13. Juli 2021 / 17:13 Uhr

Salihamidzic: Bayern bei Transfers "anders sexy" als PSG & Co. - Upamecano und Richards vorgestellt

Salihamidzic: Bayern bei Transfers "anders sexy" als PSG & Co. - Upamecano und Richards vorgestellt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dayot Upamecano (l.) und Omar Richards sind beim FC Bayern angekommen. Hasan Salihamidzic (r.) hat sich zu den beiden geäußert.
Dayot Upamecano (l.) und Omar Richards sind beim FC Bayern angekommen. Hasan Salihamidzic (r.) hat sich zu den beiden geäußert. © IMAGO/ActionPictures/Lackovic/Sven Simon (Montage)
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Hasan Salihamidzic will mit dem FC Bayern im Rennen um Transfers auf dem internationalen Markt für die Spieler "anders sexy sein" als finanzkräftigere Konkurrenten. Das sagte der Sportvorstand bei der Vorstellung der Zugänge Dayot Upamecano und Omar Richards.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat angedeutet, dass der FC Bayern München in dieser Transferperiode angesichts der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie weiter zurückhaltend agieren wird. Mit Blick auf internationale Konkurrenten wie Paris Saint-Germain, die ungeachtet dessen hohe Ablösesummen für Spieler wie Achraf Hakimi (60 Millionen Euro) zahlen oder hochdekorierte Stars wie Sergio Ramos ablösefrei verpflichten, meinte Salihamidzic am Dienstag bei einer Pressekonferenz: "Es ist keine einfache Situation, wenn man sieht, wie einige Klubs investieren können. Wir werden versuchen, kreativ zu bleiben und eben anders für die Spieler sexy zu sein. Gegen manche finanziellen Kräfte ist aber zumindest im Moment nichts zu machen."

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Der FC Bayern stellte bei der Pressekonferenz zudem seine beiden Neuzugänge Omar Richards (gekommen vom englischen Zweitligisten FC Reading) und Dayot Upamecano (RB Leipzig) vor. Beide Abwehrspieler äußerten sich - ebenso wie Salihamidzic. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Hasan Salihamidzic

...über eine mögliche Überlastung mancher Profis infolge der Corona-Umstände und die Verletzungen von Lucas Hernandez und Alphonso Davies bei ihren jeweiligen Nationalteams: "So ist eben der Fußball auf dem höchsten Niveau. Die Jungs spielen gerne für die Nationalmannschaften. Verletzungen gehören dazu. Aber es ist immer unglücklich, wenn sich die Jungs bei den Nationalmannschaften verletzen."

...über Omar Richards: "Er hat eine feine Ballkontrolle, eine feine Technik. Der Trainer macht viel individuell mit ihm, er saugt alles an, will sich entwickeln. Es ist ein Sprung zur Bundesliga, aber wir sind sicher, dass wir viel Freude mit ihm haben werden. Wir haben ihn letztes Jahr besonders gut beobachtet. Wir haben einige Scouts, die ihn entdeckt haben. Corona hat uns daran gehindert, öfter rüber zu fliegen. Bei ihm war uns allen klar, dass er in unserer Mannschaft eine sehr gute Rolle spielen kann."

...über Dayot Upamecano: "Er ist sehr zweikampfstark, körperlich robust, hat ein gutes Passspiel, ein richtiger Innenverteidiger. Er hat den großen Vorteil, dass er den Trainer aus Leipzig schon kennt. Er braucht keine große Eingewöhnungsphase. Wir haben einige Spieler auf seiner Position verloren - David Alaba, Jerôme Boateng und Javi Martinez. Als wir in dem Raum saßen, wo er den Vertrag unterschrieben hat, hat er den Stift weggelegt und gesagt, jetzt möchte ich eine kleine Rede halten. Er hat gesagt, wie froh und stolz er ist, für den FC Bayern zu spielen. Wir erwarten von ihm, dass er in der Mannschaft offen ist und von hinten lautstark seine Kommandos gibt."

Omar Richards

...über seine fußballerischen Anfänge im Süden Londons: "Ich bin in Südlondon aufgewachsen und habe Fußball gespielt, seit ich denken kann. Ich habe mit fünf, sechs Jahren in den ersten Ligen gespielt und die Liebe zum Fußball für mich entdeckt. Im Nachwuchsleistungszentrum habe ich den Fußballstil kennengelernt, den ich jetzt spiele. Mit 16 bin ich nach Reading gekommen, das war ein großer Schritt damals. Da habe ich mit 18, 19 in der ersten Mannschaft gespielt. dann hat München angefragt. Ich konnte es erst gar nicht fassen. Davon träumt man, man will für die größten Vereine spielen."


...über die rassistischen Ausfälle gegen Englands Nationalspieler Marcus Rashford, Jadon Sancho und Bukayo Saka nach verlorenen EM-Finale gegen Italien: "Es ist widerlich. Das sollte einfach nicht passieren. Das gehört nicht in den Fußball und ist für die dunkelhäutigen Spieler ermüdend, immer wieder damit konfrontiert zu werden. Ich bitte darum, dass das endlich aufhört."

Dayot Upamecano

...über den ebenfalls aus Leipzig zum FCB gewechselten Trainer Julian Nagelsmann: "Ich kenne Julian seit einiger Zeit, er ist ein sehr guter Trainer. Er hilft den jungen und den erfahrenen Spielern, er liebt Videoanalysen. Ich weiß, dass er viel von mir erwartet. Er ist schon ein großer Trainer und ich bin glücklich, wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können."

Die Sommer-Neuzugänge der Bundesliga-Klubs 2021/22

Dayot Upamecano ist nach München gewechselt, André Silva trägt künftig das Leipzig-Trikot. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt alle Bundesliga-Neuzugänge im Sommer 2021/22. Zur Galerie
Dayot Upamecano ist nach München gewechselt, André Silva trägt künftig das Leipzig-Trikot. Der SPORTBUZZER zeigt alle Bundesliga-Neuzugänge im Sommer 2021/22. ©

...über mögliche Ansprüche auf die Rolle des Abwehr-Chefs: "Auf meiner Position muss man mit seiner Mannschaft und der Hintermannschaft sprechen. Wenn ein Spieler nicht so gut ins Spiel findet, muss man ihn mit hineinbringen, das ist meine Arbeit. Ich weiß, dass ich noch jung bin und noch Fortschritte machen kann. Aber auf meiner Position werde ich versuchen voranzukommen."

...über das EM-Abschneiden seines Heimatlandes Frankreich, in dessen Kader er fehlte, und Ambitionen auf eine WM-Teilnahme in Katar 2022: "Momentan denke ich an so etwas überhaupt nicht. Ich versuche eine gute Vorbereitung zu machen, dann wird man sehen, was geschieht. Klar ist es ein ziel für mich, in der Nationalmannschaft zu spielen. Frankreich hatte ein schwieriges Turnier. Aber ich denke, Frankreich ist eine großartige Fußballnation und wird auch in Katar dabei sein."