11. Februar 2021 / 20:52 Uhr

FC Bayern schreibt Geschichte: Pavard-Treffer macht Klub-WM-Titel im Finale gegen Tigres perfekt

FC Bayern schreibt Geschichte: Pavard-Treffer macht Klub-WM-Titel im Finale gegen Tigres perfekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dank Benjamin Pavard hat sich der FC Bayern den Titel bei der Klub-WM gesichert.
Dank Benjamin Pavard hat sich der FC Bayern den Titel bei der Klub-WM gesichert. © dpa
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Der FC Bayern München ist der neue Klub-Weltmeister. Im Finale gegen den mexikanischen Topklub Tigres UANL setzte sich der Triple-Gewinner durch einen Treffer von Benjamin Pavard durch. Damit hat der FCB Geschichte geschrieben. Nur ein weiteres Team gewann zuvor sechs Titel in einem Jahr.

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Sie gewannen die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions League, sowie die Supercups der DFL und der UEFA - am Donnerstagabend haben sich die Spieler des FC Bayern München nun den sechsten Titel innerhalb eines Jahres gesichert und damit Geschichte geschrieben. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den nordamerikanischen Champions-League-Sieger Tigres UANL ist der FC Bayern der neue Klub-Weltmeister und Nachfolger des FC Liverpool. Ein historischer Moment. Durch den Final-Triumph im Education City Stadium in Ar-Rayyan am Donnerstagabend sind die Bayern neben der Mannschaft des FC Barcelona 2009 nun das einzige Team in der Geschichte mit sechs Titelgewinnen innerhalb von 365 Tagen. Außenverteidiger Benjamin Pavard (59. Minute) schoss die Bayern zum Titel.

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Bayern-Trainer Hansi Flick musste vor dem Finale gleich zwei prominente Ausfälle verkraften. Erst reiste Jerome Boateng aus persönlichen Gründen vorzeitig aus Katar ab, dann infizierte sich Thomas Müller auch noch mit dem Coronavirus und wird dem FCB damit für längere Zeit fehlen. Die Mittelfeldspieler Leon Goretzka und Javi Martínez waren nach positiven Corona-Tests ebenso wie der verletzte Ersatztorwart Alexander Nübel gar nicht erst mit zu dem Turnier gereist. Gegen Tigres veränderte Flick sein Team im Vergleich zum 2:0 im WM-Halbfinale gegen Al Ahly (dem späteren WM-Dritten) auf drei Positionen: Neben Leroy Sané (für Müller) liefen auch Niklas Süle (für Boateng) und Lucas Hernandez (für Marc Roca) auf. Abwehrchef David Alaba rückte dafür auf die Roca-Position im defensiven Mittelfeld vor.

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Die Bayern waren von Beginn an feldüberlegen gegen die Mexikaner, die sich im Semifinale überraschend gegen Südamerika-Vertreter Palmeiras Sao Paulo durchgesetzt hatten. Auch die Chancenhoheit lag klar bei den Münchnern. Vor der Partie drehten sich die Berichte um das Stürmer-Duell zwischen Weltfußballer Robert Lewandowski vom FCB und Torjäger André-Pierre Gignac - doch den ersten Treffer sollte ausgerechnet Joshua Kimmich (18. Minute) erzielen. Sein satter Schuss aus 20 Metern flog präzise ins linke untere Eck. Das Tor zählte jedoch nicht. Mit Unterstützung des VAR entschied der uruguayische Schiedsrichter Esteban Ostojich auf Abseits – Lewandowski sollte Tigres-Keeper Nahuel Guzman aus dem Abseits irritiert haben. Eine strittige Entscheidung. Bis zur Halbzeit tat sich dann nicht mehr viel.

Den Bayern war anzumerken, wie viel der sechste Titel den Spielern bedeuten würde - und nach der Pause kamen sie auch öfter vor das Tor der Mexikaner. Erst verfehlte Serge Gnabry mit einem feinen Schlenzer den Tigres-Kasten nur knapp (51.), dann schlug die Stunde von Pavard. Der Weltmeister von 2018 mit der französischen Nationalmannschaft glänzte nach einem Kopfball des bis dahin glücklosen Lewandowski als Abstauber. Nach der Parade des Tigres-Keepers schob der offensive Außenverteidiger in Strafraumstürmer-Manier zum 1:0 ein. Nach einer erneuten Überprüfung durch den VAR zählte der Treffer diesmal, nachdem das Schiedsrichter-Team zunächst auf Abseits von Lewandowski bei dessen Kopfball entschieden hatte.


Tigres versuchte sich nach dem Gegentor-Schock an einer Antwort. Nach einem vermeintlichen Handspiel von Pavard wenige Minuten nach dem Tor verweigerte Schiedsrichter Ostojich aber den Elfmeter-Pfiff für die Nordamerikaner (63.). Die Bayern schalteten dagegen einen Gang zurück, wohl um auch Kräfte für das Bundesliga-Spiel am kommenden Montag gegen Arminia Bielefeld (20.30 Uhr/DAZN) zu sparen. David Alaba (73.) per Distanzschuss und die eingewechselten Corentin Tolisso (81.), Douglas Costa (85.) und Eric-Maxim Choupo-Moting (90.) vergaben Chancen auf die Vorentscheidung. Tigres rannte nochmal an, konnte den sechsten Titelgewinn der Bayern und den zweiten Klub-WM-Titel des FCB nach 2013 aber nicht mehr verhindern.