23. Juni 2020 / 08:36 Uhr

Bayern-Boss Rummenigge reagiert auf neuen TV-Deal mit Sky und DAZN: "Erstklassiges Ergebnis" 

Bayern-Boss Rummenigge reagiert auf neuen TV-Deal mit Sky und DAZN: "Erstklassiges Ergebnis" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge lobt den neuen, von DFL-Boss Christian Seifert (rechts) ausgehandelten TV-Vertrag.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge lobt den neuen, von DFL-Boss Christian Seifert (rechts) ausgehandelten TV-Vertrag. © imago images/Eibner/MIS (Montage)
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Lob vom Branchenprimus an die Deutsche Fußball Liga um Geschäftsführer Christian Seifert: Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, sieht den neuen TV-Vertrag als Erfolg. Überdies fordert er ein Umdenken im deutschen Profi-Fußball.

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Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern hat den durch die Deutsche Fußball Liga gerade ausgehandelten TV-Vertrag gelobt. „Ich bin der Meinung, dass es der DFL gelungen ist, in diesen schwierigen Zeiten ein erstklassiges Ergebnis zu erzielen. Dazu darf man ihr nur gratulieren“, sagte der 64-Jährige dem Handelsblatt (Dienstag). Der Top-Funktionär des deutschen Rekordmeisters sagte über die bisherige Verteilung der TV-Gelder: „In Deutschland gibt es eine sehr solidarische, ausgewogene Verteilung der TV-Gelder: Der Meister erhält doppelt so viel TV-Einnahmen wie der Tabellenletzte.“

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Bei der Auktion der Medienrechte waren für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 260 Millionen Euro weniger als im vergangenen TV-Vertrag erlöst worden - nun dürfte es erneut Diskussionen über die Verteilung der Gelder geben. Direkt nach der Vergabe der Rechte am Montag hatten sich mit Thomas Röttgermann von Fortuna Düsseldorf und Jan Lehmann von Mainz 05 bereits zwei Verantwortliche kleinerer Klubs zu Wort gemeldet. "*Die Krise hat uns den Spiegel vorgehalten und daher ist genau jetzt der Zeitpunkt, etwas zu ändern. Wir brauchen keine Geldverteilung, die die jetzigen Verhältnisse zementiert"*, sagte der Röttgermann.

Rummenigge: "Wir brauchen mehr Rationalität"

Rummenigge forderte angesichts der durch die Corona-Pandemie geringeren Einnahmen ein Umdenken im Profi-Fußball. Die Einführung einer oft diskutierten Gehaltsobergrenze erwartet er aber nicht: „Die juristischen Voraussetzungen, also das Wettbewerbsrecht, lassen das wahrscheinlich nicht zu. Nein, wir brauchen mehr Rationalität - und müssen das 'Financial Fair Play' in Europa stringenter mit klaren Kennziffern weiterentwickeln. Es ging ursprünglich immer darum, nicht mehr Geld auszugeben als eingenommen wird“, sagte Rummenigge.

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In der Bayern-AG erwartet Rummenigge für die Saison 2019/2020 „finanzielle Mindereinnahmen von circa 50 Millionen Euro“. Und weiter: „Trotzdem haben wir die Hoffnung, eine schwarze Null zu schreiben. Da die Endphase der aktuellen Champions League zeitlich in die nächste Saison fallen wird, werden hier mögliche Einnahmen natürlich auch erst im nächsten Geschäftsjahr zum Tragen kommen“, sagte Rummenigge.