25. November 2019 / 18:53 Uhr

FC Bayern stellt sich auf Champions-League-Hexenkessel in Belgrad ein - Flick: "Etwas ganz Besonderes"

FC Bayern stellt sich auf Champions-League-Hexenkessel in Belgrad ein - Flick: "Etwas ganz Besonderes"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Coach Hansi Flick warnt vor der stimmungsvollen Atmosphäre im Stadion von Roter Stern Belgrad.
Bayern-Coach Hansi Flick warnt vor der stimmungsvollen Atmosphäre im Stadion von Roter Stern Belgrad. © imago/PA Images
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Die Qualifikation fürs Achtelfinale hat der FC Bayern München in der Champions League bereits in der Tasche. Trotzdem will der Rekordmeister sich im Spiel bei Roter Stern Belgrad nicht hängen lassen - ein Rekord ist das Ziel. Doch die Bayern rechnen mit einem Hexelkessel in der serbischen Hauptstadt.

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Der FC Bayern München stellt sich im Champions-League-Duell bei Roter Stern Belgrad am Dienstag (21 Uhr, Sky) auf eine stimmungsvolle Kulisse ein. "Uns erwartet ein hochemotionales Stadion", betonte Mittelfeldspieler Leon Goretzka bei der Pressekonferenz vor der Partie im Stadion Rajko Mitić. Die Belgrader Anhänger gelten als besonders lautstark und heißblütig - was sich bis nach München herumgesprochen hat. "Die Fans sind dafür bekannt, das eine oder andere Mal übers Ziel hinaus zu schießen", ergänzte Goretzka: "Unsere Aufgabe wird sein, mit unserem Spiel die Stimmung ein bisschen abzukühlen."

Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic über Trainer Hansi Flick

Auch Bayerns Interimstrainer Hansi Flick, unter dessen Regie die Mannschaft seit der Ablösung von Ex-Coach Niko Kovac drei Siege aus drei Begegnungen einfuhr und dabei ohne Gegentreffer blieb, nimmt den Faktor Zuschauer in Serbiens Hauptstadt ernst. "Wir haben der Mannschaft schon einmal gezeigt was sie erwartet", erklärte Flick, seine Akteure gezielt auf die spezielle Stimmung vorbereitet zu haben. Wie genau, das verriet der frühere Assistent von Bundestrainer Joachim Löw zwar nicht. Doch er machte klar: "Die Atmosphäre im Stadion ist etwas ganz Besonderes. Wir wissen, dass Belgrad daheim mit dem Publikum ein schwieriger Gegner wird." Die Bayern sind noch auf Rekordjagd: Als erstes deutsches Team wollen sie alle sechs Vorrunden-Partien in der "Königsklasse" gewinnen.

Leon Goretzka lobt Bayern-Interimstrainer Hansi Flick

Goretzka fand derweil lobende Worte für Flick, unter dessen Leitung sich das Team des deutschen Rekordmeisters stabilisiert hat und sowohl mit den Erfolgen über Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund als auch bei Fortuna Düsseldorf (beide 4:0) einen deutlichen Aufwärtstrend nachgewiesen hat. "Obwohl wir nicht viel Zeit hatten, nachdem er das Amt übernommen hat, hat er uns klipp und klar taktische Elemente erklärt. Hansi hat eine positive Art, viel Empathie, kommuniziert viel mit den Akteuren und holt alle mit ins Boot", sagte Goretzka über den Übergangstrainer, der nach Angaben der Vereinsführung mindestens bis zur Winterpause auf der Bayern-Bank das Sagen haben soll.

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Flick selbst blieb bescheiden und stellte das Verdienst der Spieler in den Mittelpunkt. "Der Verein muss erfolgreich sein. Dafür brauchst du Spieler, die ihre Qualität zu hundert Prozent für die Mannschaft einbringen können. Ich nehme mich da nicht so wichtig", sagte Flick: "Dass die Jungs besser werden wollen, ist Teil der Bayern-DNA."

Flick verteilt Sonderlob an Alphonso Davies und macht Thiago Mut

Ein Sonderlob erhielt der junge Kanadier Alphonso Davies, der sich in den vergangenen Wochen auf der Linksverteidiger-Position überraschend in den Vordergrund gespielt hat. "Davies hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich war gerade gegen Dortmund überrascht, wie er in der Defensive gegen Achraf Hakimi und Jadon Sancho performt hat. Wenn er in der Offensive noch die eine oder andere Steigerung hat, werden wir viel Freude an ihm haben."

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Der Einsatz von Mittelfeldspieler Thiago ist trotz einer Blessur am Handgelenk offenbar nicht gefährdet. "Er ist einsatzfähig. Thiago kann man immer bringen, er hat Top-Qualität", versuchte Flick auch der Annahme entgegen zu wirken, der Spanier hätte unter seiner Regie - anders als unter Vorgänger Kovac - keine großen Aussichten auf regelmäßige Einsatzminuten.