11. August 2019 / 09:42 Uhr

Effenberg lobt Kovac-Arbeit beim FC Bayern - Hummels-Verkauf an BVB "schwierig zu verstehen"

Effenberg lobt Kovac-Arbeit beim FC Bayern - Hummels-Verkauf an BVB "schwierig zu verstehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Effenberg (M.) hält Niko Kovac (l.) weiterhin für den richtigen Trainer beim FC Bayern. Den Transfer von Mats Hummels zum BVB sieht der Ex-Profi kritisch.
Stefan Effenberg (M.) hält Niko Kovac (l.) weiterhin für den richtigen Trainer beim FC Bayern. Den Transfer von Mats Hummels zum BVB sieht der Ex-Profi kritisch. © imago images / Getty
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Trainer Niko Kovac muss nach dem Doublegewinn im ersten Jahr mit dem FC Bayern München nun den Umbruch managen. Ex-Profi Stefan Effenberg traut dem Kroaten diese schwierige Aufgabe zu. Den Transfer von Mats Hummels zurück zum BVB sieht "Effe" aber kritisch.

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Vor seiner zweiten Saison als Trainer des FC Bayern München steht Niko Kovac zwar nicht mehr so sehr im Fokus wie zu Zeiten seines Debüts im vergangenen Jahr. Sonderlich fest im Sattel sitzt der 47-Jährige beim Rekordmeister aber auch nicht. Für den früheren Bayern-Kapitän Stefan Effenberg bleibt der Ex-Frankfurter aber der richtige Trainer - der im vergangenen Jahr viele Pluspunkte gesammelt hat.

"Er hat das letztes Jahr mit dem Double fantastisch gemacht", betonte Effenberg in der Bild am Sonntag. "Aber die nächste Phase wird nicht leicht, er muss den Umbruch ohne Hummels, Ribéry und Robben verantworten. Dazu wird es ihm von der Bayern-Führung nicht immer leicht gemacht."

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Effenberg "hätte Hummels lieber weiter in München gesehen"

Die Klub-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß hatten in diesem Sommer ein Investitionsprogramm versprochen, allerdings lässt der FCB-Kader vor allem offensiv nach wie vor zu wünschen übrig. Dass mit dem Abgang von Mats Hummels zurück zum BVB nun auch noch offensiv ein Fass aufgemacht wurde, kann Effenberg nur bedingt nachvollziehen. "Das ist schwierig zu verstehen. Grundsätzlich gilt natürlich, dass man einem Spieler, der unbedingt weg will, die Tür öffnen muss", sagte der 51-Jährige. "Rein sportlich hätte ich Hummels aber lieber weiter in München gesehen." Ihn sollen Rekordtransfer Lucas Hernandez (80 Mio.) und Benjamin Pavard (35 Mio.) ersetzen.

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In der Offensive gestaltete sich die Personalsuche deutlich schwieriger. Immerhin: Mit Ivan Perisic hat der FC Bayern Medienberichten zufolge inzwischen seinen vierten Neuzugang für die neue Saison perfekt gemacht. Dennoch läuft es auf dem Transfermarkt für den Rekordmeister eher schlecht als recht. Erst hat sich der FCB bei Chelsea-Juwel Hudson-Odoi verrannt, dann torpedierte die schwere Knieverletzung von Wunschspieler Leroy Sané den vermeintlichen Königstransfer der Bayern, die sich im Poker um den Nationalspielerin den Wochen zuvor nicht mit Ruhm bekleckert haben.

Für Effenberg steht fest: Am Transfer-Waterloo des FCB ist nicht nur der Klub schuldig. "Mittlerweile gehen viele Profis lieber zu einem Verein, der in England im grauen Mittelmaß spielt, als zu den Bayern", sagte der 51-Jährige. "Weil sie da mehr verdienen können. Das finde ich schade. Ich wollte immer Titel gewinnen."

Effenberg: Wenn der FCB früher "gerufen hat, ist man als Spieler dort hingegangen"

Ist der FCB mit seinem berühmten Festgeldkonto finanziell wirklich so ins Hintertreffen geraten? Effenberg: "Die anderen Vereine, vor allem die aus der Premier League, haben eine unfassbare Kraft durch die TV-Gelder. (...) Manche Profis interessieren sich einfach nicht für die Bayern. Das war früher anders. Wenn München gerufen hat, ist man als Spieler dort hingegangen." Inzwischen entscheiden sich Stars gegen den FC Bayern - auch um Sané, als deutscher Nationalspieler immerhin prädestiniert für den FCB, musste lange und unter größtem Aufwand geworben werden.

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Arrivierte Bayern-Leistungsträger wie Robert Lewandowski und Manuel Neuer fordern inzwischen offensiv Verstärkungen - die die Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge erst noch liefern müssen. "Ich bin gespannt, wer da noch kommt", sagte Effenberg, der mit dem FC Bayern 2001 die Champions League gewann. "Aktuell ist das für die Ansprüche der Bayern dünnes Eis." Mit Lucas Hernandez (80 Mio.), Benjamin Pavard (35 Mio.) und Fiete Arp (3,5 Mio.) stehen immerhin drei Neuzugänge fest - nach den Abgängen von Franck Ribéry und Arjen Robben gibt es aber im Angriff Handlungsbedarf.

Der Transfer von Perisic ist da ein erster Schritt. Der Kroate kommt wohl auf Empfehlung von Trainer Niko Kovac und soll mithelfen, den verpassten Königstransfer von Leroy Sané zu kompensieren. Der 30-Jährige kommt zunächst auf Leihbasis, anschließend haben die Bayern eine Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro. Andere Alternativen wie Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam) und Steven Bergwijn (PSV Eindhoven) sind dagegen offenbar kein Thema mehr - sie bleiben bei ihren Klubs.

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