31. Mai 2019 / 18:32 Uhr

FC Bayern: Rummenigge erklärt fehlende Rückendeckung für Trainer Kovac

FC Bayern: Rummenigge erklärt fehlende Rückendeckung für Trainer Kovac

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FC-Bayern-Trainer Niko Kovac erlebte schwierige Wochen zum Saisonende. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erklärte nun, was hinter seiner fehlenden öffentlichen Rückendeckung gesteckt hatte.
FC-Bayern-Trainer Niko Kovac erlebte schwierige Wochen zum Saisonende. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erklärte nun, was hinter seiner fehlenden öffentlichen Rückendeckung gesteckt hatte. © imago images / Sven Simon
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Es war das Thema des Bundesliga-Endspurts: Bleibt Niko Kovac Trainer des FC Bayern München – oder wird er trotz Erfolgs entlassen? Zustande kamen solche Fragen wegen der fehlenden Rückendeckung der Bayern-Bosse um den Vorstands-Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge. Dieser erklärte nun das Kalkül hinter seiner Haltung.

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Kalkül statt Kritik: Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge hat nach eigener Aussage FC-Bayern-Trainer Niko Kovac mit der lange Zeit fehlenden öffentlichen Rückendeckung nicht verletzen wollen. „Ich wollte ihm nicht wehtun. Ich wollte nur alle auf unser gemeinsames Ziel fokussieren“, sagte Rummenigge in einem Interview dem Nachrichtenmagazin Spiegel und bezog sich auf die Phase nach dem 5:0 im Endspurt der Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Erst nach dem Pokalerfolg gegen RB Leipzig am vergangenen Samstag erhielt Doublesieger Kovac eine Jobgarantie.

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Laut Rummenigge steckte Kalkül hinter seinen unklaren Aussagen („Es gibt bei Bayern München keine Jobgarantie – für niemanden. Jeder, der bei Bayern München angestellt ist, muss liefern“) über die Kovac-Zukunft: „Ich habe anschließend sehr bewusst öffentlich polarisiert und versucht, durch meine Aussagen einen Kontrapunkt zu setzen. Sowohl der Trainer als auch die Mannschaft sollten begreifen, dass wir noch nichts gewonnen hatten“, erklärte der Bayern-Boss.

Rummenigge über Kovac-Zukunft beim FC Bayern: „Kenne keinen Verein, der seinen Trainer nach dem Double entlassen hätte“

Das System FC Bayern basiere auf Erfolg, sagte der 63-Jährige. „Der Erfolg ist Teil unserer Klub-DNA. Diesen Erfolgsdruck haben wir uns selbst auferlegt, und dem muss jeder beim FC Bayern standhalten. Das weiß Niko auch, er war hier bereits als Spieler tätig.“ Auf die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister definitiv mit Kovac als Trainer in die neue Saison gehe, antwortete Rummenigge: „Ich kenne keinen Verein, der seinen Trainer nach dem Double entlassen hätte.“ Kovac hat in München einen Vertrag bis zum Sommer 2021.

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Die Bayern-Bosse mussten sich für ihren Umgang mit Kovac zuletzt zahlreiche öffentliche Kritik gefallen lassen. So sagte unter anderem Bayern-Legende Paul Breitner der tz: „Wie Niko Kovac in der Rückrunde behandelt wurde, war eines FC Bayern unwürdig.“ Auch Paris-Saint-Germain-Trainer Thomas Tuchel sprang seinem Kollegen zur Seite: „Das ist sehr extrem, man kann es nicht greifen“, sagte der Coach am Dienstag am Rande der French Open im Tennis im Interview des Senders Eurosport. Der Auftrag bei den Münchnern sei es, Titel zu holen. Das habe Kovac geschafft. Dennoch sei es der Klubführung schwer gefallen, sich zu Kovac zu bekennen. „Sie haben es ihm nicht einfach gemacht, dennoch hat er geliefert.“