02. September 2019 / 08:52 Uhr

Salihamidzic rüffelt Bayern-Superstar Lewandowski wegen Transfer-Ansage: "Das steht ihm nicht zu"

Salihamidzic rüffelt Bayern-Superstar Lewandowski wegen Transfer-Ansage: "Das steht ihm nicht zu"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat Stürmerstar Robert Lewandowski kritisiert.
Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat Stürmerstar Robert Lewandowski kritisiert. © Getty / dpa
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Nach seinen offensiven Aussagen über die Transfer-Politik des FC Bayern München kassiert Stürmerstar Robert Lewandowski öffentliche Kritik von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Den Forderungen des 31-Jährigen hatten die Münchner zuvor allerdings Folge geleistet.

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Sportdirektor Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München hat Torjäger Robert Lewandowski für dessen Aussagen zu den Transferaktivitäten des deutschen Rekordmeisters kritisiert. Er habe Lewandowski „neulich gesagt, dass er sich bitte um meinen Job oder den Job von Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß nicht sorgen muss - und schon gar nicht öffentlich. Das steht ihm nicht zu. Ich glaube, dass er das verstanden hat“, sagte Salihamidzic in einem Interview des Kicker.

Lewandowski hatte während der USA-Reise der Münchner in der Sommerpause, nach der 0:2-Niederlage im Supercup gegen Borussia Dortmund und auch in einem Sport Bild-Interview Verstärkungen für den FC Bayern angemahnt.

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Lewandowski forderte neue Stars: "Nicht optimal, dass wir so wenige Profis haben"

„Es ist nicht optimal, dass wir so wenige Profis im Kader haben. Ich denke, dass nicht nur ich, sondern alle Spieler auf die Transfers warten“, sagte Lewandowski in den USA. Er richtete einen dringenden Appell an Salihamidzic plus den Vorstand: „Ich hoffe, dass der Vorstand und die Leute, die daran arbeiten, uns als Mannschaft verstärken. Nicht nur mit jungen Spielern, sondern auch mit Spielern, die uns sofort auf Top-Niveau helfen können. Das ist klar unser Wunsch, und ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen passiert.“

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Nicht zum ersten Mal ist der Pole, der seinen Vertrag in München gerade langfristig verlängert hatte, mit seinen Forderungen beim FCB angeeckt. Vor zwei Jahren brachte er die Bayern-Bosse gegen sich auf, weil er sich von seinen Teamkollegen und dem damaligen Trainer Carlo Ancelotti nicht hinreichend unterstützt fühlte.

"Robert hatte gehofft, dass ihn die Mannschaft und der Trainer proaktiv unterstützen würden, damit er die Torjägerkanone bekommt", hatte Berater Maik Barthel damals dem kicker gesagt. "Wie es mir Robert erzählt hat, gab es keine Unterstützung und keinen Appell des Trainers, Robert im letzten Spiel zu unterstützen, um Torschützenkönig zu werden. Er war sowas von enttäuscht, wie ich ihn noch nie erlebt habe."

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Salihamidzic: "Im Wesentlichen sind jetzt Trainer und Spieler gefordert"

Mittlerweile haben die Münchner Lewandowskis Forderungen Folge geleistet und nach Lucas Hernández (Atlético Madrid), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) und Fiete Arp (Hamburger SV) auch noch Philippe Coutinho (FC Barcelona), Ivan Perisic (Inter Mailand) und Michaël Cuisance (Borussia Mönchengladbach) verpflichtet - in weiten Teilen gestandene Spieler, die dem FCB sofort weiterhelfen. Beleg: Beim 6:1 über Mainz 05 gehörten Hernandez, Pavard und Perisic zu den besten Spielern.

„Im Wesentlichen sind jetzt tatsächlich der Trainer und die Spieler gefordert“, sagte Ex-Profi Salihamidzic. „Die Stimmung im Team ist sehr gut, das hat man in der Vorbereitung und in den ersten Spielen gemerkt. Ich traue der Mannschaft sehr viel zu.“