09. Februar 2020 / 19:52 Uhr

Werner und Goretzka vergeben Großchancen: Bayern verteidigt Ligaspitze mit Remis gegen Leipzig

Werner und Goretzka vergeben Großchancen: Bayern verteidigt Ligaspitze mit Remis gegen Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vergaben Großchancen: Leipzigs Timo Werner (l.) scheiterte mit diesem Schuss, Leon Goretzka (kl. Foto) vergab gegen RB-Torwart Peter Gulacsi.
Vergaben Großchancen: Leipzigs Timo Werner (l.) scheiterte mit diesem Schuss, Leon Goretzka (kl. Foto) vergab gegen RB-Torwart Peter Gulacsi. © imago images/Picture Point LE
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Der FC Bayern hat einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft verpasst. In der Allianz Arena kam der Rekordchampion gegen Verfolger RB Leipzig nicht über ein 0:0 hinaus. Die besten Chancen beider Teams vergaben die Nationalspieler Timo Werner und Leon Goretzka im zweiten Durchgang.

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Tabellenführer FC Bayern München hat im Spitzenspiel gegen Verfolger RB Leipzig einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung des 30. Bundesliga-Meistertitels verpasst. In der Allianz Arena kamen die Münchner nicht über ein 0:0 hinaus. War der FCB in der ersten Hälfte dominant, hatte der Gast aus Sachsen im zweiten Durchgang eigentlich die besseren Chancen. Marcel Sabitzer (46.) und Timo Werner (63.) verpassten dicke Möglichkeiten zur Führung. Auf der anderen Seite hielt Leipzigs Keeper Peter Gulacsi überragend gegen Leon Goretzka (80.). Ein Sieg hätte RB die Tabellenführung zurückgebracht. Auch wenn das nicht geklappt hat, war es dennoch der erste Punktgewinn der Leipziger in München.

"Wie wir am Anfang gespielt haben war es eine Frage der Zeit, bis wir das Gegentor fangen", sagte Werner bei Sky mit Blick auf die schwache Anfangsphase der Gäste. "In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und hätten das Spiel gewinnen können." Die Großchancen durch Sabitzer und Werner selbst "sollten schon rein, so viele kriegt man nicht in München. Meinen Schuss muss ich reinmachen, ich hätte sogar noch die Möglichkeit gehabt, den Ball abzustoppen."

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Zunächst drückten die auf zwei Positionen veränderten Bayern (Thiago und Goretzka für Coutinho und Tolisso) die Leipziger tief in die eigene Hälfte, die Gäste fanden keinen Zugriff auf das Spiel. Der FCB legte dagegen sein eindrucksvolles Selbstvertrauen an den Tag, von den 14 Spielen unter Hansi Flick hatte man schließlich zwölf gewonnen. Entsprechend dominant verlief die Anfangsphase: Thiago (5.) zwang Gulacsi zu einer frühen Glanztat, Goretzka (11.) wurde geblockt. Insgesamt hatten die Münchner im ersten Durchgang 71 Prozent Ballbesitz. Vor dem Spiel hatte Hansi Flick trotz der zuletzt schwachen Ergebnisse noch von RB gewarnt. "Sie werden versuchen, die Räume zu nutzen, wie es ihre Art ist", sagte der 54-Jährige, der selbst bei einem möglichen Sieg noch nicht von einer Vorentscheidung im Titelrennen sprechen wollte: "Es sind noch 13 Spiele."

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Leipzig kann sich etwas aus Umklammerung befreien

Mit zunehmender Spieldauer konnten sich die RB-Profis ein wenig aus der Umklammerung befreien, kamen mit Kontern immer wieder vor das Bayern-Tor, ohne wirklich gefährlich zu werden. Sabitzer (14.) schoss deutlich drüber. Der Österreicher, in Abwesenheit von Orban als Leipzig-Kapitän gefordert, rotierte in seiner Rolle immer wieder mit Werner und Olmo und stellte die FCB-Hintermannschaft so vor Aufgaben. Die Chance zur Leipziger Führung hatte nach einer Flanke von Klostermann Nkunku (30.). Ehe der Franzose jedoch an den Ball kommen konnte, war Boateng mit einer Rettungsaktion zur Stelle. Werner hatte sechs Minuten vorher deutlich daneben geschossen.

Nach Wiederanpfiff kamen die Gäste unter den Augen von Tottenham-Trainer José Mourinho deutlich angriffslustiger aus der Kabine - und wurden gleich mit einer Riesen-Chance belohnt: ein von Boateng geblockter Adams-Schuss landete bei Sabitzer (46.), der freistehend aber die Nerven verlor und deutlich über das Tor schoss. Es hätte das 1:0 sein müssen. Nur drei Minuten später hatte Werner (49.) die RB-Führung auf dem Fuß und Neuer sogar weit aus dem Tor gelockt. Sein Schuss allerdings wurde von Alaba geblockt. Noch besser die Möglichkeit von Werner in der 63. Minute: Der Nationalspieler schoss vollkommen freistehend weit am Tor vorbei, nachdem ihn Nkunku per Konter mustergültig bedient hatte. Die Münchner hätten in der 55. Minute gern einen Elfmeter gehabt (Upamecano gegen Lewandowski), der Strafstoß wurde allerdings nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter wegen einer Abseitsposition nicht gegeben.

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Die Leipziger blieben auch in der Schlussphase ebenbürtig und hatten trotz deutlich weniger Ballbesitz im zweiten Durchgang mehr vom Spiel. Allerdings hatten sie auch Glück, dass Goretzka völlig freistehend am überragend parierenden Gulacsi scheiterte. Das hätte der Sieg für den FCB sein können, der bis auf vier Punkte weggezogen wäre. In den Schlussminuten war der FCB dem 1:0 wieder näher (Pavard segelte an einer Kimmich-Hereingabe vorbei), verpasste am Ende aber die avisierte Machtdemonstration gegen den ärgsten Verfolger.