18. Mai 2022 / 10:34 Uhr

Nach Wirbel zum Bayern-Abschied: Niklas Süle erklärt Nicht-Nominierung für Wolfsburg-Kader

Nach Wirbel zum Bayern-Abschied: Niklas Süle erklärt Nicht-Nominierung für Wolfsburg-Kader

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Süle hat Stellung zu dem Wirbel um seinen Abschied vom FC Bayern München genommen.
Niklas Süle hat Stellung zu dem Wirbel um seinen Abschied vom FC Bayern München genommen. © IMAGO/ActionPictures
Anzeige

Niklas Süle hat sich in einem "Sport Bild"-Interview zum Wirbel um seinen Abschied vom FC Bayern München geäußert. Er erklärt dabei auch die Nicht-Nominierung für den Kader im letzten Bundesliga-Spiel in Wolfsburg, die Kritik von Ehrenpräsident Uli Hoeneß ausgelöst hatte.

Nationalspieler Niklas Süle hat sich nach dem Wirbel um seinen Abschied vom FC Bayern München zu seiner Nicht-Nominierung für den Kader im letzten Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg (2:2) geäußert. "Da wurden am vergangenen Wochenende Dinge über mich behauptet, die einfach nicht passten", sagte Süle in einem ausführlichen Interview der Sport Bild. Ähnlich wie Trainer Julian Nagelsmann schilderte auch Süle, dass das Trainer-Team Spieler in den Kader berufen wollte, die auch in der neuen Saison noch bei den Bayern spielen werden - anders als Süle, der ablösefrei zu Borussia Dortmund wechselt. "Das habe ich hingenommen und akzeptiert, weil ich Verständnis für die Entscheidung hatte", so der 26-Jährige.

Anzeige

Süle fuhr fort: "Am Freitag hieß es dann von einem unserer Co-Trainer, als sich Marcel Sabitzer verletzt hatte, kurz vor der Abfahrt, dass ich nun doch mitkönne, wenn ich wollte. Aber es sei auch okay, falls nicht. Das war die Geschichte." Bei der Meisterfeier am Sonntag habe Nagelsmann bereits vor der gesamten Mannschaft gesagt, "dass ich nichts falsch gemacht habe und dass es ihm leidtue, was aus dieser Geschichte nun mit mir gemacht werde", so Süle weiter.

Die Nicht-Nominierung des Abwehrspielers für dessen vermeintlich letzte Partie im Bayern-Trikot sowie Teile von Nagelsmanns Erklärung dafür hatten für Wirbel gesorgt. Auch der Coach hatte auf Sabitzers Blessur und den dadurch frei werdenden Kader-Platz verwiesen, mit Blick auf Süle aber erläutert: "Und Niki war dann im Abschlusstraining nicht mehr so von seiner Gefühlslage – wir haben ihn dann noch gefragt, ob er mit will, und er hat gesagt: 'Eher nicht', weil er sich da jetzt nicht drauf vorbereitet hatte. Und deswegen haben wir ihn dann zu Hause gelassen." Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte Süle für dessen vermeintlichen Kader-Verzicht am Rande der Meisterfeier hart kritisiert, die Aktion als "katastrophal" bezeichnet.

Anzeige

Süle bedauerte zudem, dass er in der Spätphase der Saison wegen eines Muskelfaserrisses und wegen einer Grippe einige Zeit ausgefallen war. "Unter Julian Nagelsmann hatte ich mich in die Mannschaft zurückgekämpft, war absoluter Stammspieler – und dann der Ausfall. Diese Zeit, die ich unbedingt erleben wollte, gibt mir keiner zurück. Vielleicht hätte ich der Mannschaft helfen können, dass auch in der Champions League mehr drin gewesen wäre als das Viertelfinale", meinte Süle mit Blick auf das überraschende Aus gegen den FC Villarreal.