20. September 2020 / 12:25 Uhr

Rummenigge nach Kritik an mangelndem Abstand der Bayern-Bosse: "Bild war nicht vorbildlich"

Rummenigge nach Kritik an mangelndem Abstand der Bayern-Bosse: "Bild war nicht vorbildlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge hat sich zur engen Sitzordnung der Bayern-Verantwortlichen beim Schalke-Spiel geäußert.
Karl-Heinz Rummenigge hat sich zur engen Sitzordnung der Bayern-Verantwortlichen beim Schalke-Spiel geäußert. © Getty Images/imago images/MIS (Montage)
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Beim Bundesliga-Auftakt gegen Schalke 04 hatten die Verantwortlichen des FC Bayern Kritik hervorgerufen, weil sie auf der Tribüne ohne Corona-Schutz eng beisammen saßen. Nun hat der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge den Fehler eingeräumt und Besserung gelobt.

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Es hatte bei vielen Zuschauern vor den Fernsehern Irritationen ausgelöst: Beim 8:0-Sieg des FC Bayern im Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison gegen Schalke saßen die Verantwortlichen der Münchener eng zusammen auf der Tribüne, ohne dabei Abstand zu halten oder Mund-Nasenschutz zu tragen.

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Nun hat auch Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge eingestanden, dass die Aktion vor dem Infektionsschutz nicht günstig war: "Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war", sagte Rummenigge am Sonntag bei Sky90.

Zwar sei es durch die Corona-Regeln der Landesregierung in Bayern erlaubt, dass die zehn Personen auf der Tribüne ohne Sicherheitsabstand beieinander saßen. Der Vorbildrolle wurde man damit aber nicht gerecht.

Rummenigge gelobte daher für die kommenden Spiele Besserung: "Wir wissen, dass wir das ändern müssen und werden bei den nächsten Spielen den notwendigen Abstand halten."

Neben dem unglücklichen Verhalten der Bayern-Bosse auf der Tribüne ging Rummenigge auch auf eine andere Aspekte bezüglich des Corona-Schutzes ein: Die Partie gegen Schalke sollte eigentlich vor Zuschauern stattfinden. Wegen hoher Corona-Inzidenz in München wurde am Donnerstag vor dem Spiel aber durch die bayerische Landesregierung entschieden, dass die Partie doch hinter verschlossenen Türen stattfinden musste.

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Rummenigge: "Wollen wieder mit Fans im Stadion spielen"

Rummenigge bedauerte dies nun und wies darauf hin, dass er durchaus Kontroversen hinter dieser Entscheidung sah. Während die Landesregierung nur die Corona-Fälle im Stadtgebiet München zu Rate ziehe, sei im Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga vorgesehen, dass auch der Kreis München berücksichtigt werde.

Im Fall des Schalke-Spiels hätte man dann vielleicht doch vor Zuschauern spielen können. "Wir haben ein Interesse, dass den gesundheitlichen Anforderungen Rechnung getragen wird. Aber wir wollen auch wieder mit Fans im Stadion spielen", stellte Rummenigge vor dem Hintergrund klar.