24. Januar 2021 / 09:56 Uhr

"Kleines Manko": Berater erklärt Situation von Alexander Nübel beim FC Bayern – Torwart "leidet mit Schalke"

"Kleines Manko": Berater erklärt Situation von Alexander Nübel beim FC Bayern – Torwart "leidet mit Schalke"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spielerberater Stefan Backs (kl. Foto) hat sich über seinen Klienten Alexander Nübel geäußert.
Spielerberater Stefan Backs (kl. Foto) hat sich über seinen Klienten Alexander Nübel geäußert. © Pressefoto Ulmer/Pool
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Hinter Manuel Neuer hat Alexander Nübel beim FC Bayern einen schweren Stand. Am Sonntag treffen die Münchner auf Nübels Ex-Klub Schalke 04. Vor dem Wiedersehen mit den kriselnden Ex-Kollegen sprach Spielerberater Stefan Backs über die verzwickte Lage seines Klienten.

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Wenn am Sonntag der FC Bayern München beim FC Schalke 04 zu Gast ist (15.30 Uhr/Sky), bleibt Alexander Nübel nur die Rolle des Zuschauers - zumindest vorerst. Hinter Welttorhüter Manuel Neuer ist der 24-Jährige nur Ersatz und wegen dessen Extraklasse weitgehend ohne Einsatzchancen. Erst zwei Einsätze hatte der im vergangenen Sommer ablösefrei von Schalke gekommene Schlussmann im Bayern-Dress, keinen davon in der Liga. Spielerberater Stefan Backs gibt sich trotzdem entspannt - auch wenn er perspektivisch mehr Spielminuten für Nübel erwartet.

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"Insgesamt fühlt sich Alex superwohl bei Bayern, ein kleines Manko gibt es natürlich: Er muss irgendwann auf mehr Spiele kommen", sagte Backs der Münchner Abendzeitung. An Neuer dürfte allerdings auch in den kommenden Monaten kaum ein Vorbeikommen sein, der DFB-Keeper ist in bestechender Form und spielte eine teils überragende Hinrunde. Nübel, der einen Vertrag bis 2025 unterzeichnete, wird sich gedulden müssen. Für Backs steht fest: Der Keeper kann von Neuer lernen - auch wenn Spielpraxis rar ist. "Was Alex von Manuel Neuer lernt, ist vor allem die mentale Fokussierung", so der Berater. "Auf den Punkt da zu sein, auch wenn man über 90 Minuten mal kaum gefordert wird: Das zeichnet Neuer besonders aus - und da will Alex auch hinkommen."

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Bayern-Trainer Hansi Flick hatte seinen Ersatztorwart vor dem Spiel gegen dessen Ex-Klub gelobt. Er könne nur Positives über den 24 Jahre alten Schlussmann sagen. "Er ist ganz feiner Mensch und hat eine enorme Qualität. Auf der Torhüterposition sind wir top besetzt", so Flick, der auf die konkrete Frage nach Einsatzminuten allerdings nicht direkt einging. Für S04 hatte er zwischen 2018 und 2020 immerhin 53 Mal gespielt, ehe er seinen auslaufenden Kontrakt nicht verlängerte.

Backs: Bei Nübel überwiegt "Vorfreude auf Wiedersehen"

Trotz des wenig harmonischen Abschiedes am Ende einer chaotischen Saison hat Nübel laut Backs noch Sympathien für S04, das nach einer verheerenden Hinrunde mit nur sieben Punkten am Tabellenende steht. "Das letzte halbe Jahr auf Schalke war für Alex schwer, da ist von Vereinsseite auch nicht alles richtig gelaufen", so Backs.: "Trotzdem überwiegt die Vorfreude über das Wiedersehen. Alex leidet in der aktuellen Situation auch mit Schalke."


Nübel sei unterdessen bereit, bei den Bayern auf seine Chance zu warten, erklärte Backs: "Alex ist ein entspannter Typ, sein Vertrag in München läuft bis 2025. Wir haben mit Bayern mehrere Szenarien durchgespielt, wie die nächsten Jahre verlaufen können. Bayern ist ein Langzeitprojekt für Alex." Platzhirsch Neuer steht an der Säbener Straße noch bis 2023 unter Vertrag - es wäre wohl der frühestmögliche Termin für einen Generationenwechsel im FCB-Tor.