07. Januar 2021 / 13:14 Uhr

Bayern-Trainer Hansi Flick schließt Neuzugänge aus – Defensivprobleme "ganz klar angesprochen"

Bayern-Trainer Hansi Flick schließt Neuzugänge aus – Defensivprobleme "ganz klar angesprochen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansi Flick hat sich vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach über die Personallage beim FC Bayern geäußert.
Hansi Flick hat sich vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach über die Personallage beim FC Bayern geäußert. © Getty
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Gegen Borussia Mönchengladbach will der FC Bayern endlich mal wieder ohne Gegentor bleiben. FCB-Trainer Hansi Flick warnte allerdings vor den Gladbachern und äußerte sich auch zu den Gegebenheiten auf dem Transfermarkt. Neuzugänge wird es an der Säbener Straße wohl keine geben.

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Vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat Hansi Flick Neuzugänge beim FC Bayern München im Winter-Transferfenster ausgeschlossen. "Ich bin keiner, der sagt, ich muss neue Spieler haben", erklärte der 55-Jährige auf der Pressekonferenz des Rekordmeisters vor dem Spiel in Gladbach am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN). Die Situation, "die aktuell fast alle Klubs auf der Welt gerade haben, ist gerade mit Corona nicht so ganz einfach", so Flick weiter.

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Deshalb erwartet der Erfolgstrainer keine Verstärkungen. "Mit diesem Kader werden wir bis zum Ende der Saison zusammen sein. Wir haben eine sehr gute Qualität", sagte Flick. "Ich sehe unsere Ziele nicht gefährdet." Potenziellen Abgänge schob der Trainer allerdings keinen Riegel vor. "Ich weiß nicht, ob der eine oder andere wechselt, es steht ja immer das eine oder andere im Raum." Es sei ihm allerdings "nicht bekannt, dass ein Spieler uns verlassen will. Das kann aber alles sehr schnell gehen."

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Konkret wurde Flick auf die Personalie Joshua Zirkzee angesprochen, der mit Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wurde und derzeit auch aus Verletzungsgründen keine Rolle spielt. Der holländische Stürmer sei "ein Spieler, der enorme Qualitäten hat und eine gute Entwicklung haben kann", erklärte Flick. Allerdings habe Zirkzee vier, fünf Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren können und soll zunächst bei der zweiten Mannschaft der Münchner in der 3. Liga Spielpraxis sammeln.

Für das Spiel in Gladbach ist der junge Angreifer keine Alternative. Der formstarke Flügelstürmer Kingsley Coman, der zuletzt beim 5:2 gegen Mainz 05 fehlte, ist dagegen wieder dabei. Der Franzose "hat voll mittrainiert, er wird im Kader stehen", schickte Flick voraus. Das lässt sich über Serge Gnabry allerdings noch nicht mit Gewissheit sagen. Man müsse noch abwarten. Flick: "Ich habe ihn gerade getroffen, er hat noch Schmerzen, da müssen wir nochmal mit der medizinischen Abteilung sprechen."


Flick: "Wir haben Luft nach oben, das weiß jeder einzelne Spieler"

Zur Lösung der Defensivprobleme, die der FCB in den vergangenen Wochen offenbarte, könnte der Rechtsaußen ohnehin nur bedingt beitragen - auch wenn Flick erneut betonte, dass die Verteidigung des eigenen Tores nicht bloß ins Ressort der Abwehrspieler fällt, sondern eine Aufgabe sei, der sich die gesamte Mannschaft widmen muss. Zuletzt waren die Münchner acht Mal in Folge (!) in Rückstand geraten und hatten sich damit das Leben selbst schwer gemacht. "Wir haben Luft nach oben, das weiß jeder einzelne Spieler, daran müssen wir arbeiten", räumte der Coach ein. "Das Verteidigen ist immer wichtig, damit man eine kompakte Defensive hat, aus der man den Gegner unter Druck setzen kann. Es ist wichtig, dass du eine Kompaktheit hast. Das müssen wir einfach besser machen."

Gegen Gladbach soll deshalb unbedingt mal wieder zu Null gespielt werden. "Wir haben es ganz klar angesprochen und wollen mit einer anderen Haltung und Dynamik ins Spiel gehen", so Flick, der allerdings vor der Borussia warnte und den gegnerischen Trainer Marco Rose Respekt zollte: "Marco macht mit seinem Trainerteam einen herausragenden Job. Man kann nur unterstreichen, dass er die Mannschaft weitergebracht hat. In der Champions League war es schon beeindruckend, wie sie gegen Hochkaräter gespielt haben. Sie haben im letzten Drittel viele gute Automatismen und viel Tempo. Sie machen dem Gegner die Räume sehr eng", sagte der Ex-DFB-Assistent, der den Gladbachern generell eine "gute Entwicklung" attestierte.