19. August 2020 / 22:49 Uhr

Serge Gnabry schießt den FC Bayern gegen Olympique Lyon ins Champions-League-Finale

Serge Gnabry schießt den FC Bayern gegen Olympique Lyon ins Champions-League-Finale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern steht auch dank der Tore von Serge Gnabry (Mitte) im Finale der Champions League.
Der FC Bayern steht auch dank der Tore von Serge Gnabry (Mitte) im Finale der Champions League. © imago images/SVEN SIMON/Frank Hoermann/Pool
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Der FC Bayern steht im Finale der Champions League. Serge Gnabry schoss die Münchner mit einem Doppelpack gegen Olympique Lyon zum Endspiel-Ticket. Dem Triple steht nun nur noch Paris St. Germain im Weg.

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Doppel-Torschütze Serge Gnabry hat den FC Bayern ins Finale der Champions League geschossen. Der Nationalspieler traf bereits vor der Pause per Traumtor (18.) sowie mit einem Abstauber (33.) und leitete damit den 3:0 (2:0)-Sieg in der Vorschlussrunde gegen den Außenseiter Olympique Lyon ein. Kurz vor dem Ende setzte Robert Lewandowski den Schlusspunkt (88.). Im Endspiel am kommenden Sonntag in Lissabon wartet nun Paris St. Germain. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel hatte bereits am Dienstagabend ein souveränes 3:0 gegen RB Leipzig gefeiert und damit ein mögliches deutsches Königsklassen-Finale verhindert. Ein solches gab es zuletzt 2013. Damals setzten sich die Bayern gegen Borussia Dortmund durch und feierten zudem das erste Triple ihrer Vereinsgeschichte.

FC Bayern in der Einzelkritik gegen Olympique Lyon

Der FC Bayern München steht im Finale der Champions League. Die Noten für die Bayern-Spieler gegen Lyon hier im Überblick. Zur Galerie
Der FC Bayern München steht im Finale der Champions League. Die Noten für die Bayern-Spieler gegen Lyon hier im Überblick. ©

Gegen PSG könnte nach den Erfolgen in der Bundesliga und im DFB-Pokal nun das zweite Titel-Trio für die Münchner folgen. "Der ganze Verein lechzt danach", hatte Vorstandsboss Karl-Heinz-Rummenigge bereits vor der Partie gegen Lyon bei Sky gesagt. Am Mittwoch schien jedoch zumindest in der Anfangsphase nicht klar, ob die nach dem 8:2 im Viertelfinale gegen den FC Barcelona zu Recht hochgelobte Mannschaft diese Sehnsucht auch erfüllen kann - oder schon in der Runde der letzten Vier die Segeln streichen muss. Lyon, das zuvor bereits Juventus Turin und Manchester City ausgeschaltet hatte, erwies sich besonders in der Anfangsphase als echte Herausforderung.

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Flick hatte vor der Begegnung erklärt, dass er mit der Leistung seines Teams im Abschlusstraining am Dienstag "nicht ganz zufrieden" gewesen sei. Und tatsächlich waren die Münchner von der Champagner-Form des Spiels gegen Barca zunächst ein gutes Stück entfernt. Lyon verengte die Räume geschickt, die Bayern wirkten zuweilen fahrig im Passspiel. So führte eine katastrophale Ungenauigkeit von Thiago beinahe zum frühen Rückstand. Der Spanier spielte den Ball unbedrängt in die Beine des Gegners und Olympique schaltete blitzschnell um. Der Abschluss von Memphis Depay verfehlte dann aber sein Ziel (4.).

Flick setzte auf die zuletzt bewährte Startelf

Flick, der erneut die gegen den FC Chelsea (4:1) und Barca so erfolgreiche Startelf ins Rennen geschickt hatte, schnaufte einmal tief durch und sah kurz darauf auch die erste große Chance seiner Mannschaft. Nach einem Doppelpass mit Lewandowski tankte sich Leon Goretzka in den OL-Strafraum, traf die Kugel aber nicht richtig, so dass der Ball in Richtung des gegnerischen Tores trudelte. Dennoch blieb die Aktion gefährlich und Lyon-Keeper Anthony Lopes musste sich mächtig strecken (11.).

Das wurde aus den Triple-Siegern des FC Bayern von 2013

Es ist die Messlatte für jede erfolgreiche Bayern-Saison: Das Triple 2012/13. Im Champions-League-Finale gewinnt die Elf von Jupp Heynckes mit 2:1 gegen den BVB, eine Woche später wird der Titel-Dreischlag mit einem 3:2 im DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart klar gemacht. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt, was aus den Triple-Helden geworden ist. Zur Galerie
Es ist die Messlatte für jede erfolgreiche Bayern-Saison: Das Triple 2012/13. Im Champions-League-Finale gewinnt die Elf von Jupp Heynckes mit 2:1 gegen den BVB, eine Woche später wird der Titel-Dreischlag mit einem 3:2 im DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart klar gemacht. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus den Triple-Helden geworden ist. ©

Auch in der Folgezeit hatten die Münchner zwar die größeren Spielanteile, die Franzosen leiteten nach Ballgewinnen aber immer wieder blitzschnelle Konter ein. Nach 17 Minuten setzte sich Toko Ekambi gegen Alphonso Davies durch, lief in den Strafraum und knallte den Ball an den Pfosten des Bayern-Tores. Die Münchner schienen ins Wanken zu geraten, rissen sich aber umgehend zusammen und kamen zum Erfolg. Nach Zuspiel von Kimmich zog Gnabry vom rechten Flügel in die Mitte, wurde von keinem seiner scheinbar unzähligen Gegner entscheidend gestört und schoss erbarmunsglos in den Winkel des OL-Tores.

Gnabry trifft nach Lewandowskis Stolperer

Nach der Führung agierten die Bayern genauer, souveräner und dominanter. Lyon konzentrierte sich weiter auf disziplinierte Arbeit gegen den Ball und versuchte, in der Offensive vereinzelte Nadelstiche zu setzen. Der deutsche Meister zeigte sich davon allerdings zunehmend unbeeindruckt. Die Folge: Das 2:0. Gnabry leitete den Ball auf den linken Flügel zu Ivan Perisic, der gab in die Mitte, wo Lewandowski seine Beine nicht recht sortiert bekam. Gnabry setzte nach und netzte zum Pausenstand ein.

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Mit Wiederbeginn blieb Jerome Boateng in der Kabine und wurde durch Niklas Süle ersetzt. Ob sich der Ex-Nationalspieler eine Blessur zugezogen oder ob der Wechsel andere Gründe hatte, blieb zunächst offen. Ungeachtet der Umstellung in der Abwehr suchte Bayern aber ohnehin erst einmal den Weg nach vorn. Perisic (51.) ließ die erste gute Möglichkeit des zweiten Durchgangs aber ungenutzt. Lyon reagierte und brachte Moussa Dembélé, der im Viertelfinale gegen ManCity doppelt getroffen und die Partie entschieden hatte (58.).

Bayern nach der Pause immer wieder mit Problemen

Unmittelbar nach dem Wechsel hatte Lyon dann die große Chance zum Anschluss - allerdings ohne Beteiligung des neuen Mannes. Süle leistete sich einen Querschläger und Bayern-Keeper Manuel Neuer klärte in höchster Not gegen Ekambi (58.). Auch danach ließen die Münchner immer wieder gefährliche Aktionen des Gegners zu. Wirklich zwingend wurde Lyon zwar selten, bereitete dem in der Defensive aber nicht immer perfekt sortierten deutschen Meister aber immer wieder Probleme. Nach Lewandowskis Kopfball-Treffer war dann aber alles klar.