03. Juni 2022 / 15:40 Uhr

Vertragspoker mit dem FC Bayern: Wie Kimmich und Flick die Situation von Gnabry bewerten

Vertragspoker mit dem FC Bayern: Wie Kimmich und Flick die Situation von Gnabry bewerten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joshua Kimmich (l.) und Bundestrainer Hansi Flick (r.) sprechen über die Vertragssituation von Serge Gnabry (mitte).
Joshua Kimmich (l.) und Bundestrainer Hansi Flick (r.) sprechen über die Vertragssituation von Serge Gnabry (mitte). © IMAGO/Sven Simon, Zink (Montage)
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Teamkollege Joshua Kimmich und Bundestrainer Hansi Flick sprechen über den Vertragspoker zwischen Serge Gnabry und dem FC Bayern. Besonders Kimmich richtet offene Worte an seinen "besten Freund".

Joshua Kimmich hat sich zum Vertragspoker um Serge Gnabry geäußert und für einen Verbleib seines Nationalmannschafts-Kollegen beim FC Bayern geworben. Gleichzeitig betonte der Mittelfeldspieler aber auch, dass er seinem "besten Freund" vor allem eine Entscheidung wünsche, mit der sich dieser am Ende wohlfühlt. "Serge ist nicht nur auf dem Platz wichtig für mich. Er ist mein bester Freund. Daher hoffe ich nicht nur aus sportlicher Sicht, dass er bleibt", sagte Kimmich am Freitag auf der DFB-Pressekonferenz: "Aber weil er so ein guter Freund von mir ist, ist es mir sehr, sehr wichtig, dass er für sich eine Entscheidung trifft, mit der er zufrieden ist."

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Kimmich, der selbst noch bis 2025 an die Münchner gebunden ist, zählte anschließend die Vorzüge des derzeit gemeinsamen Arbeitgebers auf. "Ich glaube, er weiß, was er am FC Bayern hat und wie wichtig es ist, jeden Tag in eine Truppe zu kommen, wo es Spaß macht, Fußball zu spielen", meinte der 27-Jährige: "Bei uns hat er die Möglichkeit, jedes Jahr um alle Titel mitzuspielen und ein Umfeld, wo er sich wohlfühlt. Trotzdem muss er entscheiden, was ihm wichtig ist und was er möchte. Egal, wie die Entscheidung ausfällt, hoffe ich, dass er am Ende sagt, dass es die richtige Entscheidung war."

Auch Bundestrainer Hansi Flick, der Gnabry bereits in München betreut hatte, äußerte sich zur Situation des Flügelstürmers. Er könne sich vorstellen, dass es Gnabrys Überlegungen eine Rolle spiele, die "Komfortzone zu verlassen", meinte der Coach und betonte gleichzeitig, dass der Nationalspieler auch wisse, was er am FC Bayern habe. "Seine Zukunft ist relativ offen", erklärte Flick: "Ich wünsche mir, dass er bei einem Verein spielt, wo er seine Qualitäten einbringen kann und sich noch einmal entwickelt. Das geht am besten, wenn man irgendwo spielt, wo man sich wohlfühlt."

Dass Gnabry eine Entscheidung aus finanziellen Erwägungen treffen werde, schloss Flick aus. Gnabry steht in München noch bis 2023 unter Vertrag. Eine Einigung über eine längere Zusammenarbeit kam bislang nicht zu Stande. Bliebe diese weiter aus, scheint auch ein Wechsel des Nationalspielers in diesem Sommer möglich. Gnabry selbst hatte zuletzt betont, sich vorerst nicht zu seiner Zukunft äußern zu wollen.

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