13. Oktober 2022 / 12:29 Uhr

FC Bayern ohne Mitgefühl vor Endspiel für Barcelona und Lewandowski: "Wir wollen Gruppenerster werden"

FC Bayern ohne Mitgefühl vor Endspiel für Barcelona und Lewandowski: "Wir wollen Gruppenerster werden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller und Sadio Mané können Robert Lewandowski (v.l.) im nächsten Spiel aus der Champions League schießen.
Thomas Müller und Sadio Mané können Robert Lewandowski (v.l.) im nächsten Spiel aus der Champions League schießen. © IMAGO/MIS/AFLOSPORT (Montage)
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Das hatte sich Robert Lewandowski bei seinem Wechsel im Sommer sicher auch anders vorgestellt. Ausgerechnet sein Ex-Klub FC Bayern kann im nächsten Spiel den FC Barcelona aus der Champions League kicken. Sein Kapitän Sergio Busquets hadert wegen des drohenden Ausscheidens bereits mit dem mäßigen Abschneiden trotz der "ganzen Neuverpflichtungen".

Das drohende Champions-League-Aus des FC Barcelona und damit von Weltfußballer Robert Lewandowski war nach dem eigenen Einzug ins Achtelfinale auch beim FC Bayern München ein großes Gesprächsthema. Thomas Müller berichtete nach dem 4:2 des deutschen Rekordmeisters am Mittwochabend bei Viktoria Pilsen, dass man die "verrückten Ereignisse" bei Barcelonas 3:3 im Parallelspiel der Gruppe C gegen Inter Mailand noch in der Doosan Arena mitbekommen habe. Die Bayern müssen in zwei Wochen auswärts bei Barça mit dem Ex-Teamkollegen Lewandowski antreten. Man wisse "na klar", dass man Barcelona dann in die Europa League schießen könne, bemerkte Müller zur Konstellation.

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Lewandowski bewahrte die Katalanen als zweifacher Torschütze gegen Inter noch mit seinem späten Treffer zum 3:3 vor dem vorzeitigen Aus im Kampf ums Achtelfinale. Doch selbst ein Heimsieg gegen die Bayern würde Barcelona am fünften Spieltag nicht reichen, wenn im Parallelspiel Inter gegen den punktlosen Tabellenletzten Pilsen daheim gewinnen sollte. Denn Inter hat den bei Punktgleichheit zählenden direkten Vergleich gegen Barcelona gewonnen, sodass die Katalanen wie im Vorjahr bereits in der Gruppenphase scheitern würden.

"Inter hat jetzt zwei Spiele sehr gut gestaltet gegen Barcelona", kommentierte Bayern-Coach Julian Nagelsmann die überraschend prekäre Situation von Barça in der schweren Gruppe. "Wir wollen Gruppenerster werden", kündigte Nagelsmann mit Blick auf die Partie im Camp Nou an. "Aber natürlich ist Barça ein Topteam, hat einen sehr guten Trainer, hat sehr gut aufgerüstet und spielt einen sehr guten Fußball. Unabhängig davon, ob sie in die K.o.-Phase kommen oder ausscheiden, finde ich sie trotzdem wieder sehr gut anzuschauen", sagte Nagelsmann: "Sie werden uns auch noch mal sehr fordern beim Spiel in Barcelona."

Barca-Trainer Xavi ratlos - Busquets ernüchtert

Barca-Trainer Xavi fehlten nach dem spektakulären 3:3 derweil ein wenig die Worte. "Es ist schwer, etwas zu sagen", sagte Xavi nach dem Remis, das fürs Weiterkommen zu wenig sein dürfte. "Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt und hätten mehr verdient. Aber das ist Fußball. Wir haben viele Fehler gemacht", klagte der 42-Jährige, "es ist brutal für uns".

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"Es ist enttäuschend", sagte Barcelonas Kapitän Sergio Busquets und erklärte: "Es ist eine schwierige Gruppe, aber wir hätten es mit den ganzen Neuverpflichtungen besser machen müssen." Es sei zwar noch nicht vorbei, "aber es wird jetzt sehr schwer, weil wir nicht mehr nur von uns abhängig sind."

Gegen Inter hatte Lewandowski mit zwei Toren das vorzeitige Aus vorerst noch abgewendet. Der 34-Jährige traf zum 2:2 und 3:3 (82. Minute/90.+2), das 1:0 für die Katalanen hatte der frühere Dortmunder Ousmane Dembelé (40.) erzielt. Gegen Inter wackelte vor allem Barcelonas Defensive, Nicolo Barrella (50.), Lautaro Martinez (63.) und Robin Gosens (89.) bestraften die Lücken. Barças Torwart Marc-André ter Stegen musste das 3:3 mit einer Weltklasse-Parade in der Nachspielzeit retten - doch der eine Punkt ist wohl zu wenig.

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