05. Februar 2020 / 23:46 Uhr

Bayern-Star Serge Gnabry murrt nach Zittersieg im Pokal: "Müssen wir in den Griff kriegen" - Hansi Flick angefressen

Bayern-Star Serge Gnabry murrt nach Zittersieg im Pokal: "Müssen wir in den Griff kriegen" - Hansi Flick angefressen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Star Serge Gnabry spricht nach dem Zittersieg des FC Bayern gegen Hoffenheim Klartext - Hansi Flick zeigt sich angefressen.
Bayern-Star Serge Gnabry spricht nach dem Zittersieg des FC Bayern gegen Hoffenheim Klartext - Hansi Flick zeigt sich angefressen. © imago images/Jan Huebner/ZUMA Press
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Der FC Bayern hat sich im Pokal-Achtelfinale gegen die TSG Hoffenheim beinahe um den eigentlich schon sicher geglaubten Sieg gebracht. Nationalspieler Serge Gnabry prangert die Nachlässigkeiten an. Auch Thomas Müller und Hansi Flick kritisieren.

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Serge Gnabry war zunächst um das Positive bemüht. "Offensiv macht es jedem von uns viel Spaß. Wir haben viel Spaß und schießen drei, vier Tore pro Spiel", begann der Nationalspieler bei der ARD seine Analyse nach dem 4:3 (3:1) des FC Bayern im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen die TSG Hoffenheim. Dass Gnabry so ausdrücklich betonte, dass die "Offensive" bei den Münchnern Freude bereite, ließ tiefer blicken. Defensiv lief es am Mittwochabend zumindest im zweiten Durchgang alles andere als wunschgemäß. 4:1 führte der deutsche Rekordmeister, hätte durch den eingewechselten Joshua Zirkzee gar den fünften Treffer erzielen können - dann drohte die Partie zu Gunsten der TSG zu kippen.

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"Wir hatten viele einfache Ballverluste. Wir dürfen nicht nachlassen und müssen das in den Griff bekommen", meinte Gnabry und ergänzte, dass man ein Spiel bei so einer deutlichen Führung schlicht "zu Ende bringen" müsse: "Wir haben sie zurückkommen lassen. Selbst Schuld. Natürlich müssen wir über die Fehler reden." Und davon gab es in der Schlussphase eine ganze Menge. Der neue Hoffenheimer Torjäger Munas Dabbur profitierte doppelt (82. und 90.+2) und hätte bei konsequentere Chancenverwertung gar noch für eine Verlängerung sorgen können.

Thomas Müller: "Ohne Quälerei geht es nicht"

Für die Bayern hätte dies nicht nur das möglich Pokal-Aus bedeutet, sondern 30 weitere kräftezehrende Minuten in den Beinen. Und am Sonntag empfängt der Tabellenführer den Zweitplatzierten RB Leipzig zum Bundesliga-Topspiel. "Vielleicht war es auch ein Fingerzeig für Sonntag, dass es ohne Quälerei nicht geht", bemängelte Ex-Nationalspieler Thomas Müller bei Sky: "Das war nicht das, was wir uns vorstellen. Dieser unbedingte Wille, das Spiel zu dominieren, hat in der zweiten Halbzeit gefehlt."

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Dass diese Zusatzschicht im Pokal, in dem die Münchner zum 13. Mal in Folge im Viertelfinale stehen, abgewendet wurde, lag am Ende auch ein wenig am Glück. "Wir haben aufgehört, unser Spiel auf den Platz zu bekommen und die nötigen Meter zu machen", bemängelte auch Abwehrspieler David Alaba: "Dann wird es gegen eine Mannschaft wie Hoffenheim schwierig."

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Trainer Hansi Flick gab sich nach dem achten Pflichtspiel-Sieg in Serie derweil zunächst einmal "zufrieden über das Weiterkommen". Aber auch dem Coach waren die Nachlässigkeiten seiner Profis selbstredend nicht verborgen geblieben. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr so intensiv gepresst. Aber der 55. Minute hat man gemerkt, dass die Mannschaft nachlässt", meinte Flick: "Die Art und Weise wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben - darüber müssen wir noch sprechen."

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