24. September 2021 / 22:21 Uhr

Trotz Rot für Benjamin Pavard: FC Bayern feiert ungefährdeten Pflichtsieg in Fürth

Trotz Rot für Benjamin Pavard: FC Bayern feiert ungefährdeten Pflichtsieg in Fürth

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern feiert in Fürth einen souveränen 3:0-Erfolg in Unterzahl und bleibt voraussichtlich Tabellenführer. 
Der FC Bayern feiert in Fürth einen souveränen 3:0-Erfolg in Unterzahl und bleibt voraussichtlich Tabellenführer.  © IMAGO/Zink/HMB-Media (Montage)
Anzeige

Der FC Bayern hat sich gegen die SpVgg Greuther Fürth auch von einem Platzverweis für Benjamin Pavard nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die Münchner feierten einen ungefährdeten Pflichtsieg und werden Tabellenführer bleiben.

Der FC Bayern spaziert weiter problemlos durch die Bundesliga-Saison. Knapp eine Woche nach der 7:0-Gala gegen den VfL Bochum knöpfte sich der deutsche Rekordmeister den nächsten Aufsteiger vor und kam trotz 42-minütiger Unterzahl zu einem ungefährdeten 3:1 (2:0)-Pflichtsieg bei der SpVgg Greuther Fürth. Aufgrund ihrer herausragenden Tordifferenz (+18) werden die Münchner auch den sechsten Spieltag an der Tabellenspitze abschließen. Verfolger VfL Wolfsburg kann mit einem Sieg am Samstag bei der TSG Hoffenheim zwar nach Punkten gleichziehen, bräuchte aber mit Blick auf die Treffer einen Rekordsieg, um sich an den Bayern vorbeizuschieben. Fürth hat derweil weiterhin nur einen Punkt auf dem Konto und bildet das Schlusslicht des Klassements.

Anzeige

Thomas Müller (10.), Joshua Kimmich (31.) sowie ein Eigentor von Sebastian Griesbeck (68.) sorgten für den achten Pflichtspiel-Sieg der Münchner in Serie und eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Partie am kommenden Mittwoch gegen Dynamo Kiew. Wermutstropfen: Benjamin Pavard wurde nach einem harten Einsteigen gegen den bei den Bayern ausgebildeten Julian Green von Schiedsrichter Robert Schröder per Roter Karte des Feldes verwiesen (48.). Um aus der numerischen Überlegenheit auch zählbaren Profit zu schlagen, mangelte es Fürth allerdings an spielerischen Möglichkeiten. Auch in Unterzahl kam der Favorit kaum einmal in echte Bedrängnis. Ausnahme: Der Kopfball-Treffer von Cedric Itten kurz vor dem Ende (87.).

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte seine Startformation im Vergleich zum Sieg gegen Bochum nominell auf zwei Positionen verändert. So spielten Dayot Upamecano und Pavard wieder von Beginn an. Serge Gnabry, der zuletzt von einer Grippe geplagt wurde, und Josip Stanisic saßen zunächst auf der Bank. Die Umstellungen hatten vor allem für Alphonso Davies taktische Folgen: Der Linksverteidiger wurde in der Abwehrreihe von Lucas Hernandez ersetzt und rückte auf den offensiven Flügel nach vorn. Leroy Sané kam bis zu seiner Auswechslung in der 61. Minute vermehrt durch die Mitte.

Losgelöst von Positionswechseln übernahmen die Bayern von Beginn an das Kommando. Leon Goretzka verfehlte das Ziel schon nach vier Minuten nur knapp. Fürth versuchte, engagiert dagegenzuhalten und machte seine Sache phasenweise auch gut - doch der Effizienz der Gäste gab es schnell nichts entgegenzusetzen. Eine Hereingabe von Davies prallte von Maximilian Bauer vor die Füße von Müller und der Nationalspieler schloss humorlos ab. Dass in der Folge vorerst keine weiteren Großchancen der Bayern zu Stande kamen, war auch auf den beherzten Auftritt der Platzherren zurückzuführen. Akzente nach vorne setzten die Franken allerdings kaum.

Stattdessen traf erneut der FCB. Sané legte den Ball auf Kimmich ab und der netzte ein: 2:0. Robert Lewandowski traf im ersten Durchgang noch die Latte (40.), dann ging es in die Kabinen. Drei Minuten nach der Pause musste Pavard nach seinem Foulspiel an Green dann schon wieder in die Stadionkatakomben zurückkehren. Am Verlauf des Spiels änderte dies jedoch nichts. Bayern kontrollierte das Geschehen, Griesbeck sorgte unfreiwillig für die endgültige Entscheidung. Beim Versuch vor Lewandowski zu klären, drückte der Mittelfeldspieler eine Freistoß-Flanke von Kimmich ins eigene Netz. Fürth blieb bis zu Ittens Tor bemüht, aber wenig zwingend.