18. September 2019 / 22:51 Uhr

Mit Coutinho in der Startelf: FC Bayern besiegt Belgrad dank Coman, Lewandowski und Müller

Mit Coutinho in der Startelf: FC Bayern besiegt Belgrad dank Coman, Lewandowski und Müller

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kingsley Coman wuchtete den FC Bayern per Kopf zur Führung gegen Roter Stern Belgrad
Kingsley Coman wuchtete den FC Bayern per Kopf zur Führung gegen Roter Stern Belgrad © 2019 Getty Images
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Angeführt von Philippe Coutinho hat der FC Bayern zum Auftakt der Champions League ein Chancen-Festival hingelegt. Kingsley Coman, Robert Lewandowski und Thomas Müller trafen gegen Roter Stern Belgrad.

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Es ist Champions League, ja. Und diese Spiele gegen Außenseiter wie Roter Stern Belgrad gehören für die Großen eben dazu. Doch wenn man ziemlich genau ein halbes Jahr keinen Auftritt in der Elite-Liga Europas vorzuweisen hat wie der FC Bayern München, dann will man zum Auftakt der diesjährigen Gruppenphase der Champions League eigentlich einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Dies ist den Bayern ganz ordentlich gelungen. Gegen Serbiens Traditionsklub gelang in der heimischen Allianz Arena ein 3:0-Erfolg, dank der Torschützen Kingsley Coman (34.), Robert Lewandowski (80) und Thomas Müller (90.+1). Nicht glanzvoll, aber okay. Hauptsache gewonnen.

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Immerhin wurde die Pflichtaufgabe mit brasilianischem Pfiff gelöst. Dank des neuen Magiers Philippe Coutinho, der mit Esprit und Spielwitz überzeugte.

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Der FC Bayern München ist mit einem Sieg gegen Roter Stern Belgrad in die neue Champions-League-Saison gestartet. Der SPORTBUZZER hat alle Bayern-Spieler mit Noten bewertet. ©

Der serbische Meister hielt lange Zeit überraschend gut mit, verschanzte sich zwar vor dem eigenen Tor, startete jedoch auch einige Tempogegenstöße. Insgesamt war dies aber zu wenig. Da konnte es sich Bayern-Trainer Niko Kovac erlauben, Thomas Müller und Serge Gnabry bis zu deren späten Einwechslungen draußen zu lassen. Die Dienste von Innenverteidiger Jérôme Boateng waren gar nicht erst gefragt.

Am Ende war Kovac zufrieden mit Coutinho und dem Ergebnis: „Ich finde, Philippe hat es richtig gut gemacht. Er gibt unserem Spiel eine neue Dimension. Insgesamt haben wir wenig zugelassen und hätten höher gewinnen müssen.“

Das zweite Jahr des Trainers in der Königsklasse wird nach dem Achtelfinal-Aus in der vergangenen Saison gegen den späteren Königsklassen-Champion FC Liverpool (0:0/1:3) mit Kalles und Argus-Augen betrachtet werden.

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Karl-Heinz Rummenigge, der Münchner Vorstandsboss, hatte das Erreichen des Halbfinals indirekt eingefordert. Kapitän Manuel Neuer sprach dieses angesichts der gewaltigen Konkurrenz in Europa ziemlich hochgesteckte Ziel am Dienstag ebenfalls offen aus: „Wir haben in der letzten Saison erfahren müssen, wie bitter es sein kann, auszuscheiden – das war deutlich zu früh für uns. Wir wollen mindestens ins Halbfinale.“

Na dann – auf geht´s! Mit Coutinho in der Startelf, der Saison-Leihgabe des FC Barcelona, der in solchen Partien auf internationaler Ebene den Unterschied ausmachen soll. Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist der Brasilianer „der wohl beste Zehner der Welt“.

Auf seiner Lieblingsposition aufgeboten schoss Coutinho bereits nach 90 Sekunden erstmals aufs Tor, in Minute 21 strich ein echter Hochgeschwindigkeits-Hammer nur hauchdünn über die Latte. Ein großes Raunen ging durchs weite Rund. Der kleine Techniker kann es also offenbar auch brachial. Die Bayern wollen den 27-Jährigen besser integrieren als ihnen das mit Reals Leihgabe James Rodríguez gelungen ist. „Südländer sind sehr sensible Geschöpfe, brauchen Zuneigung“, erklärte Kovac vor dem Anpfiff, „wir werden alles tun, um für ihn Heimat zu sein.“ Coutinhos Spielfreude und die gierigen Torabschlüsse bei seinem Europapokal-Debüt gestern Abend waren die erste Antwort. Ein helles Sternchen gegen Roter Stern. Man konnte sehen: Er will es wissen und den Herrschaften beim FC Barcelona zeigen.

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Das ist seine Motivation in einer Mannschaft, deren Anführer nicht jünger werden. Manuel Neuer, der Kapitän ist 33 Jahre alt, seine Stellvertreter Robert Lewandowski 31 und Thomas Müller, gerade 30 geworden. Für sie gilt noch mehr, was auch für Kovac gilt: Jetzt oder nie!

So viele Versuche werden Neuer und Müller, bereits 2013 Champions-League-Champion, und Lewandowski, damals mit dem BVB unterlegener Finalist, nicht mehr bekommen, den Henkelpott in Händen zu halten.

Auf die Pflicht gegen Belgrad folgt die Kür: In zwei Wochen erwartet die Bayern mit dem Auswärtsspiel in London bei Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur (1. Oktober) die weitaus größere Herausforderung. Bis dahin kann man sich zu Hause gegen den 1. FC Köln (Samstag) und eine Woche später in Paderborn in Laune schießen. Vielleicht gelingt Coutinho dann ja sein Premierentreffer im Münchner Dress.