05. Oktober 2018 / 10:36 Uhr

Mit Manuel Neuer und Mats Hummels! Stefan Effenberg benennt Bayern-Streichliste

Mit Manuel Neuer und Mats Hummels! Stefan Effenberg benennt Bayern-Streichliste

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach Ansicht von Stefan Effenberg sollte der FC Bayern nicht mehr langfristig mit Manuel Neuer (l.) und Mats Hummels planen
Nach Ansicht von Stefan Effenberg sollte der FC Bayern nicht mehr langfristig mit Manuel Neuer (l.) und Mats Hummels planen © imago/Sven Simon
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Stefan Effenberg knöpft sich den Bayern-Kader vor und benennt eine überraschende Streichliste, auf der sogar Manuel Neuer und Mats Hummels stehen. Auch von den Einkäufen der Münchner ist der Ex-Kapitän nicht gerade überzeugt.

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Stefan Effenberg rät dem FC Bayern mit Blick auf die kommende Saison zu einem radikalen Umbruch und erklärt auch zahlreiche bisherige Platzhirsche für nicht mehr unantastbar. Dabei belässt es der frühere Kapitän der Münchner nicht allein bei Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (34), die bereits auf die Zielgerade ihrer Karrieren eingebogen sind, sondern nennt auch absolute Top-Stars als potenzielle Verkaufskandidaten: Die Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Manuel Neuer sowie Torjäger Robert Lewandowski.

Effenberg: "Das muss ein sehr großer Umbruch werden"

"Das kann und muss ein sehr großer Umbruch werden. Sonst haben in den nächsten Jahren einige Mannschaften in der Bundesliga die Chance, Deutscher Meister zu werden", schreibt der 50-Jährige In seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de: "Neben Robben und Ribéry gibt es mit Lewandowski, Boateng, Hummels und Neuer einige Personalien, über die sie sich Gedanken machen müssen. Diese Spieler waren die Säulen in den letzten Jahren – allerdings auch ohne den großen Triumph in der Champions League in den letzten fünf Jahren."

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Neuer, Hummels, Boateng und Lewandowski bis 2021 gebunden

Effenberg weiter: "Die Leistungskurve geht jetzt eher leicht nach unten statt nach oben. Die werden in den nächsten ein, zwei Jahren nicht mehr diese absolute Top-Leistung bringen, weshalb sich Bayern vielleicht schon im Laufe dieser Saison nach Alternativen umschauen muss." Während die Verträge von Ribéry und Robben am Saisonende auslaufen, ist das Quartett Neuer, Hummels, Boateng und Lewandowski noch bis 2021 an den deutschen Rekordmeister gebunden.

In Effenbergs Aufzählung überraschen besonders die Namen von Neuer und Hummels. Die beiden Profis gelten eigentlich als absolute Leistungsträger und Integrationsfiguren im Kader. Boateng und Lewandowski hingegen liebäugelten bereits im vergangenen Sommer mit einem Abschied aus München, blieben am Ende aber doch beim FC Bayern.

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Doch nicht nur in Sachen möglicher Verkäufe hat Effenberg einen Rat für seinen Ex-Klub. Auch bei Einkäufen sieht der Ex-Nationalspieler den Verein derzeit nicht auf dem besten Wege. "Sie haben sich zuletzt verstärkt mit Gnabry, Goretzka oder Süle. Die Frage muss erlaubt sein, ob das für Bayern München reicht. Da zweifle ich Stand heute dran", meint der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler.

Effenberg: "Bayern-Situation birgt Explosionsgefahr"

Trotz seiner Kritik und zuletzt drei Pflichtspielen in Serie ohne Sieg glaubt Effenberg an eine erfolgreiche Titelverteidigung der Bayern in der Bundesliga - er sagt aber auch: "Die Situation birgt eine große Explosionsgefahr. Was mir Sorgen macht, ist die Art und Weise, wie der FC Bayern derzeit auftritt. Wenn er über die Außen kein Tempo reinbekommt, dann ist das zu statisch, durchschaubar und dünn. Dann ist es einfach, gegen die Bayern zu verteidigen, weil die zweite und dritte Idee nicht da ist oder nicht zündet."

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Effenberg weiter: "Der FC Bayern beraubt sich gerade selbst seiner stärksten Waffen. Mit den Auswechslungen von Robben und Ribéry – und mit der Nichtberücksichtigung von James." Gerade der Kolumbianer soll nach seiner jüngsten Reservistenrolle zunehmend unzufrieden in München sein. Der Mittelfeldspieler ist noch bis zum Ende der Saison von Real Madrid ausgeliehen. Bayern besitzt eine Kaufoption.

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