11. Mai 2022 / 10:42 Uhr

Bericht: Nagelsmann über Transfer-Vorgehen verärgert – Angespanntes Verhältnis zu Salihamidzic

Bericht: Nagelsmann über Transfer-Vorgehen verärgert – Angespanntes Verhältnis zu Salihamidzic

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sollen ein angespanntes Verhältnis haben: Julian Nagelsmann und Hasan Salihamidzic.
Sollen ein angespanntes Verhältnis haben: Julian Nagelsmann und Hasan Salihamidzic. © IMAGO/Sven Simon
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Trotz der zehnten Meisterschaft in Folge ist es aktuell unruhig beim FC Bayern München. Einem Bericht der "Sport Bild" zufolge soll auch das Verhältnis zwischen Trainer Julian Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic zunehmend angespannt sein. Grund: das defensive Vorgehen auf dem Transfermarkt. 

Am vergangenen Sonntag hat der FC Bayern die Meisterschale überreicht bekommen und durfte sich nochmals über den zehnten Bundesliga-Titelgewinn in Folge freuen. Richtige Partystimmung kam beim deutschen Rekordmeister trotzdem nicht auf. Zu enttäuschend verlief die Saison in der Champions League (Aus im Viertelfinale gegen Villarreal) und im DFB-Pokal (Aus in der 2. Runde gegen Gladbach). Und: Auch in der Bundesliga leisteten sich die Münchener trotz der Meisterschaft den ein oder anderen rätselhaften Patzer wie bei der 2:4-Niederlage in Bochum.

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Trainer Julian Nagelsmann stand in den vergangenen Wochen immer wieder im Fokus, vor allem das Aus in der Königsklasse gegen Villarreal hat ihm mächtig zugesetzt. Nun berichtet die Sport Bild, dass zudem auch das Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic angespannt sein soll. Beide hätten unterschiedliche Auffassungen über die Kader-Gestaltung der Bayern. Nagelsmann soll der Führungsetage immer wieder Spielerwünsche übermittelt haben, denen bislang nicht nachgekommen wird. Grundsätzlich sei ihm das Vorgehen der Münchener auf dem Transfermarkt zu defensiv.

Das Problem: Salihamidzic habe dem Bericht zufolge lediglich ein Budget zur Verfügung gestellt bekommen, das keine ganz großen Transfers zulassen würde. Dass Ryan Gravenberch von Ajax Amsterdam zu den Bayern wechseln wird, gilt als sicher. Kostenpunkt: Um die 30 Millionen Euro. Zudem soll Noussair Mazraoui ablösefrei von Amsterdam nach München wechseln. Weitere große Transfers seien hingegen nur möglich, wenn Spieler verkauft werden würden.

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Und so gingen die Bayern auch bei Nico Schlotterbeck, der in der kommenden Saison für Borussia Dortmund spielen wird, leer aus. Nach Informationen der Sport Bild habe Nagelsmann sogar noch ein Telefonat mit dem Innenverteidiger geführt, um ihm einen Wechsel nach München schmackhaft zu machen. Die zögerliche Herangehensweise des Vorstandes soll dem Nationalspieler aber letztlich nicht gefallen haben. Genau dieses zurückhaltende Vorgehen auf dem Transfermarkt würde den Bayern-Coach zunehmend frustrieren, heißt es weiter. Seine eigene Position sei allerdings geschwächt, da er mit Marcel Sabitzer im vergangenen Sommer bereits einen Wunschspieler bekommen hat, der bislang noch nicht zu überzeugen wusste.

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