09. Oktober 2018 / 15:15 Uhr

Emotionaler Auftritt vor Gericht: Uli Hoeneß sagt wegen Vorfall im Gefängnis aus

Emotionaler Auftritt vor Gericht: Uli Hoeneß sagt wegen Vorfall im Gefängnis aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß setzt sich für einen ehemaligen Mithäftling ein, obwohl dieser ein heimliches Foto von ihm geschossen hatte.
Uli Hoeneß setzt sich für einen ehemaligen Mithäftling ein, obwohl dieser ein heimliches Foto von ihm geschossen hatte. © Getty Images
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Uli Hoeneß hat sich als Zeuge vor Gericht über einen brisanten Vorfall im Gefängnis geäußert. Der Präsident des FC Bayern soll heimlich fotografiert worden sein, nimmt den beschuldigten Mithäftling allerdings in Schutz.

Als Zeuge kehrte Uli Hoeneß am Dienstagvormittag vor Gericht zurück. Der Boss des FC Bayern musste im Prozess gegen einen ehemaligen Mithäftling aussagen.

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Der Angeklagte soll während der gemeinsamen Zeit im Gefängnis heimlich Fotos von Hoeneß gemacht haben, um sie für 2500 Euro an einen Reporter zu verkaufen. Die Bilder wurden wohl mit einer kleinen Digitalkamera in einem Kugelschreiber geschossen, den der Häftling ins Gefängnis geschmuggelt hat. Allerdings gelangten die Aufnahmen nie an die Öffentlichkeit.

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...zu Real Madrids Bemühungen um Franck Ribery: „Nächstes Jahr kommt eher der Gerichtsvollzieher nach Madrid als Franck Ribery.“ © imago

Hoeneß nahm den beschuldigten Mithäftling bei seiner Aussage überraschenderweise in Schutz. Dies berichten die Augsburger Nachrichten. „Da wurde die Not eines Gefangenen schamlos ausgenutzt für derart schäbige Zwecke", schimpft er. „Die, die dahinter stehen, sollten bestraft werden. Meine größte Sorge war, dass solche Fotos von mir im Internet auftauchen.“

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Hoeneß: "Man kann wenigen trauen"

Diese Worte des Bayern-Chefs verwundern etwas. Denn in einem früheren Interview hatte er noch betont, wie schwierig die Zeit im Gefängnis für ihn war. „Man kann dort wenigen Menschen trauen. Im Gefängnis hat mich meine eigentlich gute Menschenkenntnis verlassen. Du hast es mit Leuten zu tun, die teilweise gute Schauspieler sind", sagte Hoeneß.

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Der heute 66-Jährige wurde 2014 wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Nach 18 Monaten wurde er wegen guter Führung aus der Haft entlassen.

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