06. Februar 2022 / 12:34 Uhr

Berater Struth: Darum verlässt Niklas Süle den FC Bayern – Neuer Klub steht fest

Berater Struth: Darum verlässt Niklas Süle den FC Bayern – Neuer Klub steht fest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Volker Struth, Berater von Niklas Süle, spricht über die aktuelle Situation des Verteidigers beim FC Bayern.
Volker Struth, Berater von Niklas Süle, spricht über die aktuelle Situation des Verteidigers beim FC Bayern. © IMAGO/Chai v.d. Laage/Eduard Bopp (Montage)
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Die Entscheidung den FC Bayern zu verlassen, ist in Niklas Süle offenbar schon länger gereift. Sein Berater Volker Struth gibt einen Einblick in diesen Prozess und erklärt, dass der künftige Verein des Nationalspielers bereits feststeht.

Niklas Süle verlässt den FC Bayern im kommenden Sommer offenbar auch aufgrund von persönlichen Enttäuschungen. Volker Struth, Berater des Nationalspielers, gab am Sonntag im "Doppelpass" von Sport1 einige Einblicke in die Entscheidung des Innenverteidigers - und deutete an, dass sich Süle schon länger nicht mehr zu 100 Prozent wohl in München gefühlt habe. So sprach Struth über Süles lange Leidenszeit in den Jahren 2019 und 2020 und das Verhalten des Klubs in dieser Phase.

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"Als ich angefangen habe, mit ihm zu arbeiten, hat der Junge zum zweiten mal einen Kreuzbandriss gehabt. Das ist schon ein Brett. Da machst du dir schon Gedanken und Sorgen. Ich glaube, wenn der Klub in dieser Zeit oder kurz danach, direkt auf uns zugekommen wäre, dann hätten wir heute wahrscheinlich eine andere Situation. Das ist aber nicht passiert. Man hat es laufen lassen", sagte Struth und stellte grundsätzlich fest: "Er hat einfach das Gefühl, nicht genügend wertgeschätzt zu werden. Bei Niklas hat das Thema Wertschätzung nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen Angebot zu tun."

Dennoch stellte der Berater auch mit Blick auf das Gehalt seines Schützlings zwei Dinge fest. So habe er beim Blick auf den aktuellen und am Saisonende auslaufenden Vertrag Süles "gestaunt". Hinsichtlich der Bezüge des Profis sagte er, dass sich dieser nicht im "Top-Ranking" der Bayern befinde. Dies hätte sich offenbar auch bei einem Verbleib in München nicht wesentlich geändert. Wenn Süle sich einen Verbleib in München hätte vorstellen können, "dann wäre das Angebot, das man mir damals gemacht hat, mit Sicherheit keines gewesen, dem man zugesagt hätte", meinte Struth.

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Neuer Süle-Klub: "Niklas hat vor kurzer Zeit eine Entscheidung getroffen"

Nach den ersten Vorgesprächen seien für Januar konkretere Verhandlungen geplant gewesen - doch es kam anders. "Niklas hat Weihnachten mit seiner Familie verbracht. Er rief mich dann zwischen den Tagen an und hat mir gesagt: Ich möchte das gar nicht mehr", sagte Struth: "Das ist eine Grundsatzentscheidung gewesen." Süle habe Klub und Trainer dann am 2. Januar über seine Pläne informiert. Auf Nachfragen zum künftigen Verein des Abwehrspielers sagte Struth: "Ja, es steht fest. Niklas hat vor kurzer Zeit eine Entscheidung getroffen und es würde mich wundern, wenn er dieses Entscheidung nochmal umwirft. Es gibt aber immer noch ein paar Themen, die geklärt werden müssen." Folglich könne er keine konkrete Angabe machen.

Struth betonte, dass für Süle die persönliche Zufriedenheit die größte Rolle spiele. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erklärte derweil am Sonntag bei Sky90: "Ich hätte Niklas Süle gerne weiterhin beim FC Bayern gesehen. Er ist einer der wichtigsten Defensivspieler der Mannschaft. Er ist anerkannt in der Truppe und hat immer Leistung gebracht. Niklas hat innerhalb des Vereins nicht so die Unterstützung bekommen. Ein Problem ist Lucas Hernandez. Er hat 80 Millionen Euro gekostet und soll 20 Millionen Euro im Jahr verdient. Daran orientieren sich andere Spieler. Ich hätte erwartet, dass Bayern mehr versucht, um Süle zu halten. Einen gleichwertigen Ersatz zu finden, der weniger Gehalt haben möchte, wird schwierig."