03. November 2020 / 22:53 Uhr

Elfmeter, Eigentor, späte Treffer: FC Bayern nach Sieg bei RB Salzburg in der Champions League auf Achtelfinal-Kurs

Elfmeter, Eigentor, späte Treffer: FC Bayern nach Sieg bei RB Salzburg in der Champions League auf Achtelfinal-Kurs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jerome Boateng und Joshua Kimmich liegen mit dem FC Bayern in der Champions League auf Achtelfinal-Kurs.
Jerome Boateng und Joshua Kimmich liegen mit dem FC Bayern in der Champions League auf Achtelfinal-Kurs. © imago images/Sven Simon
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Der FC Bayern liegt nach einer turbulenten Partie bei RB Salzburg in der Champions League aus Achtelfinal-Kurs. Für Trainer Hansi Flick war es ein gelungenes Jubiläum. Doch die Personalie David Alaba sorgt weiter für Wirbel.

Trotz streckenweise erheblicher Probleme und eines frühen Rückstandes hat der FC Bayern in der Champions League den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Am Tag des einjährigen Dienst-Jubiläums von Cheftrainer Hansi Flick kam der Titelverteidiger zu einem 6:2 (2:1) bei RB Salzburg und liegt damit klar auf Achtelfinal-Kurs. Zumal Verfolger Atlético Madrid zuvor nicht über ein 1:1 bei Lok Moskau hinausgekommen war und als Zweitplatzierter der Gruppe A nun schon fünf Punkte Rückstand auf die Münchner aufweist.

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Der deutsche U21-Nationalspieler Mergim Berisha hatte Salzburg, das weiterhin nur einen Punkt auf der Habenseite hat, schon nach vier Minuten in Führung geschossen. Doch Robert Lewandowski (21., Foulelfmeter) und ein Eigentor von Rasmus Kristensen (44.) brachten den Bundesliga-Spitzenreiter noch vor der Pause in Front. Im zweiten Spielabschnitt glich Österreichs Meister durch Joker Masaya Okugawa zunächst aus (66.), ehe Jerome Boateng (79.), Leroy Sané (83.), erneut Lewandowski (88.) und Lucas Hernandez (90.+2) doch noch für den am Ende deutlichen Sieg sorgten.

FC Bayern in Noten gegen Salzburg: Die Einzelkritik im Überblick

Erlöste den FC Bayern und war mit der beste Mann auf dem Platz: Jérôme Boateng (r.). Die Einzelkritik zum Kantersieg gegen den FC Salzburg. Zur Galerie
Erlöste den FC Bayern und war mit der beste Mann auf dem Platz: Jérôme Boateng (r.). Die Einzelkritik zum Kantersieg gegen den FC Salzburg. ©

Flick hatte die erwartete Startelf ins Rennen geschickt, also Sané zunächst auf der Bank belassen und David Alaba im Abwehrzentrum aufgeboten. Der Österreicher hatte in den Tagen vor der Partie in seinem Heimatland die Schlagzeilen bestimmt, da die Bayern das letzte Angebot zur Verlängerung seines am Saisonende auslaufenden Vertrages zurückzogen und in der Folge reichlich Wirbel um die Personalie entstand. Auch unmittelbar vor der Begegnung am Dienstagabend waren die gescheiterten Gespräche Thema. Bayerns Sportvorstand ließ dabei kaum einen Zweifel daran, dass der Abwehrchef den Verein im Sommer verlassen werde.

"Ich weiß nicht, wie wir wieder zurück- und zueinanderfinden sollen. Wir haben ihm ein Angebot vorgelegt, das er abgelehnt hat. Jetzt müssen wir uns damit beschäftigen, dass David uns verlassen wird", sagte der Manager bei Sky. Flick betonte indes, dass die Unruhe seine Mannschaft nicht berühre. "Ich denke nicht, dass uns das heute groß betrifft", meinte der Trainer: "Wir werden unsere Leistung abliefern und dann sehen wir weiter."

So ganz wach waren die Münchner zunächst aber nicht. Salzburg hingegen agierte mutig und wurde schnell belohnt. Alaba fälschte einen Schuss vor die Füße von Berisha ab und der 22-Jährige ließ Manuel Neuer aus kurzer Distanz keine Chance. Die Platzherren blieben dran, doch auch Bayern erholte sich schnell vom Rückstand. Andre Ramalho kratzte einen Schuss von Serge Gnabry von der Linie (11.). Nach einem Zusammenstoß von Hernandez mit RB-Shootingstar Dominik Szoboszlai im Strafraum zeigte Schiedsrichter Danny Makkelie aus den Niederlanden kurz darauf auf den Elfmeterpunkt, revidierte seine Entscheidung aber nach Einsatz des Videobeweises (13.).

Es folgten weitere Chancen auf beiden Seite, ehe die Münchner dann doch zu einem Strafstoß kamen. Enock Mwepu foulte Thomas Müller und Lewandowski versenkte die Kugel gewohnt kompromisslos. Salzburg zeigte sich jedoch unbeeindruckt, nahm weiter aktiv am Geschehen teil und hielt den deutschen Rekordmeister auf Trab. Bayern wehrte sich und kam kurz vor der Pause zur Führung. Müller trat den Ball vom rechten Flügel hart vor das RB-Tor und Kristensen lenkte die scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Netz.


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Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Bayern ihrer knappen Führung zunächst nicht sicher sein. Zwar schienen die Münchner nach gut einer Stunde endgültig die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, dann wurden sie jedoch kalt erwischt. Der erst wenige Sekunden zuvor für den ehemaligen Bremer Bundesliga-Profi Zlatko Junuzovic eingewechselte Okugawa wurde von Ramalho stark in Szene gesetzt und bewies Abschlussstärke. In der Folge hätte Salzburg den Bayern bei konsequenter Chancenverwertung sogar noch mehr Schmerzen bereiten können – doch Boatengs Kopfball, ein Geniestreich Sanés, Lewandowskis Kaltschnäuzigkeit und Hernandez sorgten für den Sieg des Favoriten.