06. Januar 2022 / 14:36 Uhr

"Bin jetzt keiner, der rumheult": Bayern-Trainer Nagelsmann gibt sich trotz Corona-Chaos kämpferisch

"Bin jetzt keiner, der rumheult": Bayern-Trainer Nagelsmann gibt sich trotz Corona-Chaos kämpferisch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Nagelsmann geht davon aus, dass das Spiel gegen Gladbach stattfinden wird.
Julian Nagelsmann geht davon aus, dass das Spiel gegen Gladbach stattfinden wird. © IMAGO/motivio (Montage)
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Der FC Bayern München wird wohl trotz aller Corona-Widrigkeiten am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach antreten. Neun Profis fehlen dem deutschen Rekordmeister dabei coronabedingt. Trainer Julian Nagelsmann gibt sich kämpferisch, fordert jedoch zugleich, die Gesundheit der Spieler im Fokus zu halten.

Der FC Bayern München ist mehr denn je von der Corona-Welle getroffen worden. Neun Profis mussten sich im Vorfeld des Rückrundenauftakts gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr, Sat.1 und DAZN) coronabedingt in Quarantäne begeben. FCB-Trainer Julian Nagelsmann geht dennoch davon aus, dass das Spiel stattfindet – und versucht, für die Sondersituation zu sensibilisieren. "Es geht um die Gesundheit der Spieler. Wenn wir neun Profis haben, ist es nicht viel", sagte der 34-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

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Eine "herausfordernde Situation" seien die vielen Corona-Fälle in seiner Mannschaft, so Nagelsmann, der sich zugleich kämpferisch zeigte. "Ich bin jetzt keiner, der rumheult. Natürlich kann man diskutieren, ob es fair oder sinnvoll ist." Er selbst wolle sich an derartigen Debatten aber nicht beteiligen. "Aus unserer Sicht ist es nicht das unfairste, was es gibt. Alles, was ich nicht beeinflussen kann, interessiert mich nicht", sagte Nagelsmann und verwies auf den Neun-Punkte-Vorsprung in der Bundesliga auf Verfolger Borussia Dortmund sowie die Qualität seiner Schützlinge. "Wir haben trotzdem eine erste Elf mit vielen Weltklasse-Spielern."

Grundsätzlich sei der Bayern-Coach zwar optimistisch, riet mit Blick auf den Zustand einer Vielzahl seiner Akteure aber zur Vorsicht. "Trotzdem haben wir ein paar Spieler, die aus einer Verletzung kommen. Dazu haben wir ein paar Rückkehrer in den nächsten Wochen, die zuvor länger raus waren. Es geht um die Gesundheit der Spieler", betonte Nagelsmann erneut. Manuel Neuer, Kingsley Coman, Corentin Tolisso, Omar Richards, Lucas Hernández, Tanguy Nianzou, Leroy Sané, Dayot Upamecano und Alphonso Davies hatten sich in den vergangenen Tagen mit dem Corona-Virus infiziert. Zudem fehlen Leon Goretzka und Josip Stanisic (jeweils verletzt) sowie die Afrika-Cup-Teilnehmer Eric Maxim Choupo-Moting und Bouna Sarr.

Den Vorwurf, dass die große Anzahl der Corona-Infektionen auf Fehlverhalten während des Urlaubs zurückzuführen seien, wollte der Coach nicht gelten lassen. "Grundsätzlich bin ich kein Erzieher. Wir haben dieselben Empfehlungen, die teilweise auch per Gesetz geregelt sind und im Interesse der Spieler, dass sie gesund bleiben", erklärte Nagelsmann. "Es gibt einen wichtigen Faktor im sportlichen Bereich, das ist die psychische Erholung. Warum wir mehr Infizierte haben als andere Klubs, kann ich nicht sagen. Die Spieler hatten dieselben Verhaltensregeln wie in den letzten Jahren auch."