10. Juli 2019 / 12:26 Uhr

Ex-Spieler Rafinha greift Bayern-Trainer Niko Kovac an: "Ich war fertig, total traurig"

Ex-Spieler Rafinha greift Bayern-Trainer Niko Kovac an: "Ich war fertig, total traurig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rafinha und Bayern-Trainer Niko Kovac hatten kein gutes Verhältnis.
Rafinha und Bayern-Trainer Niko Kovac hatten kein gutes Verhältnis. © dpa
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Rafinha spricht nach seinem Abschied vom FC Bayern München erstmals deutlich über sein Verhältnis zu Trainer Niko Kovac. Im Interview mit der Sport Bild erklärt der 33-Jährige extrem verärgert, dass er sich seine letzte Saison beim Rekordmeister anders vorgestellt habe.

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Nach seiner Rückkehr vom FC Bayern München in seine brasilianische Heimat zum Klub Flamengo Rio de Janeiro tritt Rafinha gegen seinen Ex-Coach Niko Kovac nach. Besonders über die fehlenden Einsatzzeiten in der vergangenen Saison beschwert sich der 33-Jährige.

"Niko Kovac und ich hatten vor der Saison ein Gespräch, in dem ich ihn gebeten habe: 'Wenn du nicht mit mir planst, lass mich gehen!' Er hat gesagt, dass ich meine Einsätze bekomme. Aber es kam anders – zumindest hatte ich ihn anders verstanden", sagte Rafinha in einem Interview mit der Sport Bild.

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Zwischen ihm und Kovac habe es nie so richtig funktioniert. Der Bayern-Trainer setzte auf andere Spieler. Rafinha kam in der vergangenen Spielzeit nur auf 16 Bundesliga-Einsätze, sieben Mal kam er dabei erst von der Bank. "Vielleicht hatte er kein Vertrauen in mich. Es gab eine Phase, in der ich mehr Spiele hatte. Danach hat der Trainer einfach nicht mehr auf mich gesetzt, und das konnte ich nicht nachvollziehen", so der Brasilianer.

Rafinha: "Mein Abschied wurde mir verwehrt"

Im letzten Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt ließ Kovac den Verteidiger sogar komplett auf der Bank sitzen. "Das war ein Tiefschlag, der negative Höhepunkt. Ich war so enttäuscht! Der Trainer wusste, dass es mein letztes Spiel ist. Kovac wusste, was mir dieser Einsatz bedeutet hätte. Ich habe zehn Finals für Bayern gespielt, ich kann mit Druck umgehen. Der Trainer hat mir mein Abschiedsspiel weggenommen", kritisiert Rafinha, der weiter ausführt: "Ich war fertig, total traurig. Mein Abschied wurde mir verwehrt, obwohl ich topfit war. Ich hätte so gerne noch mal vor unseren Fans gespielt. Er hätte mir mit geschlossenen Augen vertrauen können, aber das hat er nicht."

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Und damit noch nicht genug. Der Brasilianer legt noch weiter nach. Es habe in diesem Jahr viel Stress gegeben, viele Spieler seien unglücklich gewesen. "Irgendetwas zwischen Trainer und Mannschaft fehlte, vielleicht, weil er nur wenigen Spielern vertraut hat, zu selten den Kontakt zu den anderen gesucht hat", meinte Rafinha.

In seiner langen Karriere beim FC Bayern habe er so etwas nie erlebt. "Es war vorher so: Die Spieler, die nicht auf dem Platz standen, haben trotzdem eine Rolle gespielt. Am Anfang gab es bei Niko die Rotation, vielleicht auch zu viele Wechsel. Danach wurde das fast völlig eingestellt, Spieler mit großer Qualität saßen permanent draußen, das hat für große Unzufriedenheit gesorgt", sagte der 33-Jährige, der mit den Münchnern sieben Mal die Deutsche Meisterschaft gewann.

Rafinha vor seinem Debüt mit Flamengo

Rafinha hatte nach acht Jahren keinen neuen Kontrakt mehr in München erhalten. Der deutsche Rekordmeister verabschiedete ihn zusammen mit Arjen Robben (35) und Franck Ribéry (36). In der Bundesliga spielte er auch für den FC Schalke 04 (2005 bis 2010). Mit seinem neuen Verein Flamengo absolviert der 33-Jährige am Mittwochabend (Ortszeit) sein erstes Spiel im brasilianischen Pokal gegen Club Athletico Paranaens.

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