23. Oktober 2019 / 06:00 Uhr

Dietmar Hamann mit harter Kritik: "...dann haben wir bald keine Müller- sondern eine Coutinho-Diskussion"

Dietmar Hamann mit harter Kritik: "...dann haben wir bald keine Müller- sondern eine Coutinho-Diskussion"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Sky-Experte Dietmar Hamann könnte es bald eher eine Diskussion um Philippe Coutinho statt über Thomas Müller geben.
Für "Sky"-Experte Dietmar Hamann könnte es bald eher eine Diskussion um Philippe Coutinho statt über Thomas Müller geben. © imago images/Focus Images/Montage
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Ex-Nationalspieler äußert erste Zweifel am neuen Bayern-Star Philippe Coutinho. Seine Aussagen werden vor dem Hintergrund der starken Leistung von Thomas Müller bei Olympiakos Piräus umso brisanter.

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Er war beim 3:2 (1:1)-Sieg des FC Bayern am Dienstagabend bei Olympiakos Piräus der große Gewinner: Thomas Müller, zuvor sechs Pflichtspiele Bankdrücker, fast schon abgeschrieben - und nun neben dem Doppel-Torschützen Robert Lewandowski der gefeierte Mann. "Langsam könnte die ganze Diskussion mal zu Ende gehen", meinte der Ex-Nationalspieler mit Blick auf die nun schon wochenlange Debatte um seine Rolle beim FC Bayern eher pragmatisch. Kapitän Manuel Neuer war bei Sky schon offensiver: "Thomas ist jemand, der immer gefährlich ist, viel spricht und organisiert. Auch wenn er nicht auf seiner Lieblingsposition gespielt hat."

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Trainer Niko Kovac hatte Müller in der Tat nicht zentral, sondern auf dem rechten Flügel aufgeboten. Mit zunehmender Spieldauer rückte der "Raumdeuter" aber zunehmend in die Mitte - also dorthin, wo eigentlich Philippe Coutinho wirbeln soll. Der bis vom FC Barcelona bis zum Sommer ausgeliehene Brasilianer hatte Müller zuletzt den Stammplatz weggeschnappt und gilt als so etwas wie Trophäe des Münchner Transfer-Sommers. Nach Müllers starker Leistung und Coutinhos eher mittelprächtigem Auftritt in Griechenland meldet sich nun aber der erste Zweifler zu Wort. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann erwartet von dem Offensivstar deutlich mehr, bezeichnete ihn gar als "Fremdkörper" in der Mannschaft.

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Hamann zweifelt an Philippe Coutinho

Hamann bei Sky: "Natürlich ist er kein Zweikämpfer. Ich kann mich aber an keine Situation nach vorne erinnern. Dann bekommst du Probleme, weil er in der Rückwärtsbewegung nur ein halber Spieler ist." Der 46-Jährige weiter: "Beim ersten Tor ist der Ballverlust durch ihn entstanden. Stand heute hat er noch 30, 35 Spiele. Irgendwann muss er schon anfangen, wenn Bayern die Ablösesumme bezahlen soll. Das hat er am Samstag nicht gemacht, das hat er heute nicht gemacht." Sollte dies so bleiben, "dann haben wir bald keine Müller- sondern eine Coutinho-Diskussion."

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Harte Worte, die bei den Bayern-Verantwortlichen auf wenig Gegenliebe stoßen dürften. Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der im Falle einer festen Verpflichtung von Coutinho wohl rund 120 Millionen nach Spanien überweisen müsste, übte nach dem Spiel in Piräus zwar harte Kritik an den Bayern-Profis - über Coutinho sagte er aber auch: "Philippe braucht Zeit, die Mannschaft muss auf ihn eingehen. Er ist ein Freigeist, der noch nicht bei 100 Prozent ist. Aber wir werden noch viel Freude an ihm haben." Müller meldete mit seiner Leistung am Dienstag aber Ansprüche an. Und ob Kovac regelmäßig auf beide zentralen Offensivkräfte setzen wird, scheint fraglich.

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