21. Oktober 2019 / 20:00 Uhr

FC Bayern: Trainer Niko Kovac kontert Präsident Uli Hoeneß - "Ich stelle die Mannschaft auf"

FC Bayern: Trainer Niko Kovac kontert Präsident Uli Hoeneß - "Ich stelle die Mannschaft auf"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Niko Kovac hat sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des FC Bayern gegen Olympiakos Piräus gegen Aussagen von FCB-Präsident Uli Hoeneß gewehrt.
Trainer Niko Kovac hat sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des FC Bayern gegen Olympiakos Piräus gegen Aussagen von FCB-Präsident Uli Hoeneß gewehrt. © 2019 Getty Images/Montage
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Bayern-Trainer Niko Kovac hat Präsident Uli Hoeneß nach dessen Aussagen zur Rolle von Javi Martinez widersprochen - Kovac allein sei verantwortlich für die Aufstellung der Mannschaft. Auch beim Thema Niklas Süle gingen die Meinungen auseinander. Nur bei der Personalie Thomas Müller herrscht Einigkeit.

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"Die Abwehrproblematik wird sich demnächst erledigen, wenn Javi Martínez auf der Sechs spielt" - mit dieser Aussage kommentierte Präsident Uli Hoeneß vom FC Bayern am Montag vor dem Abflug zur Champions-League-Partie bei Olympiakos Piräus die aktuelle Defensivschwäche beim Rekordmeister. Sechs Gegentore kassierte der FCB in den letzten drei Pflichtspielen, selbst bei der 7:2-Gala bei den Tottenham Hotspur war die Defensive nicht sattelfest. Einen Zu-Null-Sieg gab es zuletzt gegen den Aufsteiger 1. FC Köln Ende September.

Die Rolle des Spaniers Martínez zur Bekämpfung der Krise sieht der 67 Jahre alte Hoeneß aber offenbar anders als FCB-Trainer Niko Kovac, der auf der Pressekonferenz vor dem Piräus-Spiel verdeutlichte: "Ich stelle die Mannschaft auf. Ich arbeite täglich mit ihr."

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Hoeneß war Kovac mit der Aussage zu Martinez indirekt in die Parade gefahren und forderte weitere Spiele für den Spanier, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann: "Er hat Samstag (in Augsburg, d. Red.) gut gespielt, und als er letztes Jahr zu Weihnachten reinkam, haben wir auch alle Spiele gewonnen. Ich habe große Hoffnungen, dass er da bleibt", sagte Hoeneß. Kovac versuchte letztlich, die Wogen zu glätten: "Letzten Endes hat der Präsident niemanden gefordert. Sondern ich habe Javi Martínez gegen Augsburg gebracht und das war alleine meine Entscheidung. Ich tausche mich regelmäßig mit dem Uli aus. Da muss man jetzt nicht viel reininterpretieren."

EM-Chancen: Kovac widerspricht Hoeneß auch wegen Süle

Allerdings ging die Meinung der beiden auch beim Thema Niklas Süle auseinander: Hoeneß hatte orakelt, dass der Verteidiger die Europameisterschaft im kommenden Jahr nach seinem Kreuzbandriss wohl verpassen werde. Kovac warnte aber vor einem verfrühten Urteil: "Man kann jetzt keine Prognosen abgeben, wie schnell das klappen wird, aber man muss vorsichtig damit umgehen. Er darf nicht den Fehler machen, zu früh anzufangen. Da müssen wir behutsam an die Sache rangehen. Wir werden ihm alle Zeit der Welt geben" Inzwischen hat sich die Diagnose beim 24-Jährigen offenbar verschlechtert: Einem Bericht der Bild zufolge ist bei der Operation ein Meniskusschaden festgestellt worden - Süle droht das Saisonaus.

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Die Verteidigung der Bayern sieht der Kroate auch ohne Süle gut aufgestellt: "Er fehlt jeder Mannschaft, aber mit Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Jerome Boateng haben wir drei amtierende oder ehemalige Weltmeister, sodass wir auf dieser Position trotz dieses schwerwiegenden Ausfalls gut besetzt sind."

Kovac lässt Müller-Einsatz in Piräus offen

Zumindest beim Thema Thomas Müller waren sich Präsident Hoeneß und Coach Kovac einig. Müller musste in den vergangenen Wochen zumeist auf der Bank Platz nehmen. An Superstar Philippe Coutinho kommt er derzeit nicht vorbei. Rufe nach mehr Einsatzzeit für den 30-Jährigen wies Hoeneß am Montag zurück: "Der Thomas kann auf der Position von Coutinho spielen. Wunderbar, dann kann der Coutinho nicht spielen", erklärte er die aktuelle Lage. Auf der Außenbahn seien Müllers Qualitäten hingegen vergeudet: "Ach, das kann er doch nicht so gut, das weiß doch jeder. Das mag er doch auch nicht."

Auch Kovac erklärte Müllers geringe Spielzeit mit der Coutinho-Verpflichtung. Der Brasilianer habe aus seiner Sicht "voll eingeschlagen". Während die Außenbahn zwar nicht Müller "Schokoladenposition" sei, merkte der 48-Jährige allerdings an, dass Müller diese Position immerhin beim Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 bekleidete. So oder so werde auch Müller demnächst wieder zu Einsätzen kommen: "Ich weiß, welche Wertigkeit er hat. Das hat er letztes Jahr bewiesen", sagte Kovac.

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