger als: das erstmalige Triple der Vereinsgeschichte. Die Meisterschaft steht bereits am 28. Spieltag fest – mit 25 (!) Punkten Vorsprung auf den BVB. Präsident Uli Hoeneß feiert "eine wunderbare Antwort".

2013/14: Im ersten Jahr von Star-Trainer Pep Guardiola, der Thiago ("Thiago oder nix!") als Spielmacher wollte und bekam, sind die Bayern schon am 27. Spieltag durch: Meister im März, den Titel macht man im Berliner Schneetreiben durch ein 3:1 bei Hertha BSC klar.

Anzeige

2014/15: Pep, die Zweite. Guardiola verfeinert den dominanten Ballbesitz-Fußball, im Mittelfeld führt Einkauf Xabi Alonso (von Real Madrid gekommen) Regie. Mit zehn Punkten vor Verfolger VfL Wolfsburg holt Bayern allerdings wie diesmal „nur“ die Meisterschaft.

2015/16: Pep, die Dritte. In seinem letzten Jahr gewinnt der Spanier wie 2014 das Double mit zehn Punkten Vorsprung vor Rivale Dortmund. Torhüter Neuer bleibt in 21 Liga-Spielen ohne Gegentor: Rekord. Lewandowski wird erstmals im Bayern-Trikot Torschützenkönig (30 Treffer).

2016/17: Auf den akribischen Taktik-Nerd Guardiola folgt der entspannte Dolce-Vita-Liebhaber Carlo Ancelotti. Unter dem Italiener sichert sich Bayern mit einem 6:0 in Wolfsburg am 31. Spieltag vorzeitig den Titel. Zu seinem Karriere-Ende gewinnt Kapitän Philipp Lahm (wie zuvor Kahn, Scholl und Schweinsteiger) seine achte Meisterschaft.

2017/18: Im September wird Ancelotti entlassen. Hoeneß gelingt es, seinen Freund Heynckes aus der Rente zum vierten Mal als Bayern-Trainer zu engagieren. Dem gelingt es, den Verein zu beruhigen und die Meisterschaft vor dem FC Schalke (hört, hört!) mit 21 Punkten bereits Anfang April klarzumachen.

2018/19: Während es Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht gelingt, Wunschkandidat Thomas Tuchel (geht zu Paris St.Germain) als Trainer zu verpflichten, holt 1B-Lösung Niko Kovac (von Hoeneß favorisiert) die Meisterschaft – allerdings nur mit zwei Punkten Vorsprung vor Verfolger BVB. Und zusätzlich immerhin noch den DFB-Pokal.

2019/20: Kovac ist nach Querelen mit den Führungsspielern im November Geschichte. Trotz zwischenzeitlich vier Punkten Rückstand gelingt unter Hansi Flick, der Salamischeiben-mäßig vom Co- zum Interims- und schließlich zum Cheftrainer aufsteigt, am 32. Spieltag der Titelgewinn in Bremen (1:0) – vor leeren Rängen. Wegen der Corona-Pandemie pausierte die Bundesliga zwischenzeitlich 65 Tage.

2020/21: Nach dem Vorjahres-Triple packt Flick nur die Meisterschaft, dafür aber den europäischen Supercup und die Klub-WM. Mehr geht nicht für den Ex-Bayern-Profi, der nach internen Querelen mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic über Transfers und das Personal im Sommer 2021 Nachfolger von Joachim Löw als Bundestrainer wird.

2021/22: Wunschtrainer Julian Nagelsmann (für rund 25 Millionen Euro Ablöse aus Leipzig verpflichtet, ausgestattet mit einem Fünfjahresvertrag) schafft die Zehnte souverän, sein erster Titel als Trainer im Profibereich. Das dicke "Aber" seiner Premierensaison an der Säbener Straße hört auf den Namen Villarreal.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.