31. März 2020 / 09:41 Uhr

Bayern-Boss Rummenigge über einen "Discount" für Sky, Transfers und Klopps Dilemma in Liverpool

Bayern-Boss Rummenigge über einen "Discount" für Sky, Transfers und Klopps Dilemma in Liverpool

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich eine Prämien-Zahlung von Sky trotz Liga-Stillstands und spricht über das Dilemma von Jürgen Klopp beim FC Liverpool.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich eine Prämien-Zahlung von "Sky" trotz Liga-Stillstands und spricht über das "Dilemma" von Jürgen Klopp beim FC Liverpool. © imago images/foto2press/dpa/sky/Montage
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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge regt aufgrund der Corona-Krise einen besonderen Deal mit Bundesliga-Partner "Sky" an. Zudem spricht er über die Entwicklungen auf dem Transfermarkt und das Dilemma von Jürgen Klopp und des FC Liverpool.

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Karl-Heinz Rummenigge schwebt mit Blick auf die durch die Bundesliga-Spielpause bedingte angespannte Finanz-Lage bei den Klubs ein enger Schulterschluss mit TV-Partner Sky vor. "Zwischen den Verantwortlichen von Sky und der Liga herrscht ein sehr gutes Verhältnis – und gute Partner unterstützen sich in der Krise gegenseitig. Auf dieser Vertrauensbasis könnte eine alternative Lösung basieren, dass Sky die April-Zahlung leistet, auch ohne konkret zu wissen, wann wieder gespielt werden darf. Im Gegenzug könnte sich die DFL bereit erklären, einen Discount bei den Zahlungen in der nächsten Saison zu geben", sagte der Boss des FC Bayern in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Am Dienstag stimmen die 36 deutschen Profiklubs angesichts der Coronavirus-Pandemie über ihr weiteres Vorgehen und die weitere Aussetzung des Spielbetriebs ab. Es wird angenommen, dass die Vereine der DFL-Empfehlung folgen und den Pause zunächst bis zum 30. April ausdehnen. Nach Ansicht von Rummenigge sollte die Saison jedoch in jedem Fall zu Ende gespielt werden. Dabei wäre es seiner Ansicht nach sogar eine Option, dass die Spielzeit erst im September endet und die neue Saison dann erst im nächsten Winter beginnt.

Saison-Abbruch für Rummenigge kein vertretbares Modell

"Wenn das unter den Aspekten von Gesundheit und politischer Einschätzung nicht anders möglich wäre, müsste man sich mit diesem Szenario gegebenenfalls auseinandersetzen", meinte der Ex-Nationalspieler. Ein Abbruch der Saison wäre für Rummenigge nach jetzigem Stand kein vertretbares Modell - weder in der Bundesliga, noch in den Europapokal-Wettbewerben oder anderen internationalen Ligen.

"Stellen wir uns doch mal vor, Jürgen Klopp, der eine Wahnsinnssaison mit dem FC Liverpool in der Premier League spielt, könnte keinen Titel in England gewinnen. Ich finde, das muss auf jeden Fall verhindert werden", sagte Rummenigge mit Blick auf England, wo die "Reds" die Tabelle vor der Unterbrechung mit 25 Punkten vor dem Zweitplatzierten Manchester City anführen: "Deshalb kann ich allen Verbänden nur dringend empfehlen, dass diese Saison zu Ende gespielt wird – egal wann."

Das erwartet Rummenigge auf dem Transfermarkt

Nachdem der Vorstandsvorsitzende der Münchner zuletzt bereits erklärt hatte, dass sein Klub sämtliche Transferbemühungen aufgrund der derzeitigen Lage ruhen lässt, äußerte er sich zudem konkret zu den möglichen Entwicklungen auf dem Spielermarkt. "Eines wird mit großer Wahrscheinlichkeit passieren: Der Transfermarkt wird im Sommer Bremsspuren aufzeigen. Es wird aufgrund der wirtschaftlichen Not einiger Klubs ein relativ großes Angebot von Spielern auf den Markt kommen – zugleich wird die Nachfrage überschaubar sein."

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Die für Rummenigge logische Folge: "Das wird die Preise auf dem Transfermarkt zum ersten Mal seit dem Bosman-Urteil vor 25 Jahren drücken. Das könnte dazu führen, dass wieder etwas mehr Rationalität ins Geschäft kommt." Er glaube nicht, "dass im Sommer viele große Transfers getätigt werden." Dabei garantierte der 64-Jährige, dass die Bayern davon absehen werden, die Not anderer Vereine bei Spielerkäufen auszunutzen: "Wir werden auch mit dieser Situation sensibel umgehen und nicht die Not anderer Klubs zu unserem Vorteil ausnutzen."