19. September 2020 / 11:36 Uhr

Bayern-Boss Oliver Kahn mahnt im Poker um David Alaba: "Leben nicht mehr in der Welt vor Corona"

Bayern-Boss Oliver Kahn mahnt im Poker um David Alaba: "Leben nicht mehr in der Welt vor Corona"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vertragsverlängerung nicht um jeden Preis: Vorstandsmitglied Oliver Kahn (l.) hat sich zum Poker um David Alaba vom FC Bayern München geäußert.
Vertragsverlängerung nicht um jeden Preis: Vorstandsmitglied Oliver Kahn (l.) hat sich zum Poker um David Alaba vom FC Bayern München geäußert. © imago images/Philippe Ruiz/Hörmann/Simon/Pool (Montage)
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Der FC Bayern München will den Vertrag mit David Alaba offenbar nicht um jeden Preis verlängern. Vorstandsmitglied Oliver Kahn mahnte nach dem 8:0-Auftaktsieg in der Bundesliga gegen Schalke 04 mit Blick auf wirtschaftliche Vernunft: "Wir leben nicht mehr in der Fußballwelt vor Corona."

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Der FC Bayern München will den Vertrag mit David Alaba bei aller Wertschätzung für den Abwehrchef nicht um jeden Preis verlängern. Das gelte gerade in der Corona-Krise, deren finanzielle Auswirkungen auch der Krösus der Bundesliga deutlich spürt.

Kahn betont: "Immer wirtschaftliche Seite bedenken"

Vorstandsmitglied Oliver Kahn sagte im ZDF-Interview nach dem 8:0 der Bayern am Freitagabend im Saisonauftaktspiel gegen Schalke 04: "Man muss auch die Situation sehen: Wir leben nicht mehr in der Fußballwelt vor Corona. Wir leben in einer ganz anderen Fußballwelt." Der ehemalige Weltklasse-Torhüter ergänzte: „Da sind wir auch in der Verantwortung, immer die wirtschaftliche Seite zu bedenken“, betonte der 51-Jährige.

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Seit Monaten pokert der Rekordmeister mit Alaba und dessen Berater um die Verlängerung des 2021 auslaufenden Vertrages. Zuletzt hatte es zwischen beiden Parteien teils hitzige mediale Wortgefechte gegeben. Unter anderem hatte FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Alaba-Berater Pini Zahavi als "geldgierigen Piranha" bezeichnet. Sportvorstand Hasan Salihamidzic legte mit Blick auf die angeblichen Gehaltsforderungen der Spielerseite nach, Torjäger Robert Lewandowski und Kapitän Manuel Neuer seien "die sportliche und finanzielle Obergrenze". Zahavi, der auch als Lewandowskis Berater fungiert, hatte daraufhin gekontert: "Was wir für David fordern, liegt deutlich unter dem Gehalt von Robert."

FC Bayern in Sorge: Alaba-Transfer ablösefrei?

Die Bayern wollen den 28 Jahre alten Österreicher, der gegen Schalke aufgrund muskulärer Probleme nicht im Kader stand, weiter langfristig binden und ihn auf keinen Fall im kommenden Sommer ablösefrei verlieren. Mit Blick auf die verbalen Scharmützel zwischen den Bayern-Verantwortlichen und Alabas Vertretern meinte Kahn: "Wir sind gut beraten, Ruhe zu bewahren. Was das Thema David Alaba anbelangt, ist sehr viel gesagt worden. Wir sind weiter mit ihm im Austausch. Er weiß, wie sehr wir ihn schätzen, als Menschen und als Spieler."