05. Oktober 2019 / 09:22 Uhr

Dietmar Hamann: Darum wurde Bayern-Star Serge Gnabry in der Premier League verkannt

Dietmar Hamann: Darum wurde Bayern-Star Serge Gnabry in der Premier League verkannt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Profi Serge Gnbary spielte in England für den FC Arsenal und West Bromwich Albion. 
Bayern-Profi Serge Gnbary spielte in England für den FC Arsenal und West Bromwich Albion.  © dpa
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Bayern-Star Serge Gnabry sorgt derzeit europaweit für Aufsehen. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann blickt auf die bisherige Karriere des heute 24-Jährigen zurück und erklärt, warum es für den Stürmer in der Premier League nicht klappte.

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Nach Ansicht von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann gehört Bayern-Star Serge Gnabry zu den "fünf besten Außenstürmern der Welt". In seiner Sky-Kolumne lobt der 46-Jährige nicht nur das sportliche Können des Flügelspielers, sondern auch dessen außergewöhnlichen Charakter: "Er ist nicht nur ein begnadeter Fußballer, sondern auch ein Mensch mit unbändigem Willen. Geht nicht, gibt es nicht, scheint ein Motto von Serge zu sein. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Im Leben darf man niemals aufgeben. Es geht immer weiter. Das hat Gnabry bewiesen." Hamann begründet seine Schlussfolgerung mit einem Blick auf Gnabrys Zeit in England, wo sich der Angreifer zu Beginn seiner Profi-Karriere nicht durchsetzen konnte.

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Hamann glaubt, dass die Schwierigkeiten des Stürmers auf der britischen Insel vor allem mit dem grundsätzlichen System bei vielen Premier-League-Klubs zusammenhingen. Er erklärt: "In England werden die jungen Spieler einfach weiter verliehen. 25 Männer schaffen es in den Kader, der Rest wird sich selbst überlassen und kann schauen, wo er bleibt. Das ist für junge Spieler teilweise sehr hart."

Gnabry in England für Arsenal und West Bromwich am Ball

Gnabry war 2011 als 15-Jähriger vom VfB Stuttgart zum FC Arsenal gewechselt, wo er den Sprung zu den Profis nicht nachhaltig schaffte und bis zu seinem Wechsel im Sommer 2016 zu Werder Bremen nur auf 18 Pflichtspieleinsätze kam. Zwischenzeitlich war er von den Londonern an West Bromwich Albion ausgeliehen worden, wo Gnabry eine noch frustrierender Zeit erlebte. In einem halben Jahr lief er nur einmal in der Premier League auf - für zwölf Minuten.

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Hamann erinnert an eine Anekdote aus der damaligen Zeit: "Als er 2015 bei West Bromwich war, sagte sein damaliger Trainer Toni Pulis über ihn: 'Serge Gnabry ist nicht gut genug für West Brom."' Wenn man derartige Hintergründe aus Gnabrys Karriere kenne, müsse man die Auftritte des Nationalspielers in der Gegenwart nach Ansicht von Hamann noch "mehr huldigen", als dies ohnehin schon getan werde. Gnabry hatte sich besonders am vergangenen Dienstag in den Fokus geschossen. Bei der 7:2-Gala der Bayern in der Champions League beim Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur waren ihm vier Tore gelungen.

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