21. September 2020 / 12:12 Uhr

Markus Söder warnt vor Supercup des FC Bayern: Darf kein "Fußball-Ischgl" werden

Markus Söder warnt vor Supercup des FC Bayern: Darf kein "Fußball-Ischgl" werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ministerpräsident Markus Söder blickt auf das anstehende Supercup-Finale zwischen dem FC Bayern und FC Sevilla in Budapest.
Ministerpräsident Markus Söder blickt auf das anstehende Supercup-Finale zwischen dem FC Bayern und FC Sevilla in Budapest. © imago images/PuzzlePix/dpa/Montage
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat wegen des Supercups am kommenden Donnerstag zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest große Bedenken geäußert. Er fordert die Fans auf, "genau" zu überlegen, ob die das Team vor Ort unterstützen wollen.

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Ministerpräsident Markus Söder denkt angesichts des Supercup-Spiels zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest über schärfere Quarantäneregeln nach. Bisher gilt: Wer sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat, muss nicht in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne. Jeder solle sich genau überlegen, ob er da wirklich hinfahren wolle, sagte der CSU-Chef am Montag dem Radiosender B5 aktuell der Bayerischer Rundfunks: Ich habe wirklich Bauchschmerzen, was den Supercup betrifft."  In einem Statement vor der CSU-Vorstandssitzung äußerte Söder seine Furcht vor einer Art "Fußball-Ischgl".

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält bislang an ihren Plänen fest, das Supercup-Finale am Donnerstag (21.00 Uhr) in der Puskás Arena vor Zuschauern zu spielen. Die Stadionkapazität von 67.000 Zuschauern soll bis zu 30 Prozent ausgelastet werden. Beiden Klubs stehen jeweils rund 3000 Tickets zur Verfügung. Rund 2100 Fans wollten den FC Bayern nach Angaben vom Sonntag nach Budapest begleiten. Am Montag wurden 800 Ticketbestellung aber bereits wieder storniert.

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Die mitreisenden Anhänger konnten sich auf Initiative des Vereins am Montag und Dienstag in der Münchner Arena testen lassen. Bayern-Trainer Hansi Flick äußerte bereits sein Unverständnis über die Austragung der Partie in Budapest. "Es ist schon eine Sache, die man nicht ganz so versteht. Wir sind nicht diejenigen, die Entscheidungen treffen, die haben andere getroffen", sagte Flick mit Blick auf die UEFA.

Ähnlich äußerte sich am Montag der frühere Nationalspieler und ehemalige Bayern-Profi Thomas Helmer. Es verstehe nicht, warum die UEFA bislang darauf beharre, den Supercup "ausgerechnet in Budapest und mit Zuschauern auszutragen", schrieb der 55-Jährige in seiner Kolumne für den Kicker: "Bei allem Verständnis für den Versuch zur Zuschauerrückkehr darf man nicht leichtsinnig werden, das Spiel könnte auch andernorts stattfinden."