22. April 2021 / 10:00 Uhr

"Persönliche Angriffe und Hetze" gegen Salihamidzic: Bayern-Präsident Hainer verteidigt Sportvorstand

"Persönliche Angriffe und Hetze" gegen Salihamidzic: Bayern-Präsident Hainer verteidigt Sportvorstand

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Rücken gestärkt.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Rücken gestärkt. © Getty Images (Montage)
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Der Streit zwischen Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hat beim FC Bayern in den vergangenen Monaten für Unruhe gesorgt – und zum Abschiedswunsch von Flick geführt. Nach Anfeindungen gegen Salihamidzic hat Klub-Präsident Herbert Hainer den Sportchef nun vehement verteidigt.

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Im Streit zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic beim FC Bayern München haben sich einige Anhänger offenbar auf die Fahnen geschrieben, den Trainer zu verteidigen. Mehrere Fans sind dabei aber offenbar zu weit gegangen, so dass der Klub sich am Mittwochabend genötigt sah, seinen Sportvorstand zu verteidigen. "Der FC Bayern stellt sich geschlossen und mit Nachdruck gegen Anfeindungen in Richtung Hasan Salihamidzic", wird Präsident Herbert Hainer in einer Mitteilung auf der Vereinshomepage zitiert.

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"Sachliche Kritik ist selbstverständlich immer zulässig", sagte Hainer weiter, stellte aber klar: "Persönliche Angriffe und Hetze verurteilen wir allerdings auf das Schärfste - dafür gibt es beim FC Bayern nicht den geringsten Platz." Der Präsident ging zudem auf die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Salihamidzic und Flick ein, die zuletzt im öffentlich geäußerten Abschiedswunsch von Flick mündete. "Jede Medaille hat zwei Seiten", erklärte Hainer.

In dem Streit der beiden Bayern verantwortlichen soll es vor allem auch um die jeweiligen Kompetenzen bei der Kaderplanung gegangen sein. Flick, der in der vergangenen Woche zum Missfallen der Klub-Führung seinen Abschiedswunsch öffentlich machte, soll sich mehr Mitspracherecht gewünscht haben. Salihamidzic sieht diese Kompetenz aber voll in seinem Ressort. "Es ist im Grunde systemimmanent, dass ein Trainer mehr den kurzfristigen Erfolg im Blick hat, und ein Sportvorstand auch mittel- bis langfristig kalkulieren muss", sagte Hainer dazu.

Bayern-Präsident Hainer: Treffen alle Entscheidungen gemeinsam

"Wir alle, auch ich, haben uns über die tollen Leistungen der Mannschaft und den hervorragenden Fußball der vergangenen 18 Monate gefreut, und wir verstehen, dass sich ein Trainer einen Kader mit am liebsten 30 Top-Stars wünscht – das geht uns ja allen so", sagte Hainer nun zu der Kompetenz-Frage. "Aber wir haben Corona, wir müssen mit einem Umsatzverlust von rund 150 Millionen Euro kalkulieren." Hainer stellte aber auch klar, dass "wir alle Entscheidungen gemeinsam treffen, auch bei der Zusammenstellung des Kaders. Und wir werden auch gemeinsam dafür sorgen, dass es bei uns a) wieder ruhiger wird und wir b) auch in Zukunft unsere Erfolgsgeschichte weiterschreiben werden."

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