20. April 2021 / 16:18 Uhr

FC Bayern schließt Super-League-Teilnahme aus – Rummenigge: Meister "steht solidarisch zur Bundesliga"

FC Bayern schließt Super-League-Teilnahme aus – Rummenigge: Meister "steht solidarisch zur Bundesliga"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (links) und Präsident Herbert Hainer wollen nicht, dass der FC Bayern an der geplanten Super League teilnimmt.
Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (links) und Präsident Herbert Hainer wollen nicht, dass der FC Bayern an der geplanten Super League teilnimmt. © IMAGO/Revierfoto (Montage)
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Der FC Bayern München kommentiert in einer offiziellen Stellungnahme die geplante Super League. Präsident Herbert Hainer und Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge finden dabei deutliche Worte.

Anderthalb Tage, nachdem zwölf internationale Spitzenvereine die Fußballwelt erschütterten, indem sie die Gründung einer von der UEFA nicht gewünschten Super League verkündeten, hat sich der deutsche Rekordmeister klar gegen die Pläne gestellt. "Ich darf im Namen des Vorstandes ausdrücklich feststellen, dass der FC Bayern nicht an der Super League teilnimmt", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem am Dienstag veröffentlichten Statement. "Der FC Bayern steht solidarisch zur Bundesliga."

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In der Nacht von Sonntag auf Montag hatten Vereine aus England, Spanien und Italien verkündet, sich mit drei anderen fixen Mitgliedern in einer eigenständigen Liga zusammenschließen zu wollen. Zusätzlich sollen sich fünf weitere Vereine sportlich für diese sogenannte Super League qualifizieren. Wunschkandidaten der zwölf Gründer für die drei zusätzlichen festen Slots waren nach Spiegel-Informationen der FC Bayern, Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain, die jeweils Fristen erhielten, um sich zu dem Projekt zu erklären, das sofort heftig und von der Fußballwelt beinahe unisono kritisiert wurde.

Für die Münchner, die sich in Person von Rummenigge zunächst kritisch aber noch nicht grundsätzlich gegen die Liga ausgesprochen hatten, kommt eine Teilnahme aber nicht infrage. "Es war und ist für uns immer eine große Freude, als deutscher Vertreter in der Champions League spielen zu können. Wir alle erinnern uns immer noch gerne an unseren Champions-League-Sieg 2020 in Lissabon, so einen glücklichen Moment vergisst man nicht. Für den FC Bayern ist die Champions League der weltweit beste Klubwettbewerb", so Rummenigge weiter. Der FCB-Boss war zuvor erneut in das UEFA-Exekutivkomitee gewählt worden, wo er Juventus-Boss Andrea Agnelli ersetzt. Dieser gehört zur Führungsriege der Super League.

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Auch FCB-Präsident Herbert Hainer lehnt es ab, dass der Rekordmeister sich an der neu geschaffenen Liga beteiligt. "Unsere Mitglieder und Fans lehnen eine Super League ab. Es ist unser Wunsch als FC Bayern und unser Ziel, dass die europäischen Vereine diesen wunderbaren und emotionalen Wettbewerb Champions League leben und zusammen mit der UEFA entwickeln"so der Nachfolger von Uli Hoeneß. Deshalb gelte: "Der FC Bayern sagt Nein zur Super League."