30. März 2020 / 22:13 Uhr

Rummenigge: "Sollten unbedingt Saison zu Ende spielen" - Bayern-Boss offen für Spielzeit-Ende im September

Rummenigge: "Sollten unbedingt Saison zu Ende spielen" - Bayern-Boss offen für Spielzeit-Ende im September

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge hat sich für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison ausgesprochen. 
Karl-Heinz Rummenigge hat sich für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison ausgesprochen.  © dpa
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Angesichts der Corona-Krise pausiert die Bundesliga. Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist jedoch klar: Der Spielbetrieb muss unbedingt wieder aufgenommen werden. Für ihn wäre es sogar eine Option, wenn die Saison erst im September enden würde. 

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Eine komplette Absage der Saison und eine Bundesliga mit nur noch 14 oder 16 Klubs schließt Karl-Heinz Rummenigge trotz der gegenwärtigen Existenzkrise durch die Coronavirus-Pandemie aus. Für den Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München wäre es sogar eine Option, wenn die Saison erst im September endet und die neue Spielzeit dann erst im nächsten Winter beginnt. "Wenn das unter den Aspekten von Gesundheit und politischer Einschätzung nicht anders möglich wäre, müsste man sich mit diesem Szenario gegebenenfalls auseinandersetzen", sagte Rummenigge in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Rummenigge: Auch auf den FC Bayern kommen "wirtschaftliche Schwierigkeiten zu"

"Wir sollten unbedingt diese Saison zu Ende spielen, aus Gründen der sportlichen Fairness, aber natürlich auch, um den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten", sagte der Bayern-Vorstandschef vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga am Dienstag (10.30 Uhr) in Frankfurt und ergänzte: "Die nächste Saison, unabhängig davon, wann sie beginnt, muss auch wieder mit 18 Mannschaften stattfinden."

Die akute Krise werde auch am Branchenführer aus München nicht spurlos vorbeigehen, räumte der Vorstandschef der Bayern ein. "Auch auf den FC Bayern kämen wirtschaftliche Schwierigkeiten zu, wenn wir zu lange nicht Fußball spielen“, sagte Rummenigge.

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Möglicherweise stünden die Bayern "aufgrund unserer sehr guten Eigenkapitalsituation vielleicht um einiges besser da" als andere Bundesligaklubs. "Aber auch wir warten derzeit auf dem Transfermarkt ab, um auch mal das Pulver trocken zu halten und zu schauen, wie sich die Lage entwickelt", sagte Rummenigge. "Wir wissen heute alle nicht, wie lange uns der Corona-Spuk noch begleiten wird."

Rummenigge will Bayern-Profis "nicht im Preis drücken"

In der Vertragsdebatte um Manuel Neuer & Co. will der Bundesliga-Spitzenreiter die Auswirkungen der Corona-Krise nicht instrumentalisieren. "Für Manuel gilt dasselbe wie für alle genannten Spieler, deren Verträge im Sommer 2021 auslaufen: Wir haben bereits vor der Corona-Krise Angebote unterbreitet und wir wollen die Corona-Krise jetzt auch nicht ausnutzen, um diese verdienten Spieler im Preis zu drücken", sagte Rummenigge der Tageszeitung und dem Münchner Merkur. "Und ich denke, dass all diese Spieler auch wissen, dass sie im FC Bayern einen sehr soliden und sehr zuverlässigen Arbeitgeber haben, der sehr fair mit ihnen umgeht."