04. Februar 2019 / 10:41 Uhr

Dietmar Hamann rät FC Bayern zu Transfer von Torjäger Robert Lewandowski: "Wird zum Problem"

Dietmar Hamann rät FC Bayern zu Transfer von Torjäger Robert Lewandowski: "Wird zum Problem"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach Ansicht von Dietmar Hamann ist die Zeit von Robert Lewandowski beim FC Bayern abgelaufen
Nach Ansicht von Dietmar Hamann ist die Zeit von Robert Lewandowski beim FC Bayern abgelaufen © imago/Kirchner-Media
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Harte Kritik an Robert Lewandowski! Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann zerlegt den Bayern-Stürmer und sieht für den 30-Jährigen keine Zukunft mehr in München. Er rät dem Klub, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.

Dietmar Hamann hat nach dem 1:3 des FC Bayern am Samstag bei Bayer Leverkusen ein vernichtendes Urteil über Stürmer Robert Lewandowski gefällt und den Münchner sogar zu einem Verkauf des Torjägers geraten. Der deutsche Rekordmeister müsse sich "ernsthaft überlegen, einen ersten und keinen zweiten Stürmer zu holen. Das würde natürlich heißen, dass du ihn abgibst. Das Problem wird sein, was die interessierten Vereine bezahlen würden", sagte der Ex-Nationalspieler in der TV-Sendung Sky90 und ließ kaum ein gutes Haar an dem Angreifer.

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"Ich glaube, dass Lewandowski zum Problem für Bayern München wird. Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz. Ich glaube, es ist offensichtlich, dass er ein Einzelgänger ist", meinte Hamann: "Als Stürmer bei Bayern München musst du auch einen Wert für die Mannschaft haben, wenn du keine Tore erzielst. Das ist für mich im Moment nicht gegeben. Ich glaube, dass er auch in der Mannschaft nicht allzu viele Freunde hat oder zum Teil umstritten ist."

Lewandowski in dieser Saison eigentlich mit guter Tor-Quote

Lewandowski war gegen Leverkusen zwar ohne Tor geblieben, hatte in der Partie allerdings auch Pech mit einer hauchdünnen Abseitsentscheidung. Kurz vor der Pause hatte der dreimalige Bundesliga-Torschützenkönig zum vermeintlichen 2:0 eingenetzt, war von Schiedsrichter Tobias Stieler jedoch nach Einsatz des Videobeweises zurückgepfiffen worden. Überhaupt kommt Hamanns Kritik ein wenig überraschend. Lewandowskis Quote in der laufenden Saison ist alles andere als verheerend. In der Bundesliga gelangen im zwölf Treffer in 19 Einsätzen, in der Champions League traf er in sechs Spielen achtmal ins Schwarze.

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Für Hamann zählt jedoch mehr als die blanke Statistik. Allerdings betont der Sky-Experte auch, dass es für den FC Bayern schwierig werden könnte, eine Alternative zu Lewandowski zu finden. "Das andere Problem ist natürlich, dass wir im Weltfußball einen Mangel an Top-Stürmern haben. Die fünf, sechs, sieben Top-Stürmer, die will natürlich jeder haben", sagte der 45-Jährige: "Dann ist die Frage, ob die Bayern das bezahlen können? Und wenn sie es bezahlen können, ob sie es bezahlen wollen? Das ist für mich die elementare Position, die sie für mich auf die nächsten ein bis zwei Jahre gesehen neu besetzen müssen. Ich würde mir ernsthaft Gedanken machen, dass im Sommer schon zu machen."

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Hoeneß: Lewandowski-Verkauf hätte 150 Millionen eingebracht

Lewandowski steht in München noch bis 2021 unter Vertrag, hatte im vergangenen Sommer allerdings selbst mit Nachdruck auf einen Wechsel gedrängt. Erst nach reichlich Hin und Her verständigte man sich schließlich auf eine weitere Zusammenarbeit. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte betont, dass ein Verkauf des polnischen Nationalspielers "150 Millionen Euro" eingebracht hätte.

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