27. März 2020 / 14:53 Uhr

Zoff beim FC Bayern: Fan-Gruppe kritisiert Klub wegen Stadion-Verbot – "Farce wird nicht akzeptiert" 

Zoff beim FC Bayern: Fan-Gruppe kritisiert Klub wegen Stadion-Verbot – "Farce wird nicht akzeptiert" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Anhänger des FC Bayern üben scharfe Kritik am Vorgehen des Klubs. Hintergrund ist ein verhängtes Stadionverbot gegen einen Fan.  
Anhänger des FC Bayern üben scharfe Kritik am Vorgehen des Klubs. Hintergrund ist ein verhängtes Stadionverbot gegen einen Fan.   © imago images/Lackovic/Twitter/Faszination Fankurve
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Die Münchner Fan-Gruppierung "Munich's Red Pride" übt scharfe Kritik am Vorgehen des FC Bayern. Hintergrund ist ein verhängtes Stadionverbot gegen einen Zuschauer des Drittliga-Spiels der Bayern-Amateure. Dieser soll ein Plakat mit eigentlich harmlosen Inhalt entrollt haben. 

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Nach dem Ärger mit den Fans in der Causa Dietmar Hopp gibt es beim FC Bayern erneut Zoff mit den eigenen Anhängern. Auslöser dafür ist ein umfassendes Stadionverbot gegen einen Anhänger der Fangruppierung "Munichs Red Pride". Dieser soll beim Drittliga-Spiel des FC Bayern II gegen den Halleschen FC im Stadion an der Grünwalder Straße an der Entrollung eines eher harmlosen Banners mit der Aufschrift "Bayern-Amateure gegen Montagsspiele" beteiligt gewesen sein.

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In einem von "Munich's Red Pride" veröffentlichten Schreiben des FCB ist von einer "nachweislichen Beteiligung bzgl. des unerlaubten Einbringens und Einsatzes" die Rede. Augrunddessen wurde dem Fan ein unbefristetes Hausverbot für das Grünwalder-Stadion, die Allianz Arena, den FC Bayern Campus und dem Trainingsgelände ausgesprochen, heißt es.

Gruppierung erklärt: "Diese Farce wird nicht akzeptiert"

Doch dieses Verbot will die Fangruppierung nicht akzeptieren. "Wenn sich die Verantwortlichen des FC Bayern zum Ziel gesetzt haben, den Spielraum, in dem Kurven ihrer Meinung nach kritisch sein dürfen, weiter zu beschränken, werden sie auf nicht gekannten Widerstand stoßen", erklärt die Gruppierung in ihrer Stellungnahme und stellt klar: "Diese Farce wird nicht akzeptiert!"



In der Stellungnahme greift die Gruppierung auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Finanz-Chef Jan-Christian Dreesen an: "So maßen sich Rummenigge und Dreesen an, die rote Linie so zu definieren, dass fortan jedes Spruchband und jede Zaunfahne unabhängig vom Inhalt zum örtlichen Stadionverbot führen kann". Zudem spricht die Gruppe von "von Großmannssucht infizierten Funktionären".

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"Club Nr.12" kritisiert Vorgehen des FC Bayern

Auch die Fanvereinigung Club Nr. 12 kritisiert das Vorgehen des FC Bayern scharf. "Der FC Bayern hat mit der Bestrafung eines einfachen Fans jedes Maß vermissen lassen", heißt es in einer Stellungnahme. Weiter erklärt die Gruppierung: "Dass der FC Bayern dieses Spruchband zum Anlass nimmt, einen kritischen Fan, dessen Gruppe immer wieder das Katar-Engagement des Vereins kritisiert hat, mundtot zu machen. Dies kann nicht akzeptiert werden."