01. September 2019 / 13:37 Uhr

Streit zwischen Rummenigge und Hoeneß? Stoiber: Das habe ich mit "Zwistigkeiten" gemeint

Streit zwischen Rummenigge und Hoeneß? Stoiber: Das habe ich mit "Zwistigkeiten" gemeint

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gibt es Streit zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß? Bayern-Verwaltungsbeirat Edmund Stoiber hat seine unter der Woche getätigten Aussagen präzisiert.
Gibt es Streit zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß? Bayern-Verwaltungsbeirat Edmund Stoiber hat seine unter der Woche getätigten Aussagen präzisiert. © Getty
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Mit Aussagen zu vermeintlichen Streitigkeiten der Klubbosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sorgte Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber unmittelbar vor dem offiziellen Rückzug von FCB-Präsident Hoeneß für Aufregung. Bei Sport1 hat der Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters diese Äußerungen nun präzisiert.

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Der Rückzug von Uli Hoeneß war unter der Woche das Thema in der Bundesliga - und natürlich ganz besonders beim FC Bayern München, der sich in Kürze von seinem langjährigen Macher verabschieden muss. Zumindest in führender Position ist für den Weltmeister von 1974 nämlich Ende des Jahres Schluss. Hoeneß zieht sich zurück, gibt seine Posten als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender an Herbert Hainer ab.

Über die Gründe wurde lange gerätselt, erst am Freitag äußerte der 67-Jährige sich auf einer Pressekonferenz - und beeilte sich zu erklären, dass Streitigkeiten mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gewiss nicht Anlass des Rückzugs seien. Diese Gerüchte waren aufgekommen, weil sich Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber unter der Woche über die Thematik ausgelassen und wörtlich von "Zwistigkeiten" zwischen den beiden Ex-Profis berichtet hatte. Am Sonntag präzisierte Stoiber seine Aussagen im Doppelpass von Sport1.

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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern.
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Uli Hoeneß und der FC Bayern - zwei Namen, die für viele Fans untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist die Zeit des ehemaligen Nationalspielers seit seinem Amtsantritt als Bayern-Verantwortlicher in Bildern. ©
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Stoiber über Rummenigge und Hoeneß: "Sie haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen"

"Es stimmt nicht, dass die beiden sich streiten. Die beiden haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen. Darüber gibt es keine Diskussionen", sagte Stoiber und ruderte damit ein stückweit zurück. Ohnehin habe er seine Aussagen auch gegenüber Fans getroffen - dass Medienvertreter zuhören, wusste der Vorsitzende des FCB-Verwaltungsbeirates angeblich nicht. Stoiber: "Einige Zitate wurden verselbstständigt. Es ist ein Unterschied, ob man ein Interview gibt oder mit Fans redet."

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Hoeneß' Abschied sei "ein epochaler Schritt", betonte Stoiber. Auch für Rummenigge, dessen eigener Abschied von Hoeneß mit der Berufung von Oliver Kahn in den Vorstand ebenfalls eingeleitet wurde. Eine Retourkutsche für Meinungsverschiedenheiten? Mitnichten, glaubt Stoiber, der das Führungsduo des FCB aus vielen Jahren der gemeinsamen Zusammenarbeit kennt.

Der 77-Jährige ist überzeugt: Die Reibereien zwischen Hoeneß und Rummenigge waren für den Verein sehr fruchtbar. Ähnlich hatten sich Hoeneß und Rummenigge selbst geäußert: „Sie glauben doch wohl nicht, dass ich wegen einem Streit solch ein Amt aufgebe“, sagte Hoeneß. "Wir haben aber den Satz von Winston Churchill gelebt: 'Wenn zwei Menschen die gleiche Meinung haben, ist einer überflüssig.' Und von uns wollte keiner überflüssig sein", erklärte Rummenigge.

"Uli Hoeneß sucht Meinungsverschiedenheiten, Kalle genauso"

"Meinungsverschiedenheiten sucht Uli Hoeneß und Kalle tut das genauso", sagte Stoiber. Er zeigte sich überzeugt davon, dass der FC Bayern ohne die Kooperation der beiden vor allem im internationalen Vergleich nicht so dastehen würde, wie es aktuell der Fall ist. Konflikte zwischen Präsident und Vorstandschef hätten die beiden "selber moderiert", sagte Stoiber, der den FCB aber auch ohne Hoeneß in leitender Funktion gut aufgestellt sieht. Hoeneß werde den verantwortlichen Personen auch "keine öffentlichen Ratschläge geben", betonte Stoiber. "Es ist eine formelle Trennung." Intern werde der 67-Jährige sich aber weiterhin zu Wort melden, wenn er es für geboten erachtet.

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