04. November 2019 / 11:55 Uhr

Mourinho, ten Hag oder doch Rangnick? Das muss der neue Trainer des FC Bayern mitbringen

Mourinho, ten Hag oder doch Rangnick? Das muss der neue Trainer des FC Bayern mitbringen

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
José Mourinho, Erik ten Hag und Ralf Rangnick - sie alle sich Trainer-Kandidaten beim FC Bayern.
José Mourinho, Erik ten Hag und Ralf Rangnick - sie alle sich Trainer-Kandidaten beim FC Bayern. © imago images/ActionPictures
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SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp analysiert die Situation auf dem Trainermarkt. Jose Mourinho, Mauricio Pochettino, Erik ten Hag - oder doch Hansi Flick? Diese Möglichkeiten hat der FC Bayern bei der Suche nach einem Nachfolger für Niko Kovac.

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Dass Jose Mourinho deutsch lernt, weiß man inzwischen von Dortmund bis München. Dass sich der portugiesische Trainer-Guru einen Job in der Bundesliga durchaus vorstellen kann, hat er ebenfalls in gewohnt offener Manier kundgetan. Ob er deshalb tatsächlich ein geeigneter Nachfolger für Niko Kovac auf der Bank des FC Bayern München wäre, ist aber eine ganz andere Frage. Schaut man sich den aktuellen Trainermarkt an, gibt es allerdings nicht wirklich viele Kandidaten, die langfristig für den Job beim Rekordmeister infrage kommen.

Hansi Flick, der Bayern am Mittwoch gegen Piräus coachen wird, hat nur Außenseiterchancen, weil er einfach der typische Co-Trainer ist. Wie einst Michael Henke. Zu wenig Charisma, zu wenig Lobby für die erste Reihe.

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Niko Kovac ist nicht mehr Bayern-Trainer. Der Rekordmeister muss einen Nachfolger finden. Namen wie die von Co-Trainer Hansi Flick, Ajax-Coach Erik ten Hag und José Mourinho werden gehandelt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Kandidaten. Zur Galerie
Niko Kovac ist nicht mehr Bayern-Trainer. Der Rekordmeister muss einen Nachfolger finden. Namen wie die von Co-Trainer Hansi Flick, Ajax-Coach Erik ten Hag und José Mourinho werden gehandelt. Der SPORTBUZZER zeigt die Kandidaten. ©
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Eine Verpflichtung von José Mourinho käme einem Donnerhall gleich

Eine Verpflichtung von Mourinho käme dagegen einem Donnerhall gleich, wäre ein internationales Statement. Der Mann war schon überall, hat alles gewonnen (mit Porto, Inter, Real, Chelsea und Manchester United) und dort mit sämtlichen Weltstars gearbeitet. Dennoch hat man eher den Glauben, dass „Mou“ seine beste Zeit bereits hinter - und nicht vor sich hat.

Im Gegenteil zu Mauricio Pochettino, dem viele Experten eine große Zukunft voraussagen, der sich bereits 2018 mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic traf, der taktisch über jeden Zweifel erhaben ist. Allerdings hätte der Argentinier das Sprachproblem zu lösen, er spricht nämlich kein deutsch.

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Erik ten Hag wäre eine vergleichsweise "kleine" Lösung

Erik ten Hag wäre im Vergleich zu den letzten beiden genannten eher die „kleine“ Lösung - dafür hat er Stallgeruch, kennt den Klub aus seiner Zeit unter Pep Guardiola und wäre sicher leichter zu führen als Mourinho oder Pochettino. Ob der Niederländer (spricht deutsch!) aber das Format hat, die Bayern langfristig wieder nach ganz vorne zu bringen - taktisch, spielerisch, auch international?

Ralf Rangnick ist dies mit Sicherheit zuzutrauen - und dem Vernehmen nach hätte er auch wieder Lust auf einen Trainerposten. Allerdings ist schwer vorstellbar, dass sich der Fußball-Professor, der nach seinem Abschied von der Trainerbank als Koordinator der RB-Fußballgruppe arbeitet, unterordnen würde, zu viel Macht neben sich zulassen könnte. Bislang hatte er stets das alleinige Sagen. Und - bei allem Respekt - in einem Weltklub voller Ellbogen, Egos und Grabenkämpfen hat Rangnick auch noch nicht gearbeitet.

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Der Trainer, der aktuell vermutlich am besten nach München passen würde, war vor einiger Zeit schon mal auf dem Weg an die Säbener Straße, drehte aber wieder um, weil sich Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß nicht einigen konnten - nun trainiert Thomas Tuchel das Pariser Starensemble, ist dort aber nicht unumstritten. Vielleicht gelingt den Bayern ja ein echter Coup...

Oliver Kahn sollte bei der Entscheidung mitreden

Die größte Schwierigkeit wird allerdings erneut sein, diesmal einen gemeinsamen Nenner zu finden und nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen wie bei Kovac oder auch der Inthronisierung von Salihamidzic, als man sich Gladbachs Max Eberl durch die Lappen gehen ließ.

Bei der Entscheidung für den neuen Trainer sollte übrigens auch der künftige Boss Oliver Kahn ein gehöriges Wörtchen mitreden - was die Angelegenheit sicher nicht einfacher macht.

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